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Glücklich machendes 1 und 2 – Lange Fahrtwege für Väter

Es gibt Tage, da sind die Wege schwer und die Ziele unerfreulich.
Manches Mal gelingt es mir dann doch den Weg schön zu machen.
Wenn ich, wie heute, ohne Kinder bin, kommt es des öfteren wieder vor, dass ich lese.
Dann kann die Bahnfahrt nicht lang genug sein. Das war gut. Denn mein Ziel war das Krankenhaus, in dem K1 nebst Frau ausharren und dem Fieber beim Sinken zusehen und die Langeweile wiederum auch mit Lesen  und Vorlesen bekämpfen.
– Das Buch was ich lese taugt zu einer Rezension, es ist Joachim Fest: Ich nicht. Darin erzählt der bekannte Historiker und Publizist von seinem Vater und dem katholischen Berlin der 1920er bis 40er.-
Aber auch meine Halbe-Stunde-Lesen-Bahnfahrt war irgendwann vorüber und die Endstation da.

Nun kam wieder das Unbehagen aber diesmal auch der Zufall entgegen. Ein Rüpel übersah mit seinem Fahrrad fast eine Dame. Sie begleitete ein rüstiger alter Herr. Ein Professor, dem ich viel verdanke. Ich sprach ihn nicht an aber freute mich daran in wohlauf und trotzdem gut gelaunt zu sehen. Ein richtiger Motivator auf meinem Weg in die Klinik. Gesteigert durch K1, das sich riesig freute, so hatten wir eine schöne Zeit zu dritt. Fast wie daheim nur mit kahler Wand, Krankenschwester und Dings im Handrücken.
Und dann als ich mir etwas zum Mittagessen holte und kurz Gefahr Tristesse zu verspüren lief, spazierte doch glatt Max Moor (ehem. Dieter) an mir vorüber und ich war vollends beseelt.
Was manchmal passiert, wenn man bekannte oder einem beliebte Menschen im Alltag wahrnimmt, die man dort oder so nicht erwartet hätte.
Menschliche Glücksbringer kann es eben nie genug geben!
Helios Klinikum Buch, Kinderstation krankenhaus, Mamablog
Krankenhausbett

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