Wir nehmen mit: Ein I PAD

Und, was kam jetzt raus beim Experiment „Wir fahren in die Ferien und wir nehmen mit … ein iPad“?
Wir erinnern uns: Gefragt und gesucht wurden pädagogisch wertvolle und zugleich elternentlastende Apps … Was soll ich sagen? Es gibt Erfahrungen, die muss man einfach selber machen, da kann das noch so hundertfach in diesem Dings, diesem Internet stehen. Bitte schön:

Erstens: Computerspiele nerven. 

Und zwar die Eltern. Weil die Kinder total verblödet aufs Tablet starren, rumbrüllen, wenn sie aufhören sollen und sich gegenseitig die iPad-Zeit neiden? Nein. Sondern weil noch jedes Spiel irgendwann die Hilfe eines Erwachsenen braucht. Der sich dann mit dem Mist auseinandersetzen darf. Warum der andere Dings, der andere Erwachsene halt, sich mit dem extra für diese kostbare halbe Stunde Zweisamkeit gekühlten teuren Weißwein alleine am Tisch vergnügen darf.


Zweitens: Computerspiele nerven. 

Und zwar auch die Kinder. Weil immer was nicht klappt. Weil immer jemand „nur mal kurz hier schau da musst du drücken“ macht. Und weil nach einer halben Stunde Schluss ist.

Drittens: Computerspiele nerven. 

Und zwar alle. Weil jedes Kind pro Tag nur eine halbe Stunde spielen darf, in dieser Zeit kaum was vorantreibt, die blöden Geschwister ständig reinreden und auf die Uhr zeigen, und die Alten im Fünfminutentakt sagen, wie lang es jetzt nur noch dauert. Und weil die Eltern jede Minute zählen, die bis zum Ende der großen, alle nervenden, total doofen Computerspielzeit noch vergehen. Damit endlich wieder alle zufrieden in den Pool hüpfen können.
Jost Burger