2. Juni 2015

Wenn ich ein Mann wäre? #wasanderswäre Ich würde wohl die Hauptrolle in Manta, Manta spielen...

Was wäre wenn ich ein Mann wäre?


Wäre mein Leben anders? Das fragt mich Katharina. Es gab schon einige Situationen in meinem Leben in denen ich gedacht habe, was würde ich anders machen, wenn ich ein Mann wäre. Es waren vor allem Situationen in denen ich gedacht habe, wäre ich ein Mann hätte ich impulsiver reagieren können! Vielleicht hätte ich mich geschlagen. Ich bin an den meisten Tagen im Leben sehr gerne Frau, aber ich lasse das Gedankenspiel mal zu und schreibe die Dinge auf, die mir als allererstes durch den Kopf gegangen sind:

  • Ich hätte dem Arbeitgeber, der mir damals gesagt hat er könne mich nicht einstellen weil ich durch K1 zu unflexibel gewesen wäre, einen Anwalt auf den Hals gehetzt und mir die Stelle erstritten. So habe ich in Schockstarre in mein Kissen geweint.
  • Ich wäre der jungen Frau damals die nach ihrem Kind in der S-Bahn getreten hat entgegengetreten. So habe ich in diesem Moment nur meine eigenen Kinder geschützt.


  • Ich würde immer Kinderwagen die Treppen rauf- und runtertragen und helfen wenn Jemand Hilfe braucht. Ich sehe so viele daran vorbeilaufen.
  • Ich würde all meine Techniksüchte ausleben und tolle technische Innovationen kaufen. So lasse ich sie mir schenken.
  • Ich würde die Elternzeit mit meiner Frau teilen. So hätte ich es gern gewollt.
  • Ich würde meiner Frau einen Hund kaufen, wenn sie es mag. Ich würde aber brav mit dem Tier um den Block gehen und dabei die Stadt genießen. So stelle ich mir das manchmal vor.
  • Ich hätte wahrscheinlich Wirtschaft studiert weil alle meine Kumpels das gemacht hätten. So habe ich meinem romantischen Sinn nach Geisteswissenschaft nachgegeben.
  • Ich würde nicht mehr so viel lesen. Ich hätte ja dann ganz viele Computerspiele.
  • Ich hätte eine richtige dreckige Lache. Meine Lache ist natürlich glockenhaft klar.
  • Wenn ich pupsen, oder rülpsen würde, dann würden die Kumpels mir auf die Schulter klopfen und „Ey Alter“ rufen. Als Frau darf man das ja niemals in echt.
  • Ich müsste immer grillen. So darf ich immer dastehen und denken „Haha“
  • Ich würde mich wahnsinnig doll nach einer tollen Frau und Kinder sehnen. Wahrscheinlich wäre ich eine Lusche im verabreden. Das erzählen mir immer viele Freunde.
  • Ständig würden mich alle bitten ihnen beim Umzug zu helfen, oder ihnen Dinge anzubringen. Das finde ich wirklich bemerkenswert, dass das so ist!
  • Ich würde mich peinlich berührt fühlen wenn Frauen Hygieneartikel in der Drogerie aufs Band legen und dann heimlich meine Kondome unter den Stapel schieben. So sehe ich das manchmal an den Kassen.

  • Icke.
  • Ich würde mich sehr freuen, dass mich nicht jeden verdammten Monat dieser Mist erwischt! Echt ey, Frau sein hat auch Nachteile!
Vielleicht wäre es so, vielleicht würden mich wirklich weniger brenzlige Situationen einschüchtern und mein Herz nicht wild pochen wenn ich nachts manchmal allein durch die Straßen gehe? Vielleicht wäre ich weniger verletzlich und würde cooler sein? Vielleicht wären einige Situationen aber auch bereits eskaliert? Vielleicht wären das aber auch alles nur Klischees und ich wäre einfach nur genauso laut, bunt und müde wie jetzt auch?



Das fachlich versierte und sehr bekannte Blatt „Glamour“ hat im Übrigen dazu einen Psychotest vorbereitet:Wenn Sie ein Mann wären?!
Ich sage es mal so: Die kennen mich natürlich in und auswendig!
Mein Ergebnis:
Der angeberische Macho
Wow! Sie strotzen nur so vor Selbstbewusstsein, kommen bei Männern immer gut an


 und sind generell eher eine von der harten Sorte. Wären Sie als Mann geboren,



 hätten Sie zweifelsfrei eine der Hauptrollen im deutschen Kinofilm "Manta, Manta" 



übernehmen können: Strotzend vor Testosteron, interessiert an schnellen Autos,



 schneller Liebe und um keine Abenteuer verlegen.
Hallo Klischee! Erschlag mich doch bitte mal kurz!
Aber zurück zum Thema:

Frage 2: Welche Dinge lässt du lieber weil du eine Frau bist?
Ich gehe nie allein des Nachts durch die Straßen nach Hause. Sollte ich das mal müssen, dann rufe ich meinen Mann an und wir reden bis ich in der Haustür stehe. Ich vermeide Parks im Dunkeln. Ich würde mich nicht mit Jemandem anlegen der wesentlich größer ist als Ich. Nicht weil ich keine Tricks kenne mich nicht zu verteidigen, sondern weil es mir dann doch Angst macht. Ich bin eine furchtsame Mama. Wenn der Mann die Kinder auf dem Spielplatz ganz nach oben klettern lässt, dann rutscht mein Herz manchmal in die Hose.

Frage 3: Durch welche Klischees fühlst du dich besonders beeinträchtigt?
Ganz klar ist das die Leistungsfähigkeit von Frauen, im speziellen auch noch Müttern. Das geht aber in beide Richtungen. Während man Männern anscheinend oftmals weniger Empathie, oder Gefühl, in Bezug auf ihre Kinder zutraut (ätzend!), traut man Frauen sehr oft weniger im Job zu. Was soll der Mist? Ich bin genauso gut wie der Kerl mit den Lackschuhen. Nein, es ist doch sogar so: Ich bin besser als der Typ. Ich kann mich auch positionieren, klar ausdrücken und mit Menschen reden. Ich kann mich auch breitbeinig hinsetzen und Mäuschen sagen, wenn Männer mir was von „geistigen Fähigkeiten von Frauen“ erzählen. Pfft.

Wer würde sich da nicht in mich verlieben? #Hairsalonme


Frage 4: In welcher Situation war es von Vorteil zur Gruppe der Frauen zu gehören?
Ganz ehrlich? Also ein Kind bekommen zu können, ist schon ziemlich cool. Das kann nun mal echt Niemand anders. Das macht uns schon sehr besonders. Zudem wissen Frauen sehr oft, dass sie taffer sind und Lachen in ähnlichen Momenten. Und ganz ehrlich: Frauen sind einfach die schöneren Wesen. Es gibt sehr viel mehr attraktive Frauen als Männer auf diesem Planeten.

Frage 5: Gibt es Situationen in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?
Sicher gibt es die. Liebe und Erziehung ist keine Geschlechterfrage und genau deswegen bin ich auch ein Fan von #EhefürAlle und  #AdoptionsrechtfürAlle. Eigentlich gibt es nur extrem wenige Situationen in denen das Geschlecht eine Rolle spielt: Das sind die Akte des Zeugens und des Gebärens. Ansonsten bin ich der Meinung, dass Frauen und Männer weder im Hirn, noch im Herzen, von ihren Geschlechtern gesteuert werden, sondern eher von ihrer Erziehung und ihrer Prägung. Man liebt doch immer den Menschen und nicht den Mann, oder die Frau, oder?

Ich lade dazu ein:

Rike Drust

Andrea Harmonika

Dajana von Mit-Kinderaugen

Christian von Familienbetrieb (mit der Frage: Was wäre wenn du ein Hamster  eine Frau wärst?)

Eure Manta, Manta Frau Alu.


Morgen kommt SEINE Sicht: "Was wäre wenn Er eine Frau wäre?"

Dieser Artikel gehört zur Aktion #Wasanderswäre vom Blog "Ich mach mir die Welt".




Kommentare:

  1. Ich weiss jetzt, was ich Dir das nächste mal schenke, wenn ich Dich sehe.
    Einen Fuchsschwanz....

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  2. Warum darf ich denn nicht darüber schreiben, was wäre, wenn ich ein Hamster wäre?

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  3. "Ich würde immer Kinderwagen die Treppen rauf- und runtertragen und helfen wenn Jemand Hilfe braucht. Ich sehe so viele daran vorbeilaufen."

    Nur mal so als Hinweis, wenn es einem als Mann ein paar mal passiert das man blöd angemacht wird weil man Hilfe anbietet ("Denkst du ich kann das nicht selber????" oder ähnliches) dann tendiert man doch dazu es nicht mehr zu machen. Wenn mich aber jemand von sich aus frägt bin ich immer gerne bereit. Oder ein klar hilfesuchender Blick, das bekomm ich vermutlich auch mit.

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