Ich wäre gerne meine
Freunde…..um ihre Zeit mit meinen
Kindern zu haben

Freunde sind umso älter wir werden ja so eine Sache. Es entwickelt sich einfach vieles auseinander, oder zumindest anders als erwartet. Da gehen einem schnell einmal Menschen flöten, von denen man drei Jahr zuvor noch dachte sie bleiben für immer.

Das liegt natürlich immer an den anderen (und immer an mir), denn ich und sie wir haben uns verändert. Nichtsdestotrotz sind da noch viele Menschen um einen herum, die das Prädikat Freund verdient haben, es bereits vor vielen Jahren hatten und so mit uns durchs Leben schunkeln.

Unsere Freunde sind wichtige Bezugspersonen für die Kinder.

Leben mit Kindern, Leben ohne Freunde?

Dabei habe ich Kinder und abends kaum Zeit, und wenn dann laufe ich Gefahr in der Kneipe einzupennen, oder nicht mehr entspannen zu können. Mindestens eine Gehirnhälfte bleibt
zu Hause bei den drei Kindern. Ich habe mich und meine Freunde nie gefragt, wie es Ihnen damit geht, mit meiner Situation besonders denen ohne Kinder. Ich werde es wohl auch nie, denn die ernüchternde Realität will keiner aussprechen und auch niemand hören.
Und dann das, unsere erwachsenen berufstätigen Freunde kommen zu unseren Familienfeiern. Sie haben es sogar teilweise eingefordert. Seitdem laden wir den harten Kern dazu zu allen Feiern, wenn
es heißt mit Oma und Opa die Kuchen- und Geschenkeschlacht zu bestehen. Und so hangeln wir uns von Geburtstag zu Geburtstag, oftmals sind auch wir mit den Kindern bei Ihnen dann zu Gast.
Als K2 letzte Woche sechs Jahre alt wurde (er ist noch ein wenig ungeübt darin sein Alter mit den Fingern zu zeigen, denn eine Hand reicht nicht mehr aus), kamen wieder Freunde – mit und ohne eigene Kinder.

Der Geburtstag von K2

Während Alu und ich voll im Gastgebermodus die Versorgung und ein wenig Konversation sicherstellten, sah ich (nach dem der Pate mit seinem Baby und Frau sowie meine älteste Freundin mit Familie ging), wie sich der Mensch – den ich seit der sechsten Klasse oft (natürlich unausgesprochen) bewundere  – neben die längste Schulfreundin meiner Frau setzte und beide mit K1 „The Voice
of Germany“ spielten. Er war Andreas Bourani und sie Yvonne Catterfeld. Nicht nur, dass diese dem Kind Ratschläge zu seine Gesangdarbietungen gaben, war an sich schön aus der Küche zu belauschen, nein es machte mich sogar neidisch!
Zeit mit Freunden und Kindern, wir feiern gemeinsame Partys.

Entspannte Momente mit den Kindern – eher selten.

Während uns Eltern immerhin noch auffällt, wie schwer derzeit entspannte Momente mit unseren Kinder zu bekommen sind, können die beiden alten Freunde ganz unverstellt mit den Kindern spielen. Uns Eltern ist beim spielen oft etwas pragmatisches zu Eigen, wir wollen noch etwas nebenbei erledigen im Haushalt, oder auf dem Handy spielen und selbst wenn ich mich zu allem bereit hinsetze, spielen wir anders als Eltern. Da braucht es die Mitspieler von außen, die sich Zeit nehmen können, die vielleicht noch nicht so elterlich geprägt sind. Mir fällt auf, wie dankbar ich dafür bin und wie kostbar Freundschaften sind, auch wenn man es nicht mehr schafft jede Neuigkeit auszutauschen, oder zu erfragen (wohl auch weil man nicht alles aussprechen und hören muss).
Konsti