„Bei uns in Skandinavien ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man Beruf und Familie unter einen Hut bringt. Es gibt KITA-Plätze für alle Kinder.“

Wow, was für eine Frau.
Ich habe vor einiger Zeit Johanna Gruber von Jättefint um ein Interview gebeten, denn beim durchstöbern des Shops und beim Belesen über den tollen Online-Shop habe ich festgestellt, dass Johanna eine totale Powerfrau ist.

 

Elternblog, Vereinbarkeit
Johanna von Jättefint

Bitte erzähle mir etwas über dich (deinen Werdegang) und wie du nach Deutschland gekommen bist.
 
Ich bin 44 Jahre alt, komme aus Finnland, habe aber Schwedisch als Muttersprache. In Finnland gibt es zwei offizielle Sprachen (Finnisch und Schwedisch), und ich gehöre zu der Minderheit, die man in Finnland als „Finnlandschweden“ bezeichnet. Ich spreche aber auch fließend Finnisch, da meine Oma mit mir immer Finnisch gesprochen hat. Ich komme aus einer Familie, die sich immer sehr für Sprachen
interessiert hat. Meine Eltern sind Lehrer, und es war eigentlich keine Überraschung, dass ich letztendlich auch Sprachen studiert habe und Französisch- und Finnisch-Lehrerin geworden bin.

„Eigentlich habe ich ein Lehramtsstudium abgeschlossen“

Außerdem habe ich während meines Studiums zwei Jahre in Paris gelebt, wo ich mein zweites großes Interesse ausleben konnte: Ich habe Modedesign an der internationalen Schule ESMOD studiert. Und danach noch ein Jahr Französisch an der Universität Sorbonne. Danach bin ich nach Finnland zurückkehrt und habe mein Lehramtstudium abgeschlossen. Ich habe ein Jahr in Finnland
gearbeitet und bin dann nach Deutschland gezogen. Das ist jetzt 20 Jahre her!

„Nach Deutschland hat es mich wegen der Liebe verschlagen“

Nach Deutschland hat es mich wegen der Liebe verschlagen! Mein Mann ist Deutscher und kommt aus Stuttgart. Aber da wir beide in Köln Arbeit fanden, sind wir in die Metropole am Rhein gezogen. In Köln habe ich erst in der skandinavischen Abteilung eines internationalen Verlags (Könemann Verlag) gearbeitet, und zwar als Lektorin. Als der Verlag dann leider Insolvenz anmelden musste, habe ich noch im selben Jahr mein eigenes Übersetzungsbüro gegründet und sieben Jahre verschiedenste Übersetzungsprojekte koordiniert. In dieser Zeit wurde auch meine Tochter Siri geboren. Die Arbeit als selbstständige Lektorin hat mir lange Zeit viel Spaß gemacht, doch irgendwann kamen weniger Aufträge und ich musste mir etwas Neues einfallen lassen. Heraus kamen mein Shop und meine Handelsagentur namens JÄTTEFINT!

Bitte erzähle mir etwas über JÄTTEFINT und seine Entstehung.

Als meine Tochter klein war, habe ich in Finnland und Schweden sehr viel bunte Kleidung für sie gekauft. Viele Freunde in Köln haben mich auf die Sachen angesprochen und gefragt, woher ich sie habe. Einige haben mich sogar gebeten, ihnen bunte Kleider und Pippi-Langstrumpf-Puppen und/oder Mumin-Puppen aus meiner Heimat mitzubringen. Das ist jetzt über zehn Jahre her. Deshalb bin ich einige Jahre später auf die Idee gekommen, einen Laden für skandinavische Kinderkleidung in Köln zu eröffnen. Ich habe ein Jahr lang an einem Existenzgründer-Kurs teilgenommen, und im Jahr 2010 konnte ich meinen eigenen Laden „JÄTTEFINT endlich eröffnen.

Jättefint ist schwedisch und bedeutet „superschön“

(„jättefint“ ist Schwedisch und bedeutet „superschön“). Das Konzept war klar: fröhlich-bunte, aber qualitativ hochwertige Kinderkleidung sowie Spielzeug und tolles Design aus Skandinavien nach
Deutschland zu bringen. Dieses Konzept ist sehr gut angekommen, und ein Jahr nach der Shop-Eröffnung konnte ich auch den dazugehörigen Online-Shop einweihen, um noch mehr Kunden in ganz Deutschland erreichen zu können. Durch den Laden und meinen Online-Shop bin ich dann noch in ein
weiteres Aufgabengebiet hineingerutscht: Ich wurde Handelsvertreterin für die
schwedischen Marken Maxomorra und Lipfish in Deutschland und habe deshalb meine
„JÄTTEFINT Agentur“ gegründet.

Mamablog, Papablog, Elternblog
K1 hat für K3 dieses Lipfish Kleid bei Jättefint ausgesucht.

Als Agentur stellen wir unsere Marken auf wichtigen Kindermodemessen in ganz Deutschland aus und treffen dort die viele Inhaber und Vertreter von Kindermodeläden. Mittlerweile sind auch vier weitere bunte Labels dazugekommen: Lily-Balou, Blade & Rose, Blafre und Färg & Form.

„Die unterschiedlichen Facetten meiner Arbeit machen mir sehr viel Spaß.“

Im Oktober 2015 konnte ich das fünfjährige Bestehen meines Ladens feiern. Die unterschiedlichen Facetten meiner Arbeit (Laden/Online-Shop/Agentur) machen mir sehr viel Spaß, und zum Glück habe ich im Laufe der Zeit auch viele nette Mitarbeiter gefunden, die etwas mit Skandinavien zu tun haben und mich in allen Bereichen tatkräftig unterstützen. Durch meine Arbeit lerne ich ständig viele nette Leute kennen. Zwei ehemalige Kunden arbeiten jetzt sogar bei mir in der Firma. Jeden Tag gibt es was anderes zu tun, und ich freue mich jeden Tag darauf in meinen Laden zu kommen, wo mir die all die schönen bunten Sachen entgegenleuchten. Für den Herbst steht übrigens noch ein großes Projekt an: Ich werde mit dem Laden in ein größeres Ladenlokal umziehen, nicht weit von der jetzigen Adresse
entfernt. Endlich werden wir mehr Platz haben!
Du hast in Deutschland gegründet, bitte erzähle mir wie und wann.
(Siehe oben)
Du hast selbst Familie und bist voll berufstätig, wie funktioniert das für Euch?

Ich habe meine erste Firma (das Übersetzungsbüro) im dem Jahr gegründet, in dem meine Tochter geboren wurde. Das hat super geklappt. Mein Mann hat mich natürlich viel unterstützt. Wir haben damals auch ein Au-pair-Mädchen aus Finnland gehabt, das uns viel geholfen hat. Meine Tochter kennt mich nur als „arbeitende Mutter“, es war einfach eine Selbstverständlichkeit für uns alle, die nicht hinterfragt wurde. Ich kenne es selber auch nicht anders: Meine Mutter hat auch immer Vollzeit gearbeitet, als ich klein war.

 Was wünscht du dir für eine noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Bei uns in Skandinavien ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man Beruf und Familie unter einen Hut bringt. Es gibt KITA-Plätze für alle Kinder. Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine Frau nicht arbeitet. In Skandinavien ist es auch schon längst eine Selbstverständlichkeit, dass die Papas auch mal mit dem Kind zu Hause bleiben, und die Mamas arbeiten gehen. Wenn es gute und günstige Betreuungsmöglichkeiten gibt und die Väter sich auch mehr einspannen lassen, bleibt genug Zeit für die Frauen, sich beruflich zu verwirklichen und ihren beruflichen Weg zu verfolgen. Meiner Meinung nach sollen Arbeitgeber unbedingt mehr für die Familien tun, diese mehr unterstützen und mehr Verständnis dafür zeigen, dass man trotz Elternschaft das Recht hat, relativ schnell wieder in den Beruf zurückzukehren.

 Kannst du mir sagen, was momentan deine Lieblingsstücke im Shop sind?

Gerade ist mein Lieblingsstück eine Porzellantasse mit Blaubeer-Druck von der neuen kleinen schwedischen Firma FLORYD. Ich liebe es, neue Marken aufzuspüren, und diese Firma habe ich vergangenen Januar auf der größten Design-Messe FORMEX in Stockholm gefunden. Die junge Frau, die hinter der Marke steht, macht das Design selbst und hat ihre eigene kleine Firma gegründet. Aus dieser Tasse trinke ich jeden Morgen meinen Tee!

Ich bekomme bald mein drittes Kind. Woran sollte ich auf jeden Fall denken und was bekomme ich davon bei euch?

Da es jetzt bald wärmer wird, ist es wichtig, das Baby vor starker Sonnenstrahlung im Kinderwagen zu schützen. Wir haben dafür coole bedruckte Sonnensegel von der schwedischen Firma KURTIS, die zu jedem Kinderwagen passen. Die passenden Ringe, mit denen man das Segel aufhängt, gibt es auch dazu. So wird das Kind perfekt vor der Sonne geschützt. Eine ideale Anschaffung für das kommende Baby! Ein weiterer, bei uns beliebter Artikel ist die tolle Wickeltasche der schwedischen Firma LITTLEPHANT. Die Tasche ist nicht nur stylisch und cool, sie ist auch schön geräumig und kann sogar für die Arbeit genutzt werden, da ein Laptop gut hineinpasst.

Maxomorra Kleidung, Jättefint Kleidung
Der Maxomorra Erdbeeranzug wird hier sehr geliebt.

 

Maxomorra vertreibt nur Bekleidung aus Bio-Baumwolle, die fair produziert und GOTS-zertifiziert ist.
Dieses Zertifikat ist das Beste, was man in der Bio-Branche bekommen kann. Da kannst du wirklich sicher sein, dass dein Baby durch die Bekleidung nicht mit Giftstoffen in Berührung kommt und trotzdem bunt und originell gekleidet ist.
Danke für deine Antworten liebe Johanna!
 Gern! Liebe Grüße, Johanna
Ich finde das Johanna mit Jättefint etwas wirklich tolles geschaffen hat und bin froh, dass ich drei Kleinigkeiten an Euch verlosen kann.

Kennt Ihr Jättefint denn schon?

Wenn Ihr eine Kosmetiktasche von Färg&Form, ein Babymützchen von Färg&Form, oder ein Gymbag von Maxomorra, oder das Kofferset von Färg&Form gewinnen wollt, dann hinterlasst uns bis zum 22. Juli 2016 um 20 Uhr einen Kommentar unter diesem Artikel.

Das Färg und Form Kofferset <3

Ihr könnt am Gewinnspiel teilnehmen, wenn Ihr in Deutschland wohnt und mindestens 18 Jahre alt seid. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wenn Ihr den Artikel per Facebook, Twitter, oder Instagram teilt, dann vermerkt das in Eurem Kommentar und sichert Euch so ein Extralos.

Alu
Die Produkte zur Verlosung wurden uns von Jättefint zur Verfügung gestellt. #Kooperation #Werbung