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Elternleben Urlaub mit Kindern

Welche Erinnerungen an unsere Urlaube werden unsere Kinder haben? #UrlaubmitKindern

Welche Erinnerungen an gemeinsame Reisen werden unsere Kinder haben?

Während ich ausgestattet mit NOTAUS-Fernsteuerung meinem Sohn im Safari-Jeep hinterhereile, erwischt mich die Frage: Wie ist eigentlich unser Familienurlaub für unsere Kinder?

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Notsignal in der Hand.
Denn wenn ich versuche von meinen Erlebnissen auf Ihre zu schließen kämen wir bei
Übermüdung, Orga-Stress und kaputter Heizung heraus (natürlich mag auch ich Urlaub mit Familie
doch ich kenne eben auch die anderes Seite vom Geld ausgeben – das Geld verdienen).
Erinnerungen_Reisen_Kinder

In der Erinnerung: Werden sie sich gern erinnern?

Meine Mutmaßung: In der kurzfristigen Erinnerung werden sie sich gerne an die Urlaube erinnern. Sie können noch Gesichter und Erlebnisse zu ordnen, besonders K2 ist darin momentan noch stark
(K1 war es auch einmal). Dabei sing Ihnen unsere Kategorien und Ängste zum Glück vollkommen Mumpe. Das es zu früh war, zu lange Fernsehen oder zu viel Orangenlimonade und Eis – das stört Sie nicht. Im Gegenteil, dass gehört ja zum besonderen der Ferien dazu.

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Zirkuswohnung.

Das gute Gefühl von Gemeinschaft bleibt in Erinnerung

Langfristig hoffe ich, ergeht es ihnen wie mir. Der dem die Familienurlaube vor allem als warmes gutes Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit in Erinnerung sind (bis auf Rügen 1987, da haben wir alle Magen-Darm gehabt). Doch dann schälen sich Einzelheiten heraus. Mein Vater, der beim Volleyball mit machte – dabei hatte ich ihn noch nie zuvor einer Ballsportart frönen sehen. Mit seinem Bart und Bauch stand er da mitten auf dem Platz des St.-Otto-Heims in Zinnowitz auf Usedom und ich war stolz auf
ihn und fand ihn äußerst passabel (so viel zu den unentdeckten Seiten der Eltern). Als ich viel später beim Uni Sport versuchte Beachvolleyball zu lernen, musste ich oft an diesen heißen Achtziger-Jahre-Sommer denken.

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Wildwassersurfing.

Quatsch im Kopf

Oder die Urlaube bei meiner Urgroßmutter mütterlicherseits. Sie hatte einen Bauernhof nahe dem Dreiländereck (das im Osten Deutschlands), dieser Dreiseitenhof war als Achtjähriger der wunderbarste
Ort der Welt. Dort mit Großcousins durch den Gemüsegarten zu wetzen und in der Werkstatt ein Spielzeuggewehr zu finden, oder mit den Cousinen Kirschen zu pflücken, beim Schlachtfest zuzuschauen, oder sich zu gruseln wenn der Hund meiner Schwester einen Gänsekopf ins Bett legte.

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Hoch hinaus.

Auch später als meine Mutter sich entschloss das Haupthaus zu erhalten fuhr ich dort Bagger oder rannte mit Musikerfreunden durch den Acker oder lag mit der längsten Freundin meines Lebens
Lebens (seit 1983) auf der warmen Straße und versuchte nach dem geschriebenem Abitur die Sterne zu zählen (sie mach das gerade mit ihrer Familie auf Feuerland).

Oder dies, oder das, oder jenes…

Oder mit meinen Großeltern in der Feriensiedlung in Joachimsthal. Opa repariert das ausgeliehene grüne Klapprad und Oma holt Schrippen. Oder in Kühlungsborn wo die Großmutter um mich vor dem
Spott zu bewahren nachts wecke, damit ich noch einmal pinkeln konnte, bevor es
in die Hose ging. Was war das für eine Kindheit zwischen Oder und Elbe und zwischen Ostsee und Thüringer Wald – Ein weites kleines Leben.

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Jeden Abend Eis – wird das bleiben?

 

Der lange Kioskabend

Und dann nach der Wende erstmals im westeuropäischen Ausland. Leben in einer Windmühle in Dänemark, als „Möllenvolk“ mit Alkoven und Klo im Keller – was war das Essen damals teuer,
doch der Laden hatte bereits in den frühen 1990er Jahren bis 22 Uhr geöffnet, mitten auf einem Dorf.

Und dann mit den gleichaltrigen Cousinen meine Schwester und ich auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide mitten auf dem Land, fette Frischmilch und Weite und Schnucken.

Und Mitte der 1990er irgendwo bei München, heimlich spazieren gehen und dabei die erste Zigarette rauchen (auch mit der Schwester) und abends dem Sonnenuntergang zu schauen und mit Vatern das erste Bier, ein Andechser Spezial Hell, ich war 15 Jahre alt.

 

“Mir ist jetzt schon langweilig” #UrlaubmitKindern

Was wird bleiben?

Und nun wieder Urlaub, gerade unweit von Münster. Ein Idyll mit Enten und See und hunderten von Bungalows voller anderer Familien – was erinnern wohl unsere Kinder in 30 Jahren – ich will hoffen nur Gutes und Wärme und Geborgenheit.

Konsti

Welche Erinnerungen habt Ihr an die Urlaube Eurer Kindheit?


Ich möchte mich immer erinnern.

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1 Comment

  • Einen Moment Elternschaft als Nebenjob geniessen können
    16. Juli 2018 at 00:00

    […] Morgen ist unser Urlaub vorbei, ich halte noch mal kurz inne und genieße nochmal zwei Sekunden lang „Eltern sein als Nebenjob“, danach starte ich in den Alltag.AluTrust me, he ist the Cook.Es hat sich ausgepssst. […]

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