Nun geht es wieder um ein Wochen-Buch. Jost meint, sag was zur Dissertation von Papst Franziskus, Anne sagt der Geißler sei für Sie noch nicht rezensionsreif – ich muss also ran – wirklich. 
Dann habe ich vorm Regal gestanden. Habe überlegt. Gestern traf ich alte StudienfreundInnen, wir sprachen über unseren Professor Rainer Kampling, Neutestamentler, Karl-Kertelge-Schüler und ich erzählte mit wem ich die Papstwahl sah, mit Andreas Hölscher, Theologe und Pädagoge, Publizist und Erwachsenenbildner, einem unserer Dozenten. 
Beide gaben und geben gemeinsam Bücher heraus. So auch dieses alte und dennoch TOPAKTUELLE Buch. Gerade vor Ostern. Denn auch Sie hatten damals, so wie ich heute auf die Frage welches Buch denn passt: Keine Antworten. Dabei fragen Sie in dem Klappentext zum Vortragsband: 
„Wie soll man und wie kann man über den Tod angemessen sprechen?“ 
Beiträge aus einem breiten Spektrum von Schnittpunkten nähern sich einer Antwort. 
Über die Todesrede in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (Georg Langenhorst) oder
Das Todesthema in der zeitgenössischen Kunst (Katharina Winnekes) bis hin zu 
Der tote Jude aus Nazareth – Bibeltheologische Reflexionen zum pro nobis (Rainer Kampling) 
liefern 12 AutorInnen Einblicke zu dem, was mit Schweigen endet. 
Lesenwert! Wie diese gesamte Reihe – ein Kleinod philosophisch, theologischer Fragen. 
So ein Buch kann unterstützen, wenn man nicht weiter weiß. Nach 13 Jahren haben wir immer noch keine Antworten – bis auf die Osterhoffnung.

Hölscher/ Kampling (Hrsg): Keine Antworten. Reflexionen über Sterben und Tod (=Berliner Schriften Bd. 16), Berlin 2000. Gebraucht für 10€.