Wortsalat über die Liebe zwischen Eltern

In der letzten Woche habe ich einige gehörte Worte immer
wiederholt, wiedergekäut und ausgespuckt. Diese gehörten Worte kamen aus mir
heraus und blieben in der Luft hängen, um mich herum ganz dicht und begleiteten
mich. Es waren keine guten Worte, keine Glücksworte die man gern erzählt, es
waren schlimme Worte die uns in einem Wortmoment gesagt wurden und die einen
zerbersten können tief, ganz tief innendrin. Worte vom dem Liebsten konnten sie
aufweichen oder abmildern, aber: Gesagt ist gesagt, ist gesagt, ist gesagt! und
so gab es wenig frohe Momente in die wir uns stürzten der Liebste und ich, an
den Händen haltend im Kopfschüttelmodus. 
Nun, knapp eine Woche später nach dem
Wortmoment und einem neuen Verständnis von Zerbrechlichkeit und Zerstörung
versuche ich all diese Worte loszulassen. Sie sollen mich nicht länger
bedrängen, mich einengen und meinen Blick für mehr frohe und zufriedene Momente
verstellen. Ich habe es schon mit ignorieren, verscheuchen und wegstarren
probiert, doch loszulassen ist schwierig, so schwierig. 
Denn: Gesagt ist gesagt,
ist gesagt, ist gesagt! Und so werden wir uns wohl ein neues Leben unter all
diesen Worten in der Luft einrichten müssen, ohne Netz und doppelten Boden. 
Wir
hoffen, dass all die Worte wenigstens verblassen und nur noch in der Ferne zu
erkennen sind, doch der Kern wird wohl bleiben und so stehen wir nun manchmal
wortlos da, in all dem Wortsalat, uns an den Händen haltend, kopfschüttelnd, aber in voller Freiheit.
Alu