Die Vorschuluntersuchung steht an. Was Eltern wirklich wissen müssen.

Ihre Sicht: Die Schuluntersuchung
Tag X ist gekommen, die Schuluntersuchung ist da. Romantisierend habe ich mit K2 die CD „Conny kommt in die Schule“ bis zum Erbrechen gehört (setzt bei Conny recht früh ein).

K2 kann hüpfen, zählen bis 10 und seinen Anfangsbuchstaben schreiben. Was er nicht kann ist auf den vier Buchstaben sitzen zu bleiben. Immer und immer wieder hüpft er bei Vorschulspielen und dem Vorschulprogramm in der Kita davon, er ist ruhelos tief innen drin.

 

 

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Hurra, er ist ein Vorschulkind.

Die Ärztin ist freundlich und fragt K2 nach seiner Familienkonstellation. Wie üblich antwortet K2 immer darauf „Wir sind zwei Jungs und drei Mädchen zu Hause.“ K2 zeichnet einen bärtigen Mann mit schiefen Zähnen „das ist Papa“, wie immer mit links. „Ihr Kind liebt das kreative Naturgetreue“, sagt die Ärztin und ich fühle mich ein wenig ertappt. Dann sagt sie lustige Sätze die das Kind wiederholen soll. „Der Vater klopft den Teppich aus“  und was macht der Sohn daraus? „Der doofe Vater klopft den schönen Teppich aus.“ Das geht noch Stück für Stück so weiter bis sie sich zu der Aussage „Ihr Sohn ist sehr kreativ“ hinreißen lässt. Ich bin in diesen Momenten immer sehr stolz auf meine Kinder und manchmal muss ich sogar Tränen zurück halten wenn sie solchen Prüfungssituationen ausgesetzt sind, einfach nur weil sie so zauberhaft sind. K2 darf dann auch noch hüpfen und so weiter, aber meine Sorgen sind nicht zerstreut.

Wie wird es diesem Kind gelingen in der Schule einfach mal zuzuhören, vielleicht sogar stillzusitzen wenn das verlangt wird?

Ich berede meine Sorgen mit der Ärztin und sie sagt mir mit fester Stimme „Dieses Kind ist sowas
von schulreif. Es braucht viel Input und wird sich, wenn nicht zu viel Langeweile auftritt, sicherlich zurechtfinden. Alles Weitere werden sie sehen.“ Ja, alles weitere werden wir sehen, denke ich mir und bis dahin hüpft mein großes, kleines Vorschulkind mit uns den Flur entlang und beschert mit grauen Augenbrauen und ein Lächeln.

Alu

Seine Sicht:  Die Schuluntersuchung

Nun ist es das zweite Mal soweit. Heute soll K2 dem Schularzt vorgestellt werden.
Wir sind zwar früh wach, doch als ich 40 Minuten vor dem Termin feststelle, dass der Arzt nicht wie bei K1 noch um die Ecke ist, sondern im 30 Minuten entfernten Nachbarstadtteil, kommt Dynamik in die Familie. Schließlich landen wir an. Ein Knabe, ein Baby und zwei Eltern. Jeder mit seinen Erwartungen und seinen Bedürfnissen.
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Gebäudekomplex Schuluntersuchung Berlin

Das Gebäude sieht amtlich aus. Nach kurzem Aufenthalt im Warteraum holt uns eine nette Ärztin ab. Dieses Mal wirkt es wenig behördlich als bei K1 damals und ich bin froh, denn unser Filius ist bei diesen Dingen durchaus sensibel und zuweilen als Folge negativer Wahrnehmungen auch unkooperativ. Die Frau Doktor entschuldigt sich, doch heute seien viele Arzthelferinnen krank, daher müsse sie nun einige Tests machen. K2 ergänzt Zeichenreihen und zeichnet selber nach. Bei der freien Zeichnung portraitiert er mich. Auch wenn er beim Nachzeichnen offenkundig nicht gleich die Aufgabe verstanden hat, hilft die Ärztin ihm mit fröhlicher Geduld. Er zählt Bälle und vergleicht Mengen, er ist gut dabei. Als er Sätze nachsprechen soll bemerke ich sein Kreativpotential. Er fügt Attribute dazu. Aus: „Papa geht im Laden einkaufen“ wird „Der schöne Papa geht im blöden Laden einkaufen“.Meine Frau schaut in einer Mischform aus wenig amüsiert und unglücklich. Ich bemerke Stolz und dass wir beiden Eltern wohl  oftmals andere Blicke auf das Kind haben. Bei den motorischen Übungen fällt auf das ihm nicht alles leicht fällt. Dafür hält er den Stift gut, quasi mit links. Am Schluss derUntersuchung tauscht meine Frau ihre Sorgen mit der Ärztin aus. Für mich ist jedoch die Aussage, dass er sehr wohl schulfähig sei, das was hängen bleibt. Jetzt fehlen nur noch Seh- und Hörtest sowie Messungen von Gewicht und Größe, alles ist dabei gut. „Sag ich doch“, sage ich zur Frau „Der Junge kann hören ;-).“ 

Konsti

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