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Der Ankommende, Teil 3 – Der Intellektuelle

Ja, die Herrschenden und besonders Klugen ein unerschöpfliches Thema.  Eine Mischung zwischen bedauerns- und beneidenswert. doch um zu wissen, wie sich direkte Macht oder großes Ansehen anfühlt, würden viele tauschen. Denn sogar Ochs und Esel kennen ihren Herrn. Wären wir Herrschaften, sie kennten uns. Und damit wären wir drin, neudeutsch: in. 

Und dann diese selbst stark hierarchisch organisierten Christen,  vor allem wir Katholiken. Wir bekennen einen Gott,  der sich uns im armen Baby zeigt. Ein Kind, dem zwar noble Herkunft bescheinigt ist, das jedoch arm wie eine Kirchenmaus zu unsrer Welt kommt. In einem Patchwork mit greisem Ziehvater und lolitahafter Jungmutter. Doch am Ende der Geschichte glauben sie alle Hirte und König. Der Stoff aus dem die Träume sind bereits damals beim Evangelisten Lukas gut 1900 Jahre zurück. 
Friedrich dem Großen war es egal. Der Kaiser und seine Mutter und auch die Gattin Wilhelms glaubten. 
Was Adolf tat bleibt nebulös. Adenauer glaubte sicher auch, Erich wohl eher nicht, doch in Chile tut man es trotzdem, dank der Jesuiten. 

Die Queen glaubt, die Spanier müssen per se. Und auch unsere Pastorentochter glaubt, der oberste evangelische Theologe wohl auch und der katholische erste Volksvertreter. 
Was aber macht der Glaube und die damit eingebrachte Moral mit unseren Mächtigen und den Eliten? 
Oft scheint es so als würde nicht viel übrig bleiben. Doch wenn selbst Gregor Gysi sagt: „Auch als Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft.“ Können wir vorsichtig davon ausgehen, dass es ohne (christliche oder religiöse) Moral noch entmenschlichter wäre, hier bei uns. 
Denn es gibt irgendetwas das selbst die Strippenzieher kurz verstummen lässt, etwas, bei dem alle innehalten ob Kaiser, König oder Koch. 
Ein Wunder, dass es nicht zu kaufen gibt, das genährt werden will. Es kann eine Neugeburt für uns sein, ein Erkennen. Die Geburt des Kindes in Bethlehem, auf Grönland, in Peking oder in der Charité ist solch ein Moment – auch für Mächtige. 

PS: Es scheint mir erwähnenswert, dass zuerst die Hirten kommen und erst am Ende, laut Tradition die Magier/ Könige. Die Mächtigen brauchen eben eine Weile ;-).

Ankommende, Teil 3 – Der Intellektuelle/ der König/ der Mächtige
Ankommende, Teil 4 – Die Eltern
Ankommende, Teil 5 – Das Kind (Weihnachten) 

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