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Wochenberliner: Flasche leer, Wutbürger und dann noch Fußball

Wo wir unsere Pfandschätze lagern

Wir haben gerne und häufig Gäste, meistens bringt dieser Besuch etwas zu trinken mit, ob Bier oder Wasser der Pfand bleibt zurück – neben den guten Erinnerungen.
Irgendwann ist der Speicher voll und für die Flaschen der Balkon. Dann wiederum darf ich Freunde anrufen die mit mir eine Tour machen. So lade ich einmal im Quartal ein befreundetes Auto voll, fahre zum Getränkemarkt und löse gefühlte tausend Kilo gegen eine Bon auf dem 20 Euro steht ein.

Auf dem 500 Meter Rückweg merke ich dann zusammen mit meinem Freund, in was für einer Boom-Stadt wir leben. 

20 Minuten für 500 Meter in Berlin

Denn für 500 Meter brauchen wir 20 Minuten. So viele Baustellenfahrzeuge stehen einfach mal so rum. Reden mit dem Kraftfahrern hilft kaum, sie wollen ja nur schnell ihre Arbeit erledigen. Dafür müssen wir Anwohner Verständnis haben. Aber auch wir können irgendwann nicht mehr. Zumal, wenn man den gesamten Zusammenhang betrachtet, fällt auf, dass die Herren vom Bau gerne die schnelle Lösung wählen. Da steht dann heute ein Schwerlasttransporter 25 Minuten auf einer Kreuzung und blockiert zwei Straßen.
 In dieser Zeit wendet er nicht und soll sich auch nicht bewegen. In diesen 25 Minuten reden die Bauarbeiter schauen sich den Ort wo der Bagger hingestellt werden soll an und erledigen Papierkram. Zum Schluss beginnen sie die Befestigung des Baggers zu lösen, schade nur das 10 Meter weiter extra für die Baustelle eine große Parkfläche frei gemacht wurde, auf der zwar nicht wir als Anwohner, sicher aber diese Herren ohne den Verkehr zu blockieren sich hätten abstellen können. So wundert es kaum das machen Leute ewige Umwege zum Wutbürger werden lassen. 
Am Ende bringt es nichts außer unflätige Bemerkungen und Wutabbau auf beiden Seiten. 
Am Ende sagt mein Freund, nun bin ich wieder ganz ruhig und ich glaube es.
Ein Glück am Abend ist Fußballgucken dran und dass läuft ja völlig Emotionslos.
Konsti

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