In meinem Kopf häuft sich mittlerweile ein Gedanke: Alles Retro.

Wenn ich neue Mode sehe, denke ich: Alles schon da gewesen.
Wenn ich neue Musik höre, denk ich: Alles schon erlebt.
Wenn ich neue Kunst betrachte, denk ich: Gab es schon.
Dabei vergesse ich anscheinend dann doch zwei Dinge.
Erstens:  Ich denke ich hätte schon viel gesehen und zweitens: Über das Erlebte bin ich bereits resigniert.
Denn sicher hatte das, damals, als es noch neu war, irgendwas. Etwas was für mich originär erschien und auch damals schon etwas Abgekupfertes hatte, wäre es mir nicht neu gewesen.
Alles Retro (irgendwie)!
Zum Glück funktioniert es aber auch andersherum: Etwas daran ist stets Neu.
Die Interpretation! Der Blickwinkel! Das Licht! Oder es sind die Menschen mit denen man etwas gemeinsam erlebt und diese Menschen, die wirken nur so vertraut, weil sie schon mal dagewesen sind.
Eigentlich Retro der Gedanke, aber auch beruhigend. Nicht alles Neue muss also neu sein, sondern eher vertraut und irgendwie entdeckt man dann trotzdem das Neue, das Unverwechselbare im Leben.
So ist also alles Retro, aber auch gleichzeitig alles neu. So entwickeln wir uns weiter, lernen, sehen den Kindern immer wieder beim gleichen Ablauf des Spielens und Wachsens zu und am Ende kommt dann die vermeintliche Modifikation und dann:
Alles Neue im Retro Stil?!
Konsti
Alles retro mit Kindern wiederholungen lieben lernen