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Dieses ins Bett bringen…

…wird überbewertet. Wir haben auf unserem Blog seit Jahren ein Artikel, der besonders gut angenommen wird. Dabei geht es um die schwierige Schlafsituation mit unserem letzten Kind. Die Süße schlief als Baby sehr schlecht. Es war so schlimm, dass wir Hilfe in Anspruch nahmen. Diese nützte einiges, jedoch wurde das Kind dadurch nicht zur Superschläferin. Immerhin sorgte dies für eine Basis Gelassenheit im Umgang mit dem Problem. Dessen Folge, übrigens, ebenfalls mangelnder Schlaf für die Eltern war. Bis zum heutigen Tag bleibt es eine Schwachstelle. Mittlerweile ist K3 ein Vorschulkind. Jedoch kommt es nun öfter wieder vor, dass sie in der Kita ruht. Somit ist der Abend lang. Unser Glück ist es, dass sie groß genug ist, um auch wieder allein ins Bett zu finden. Dabei kommt sie öfter bei uns vorbei und fragt Dinge, vergibt Küsse oder zieht (nach theatralischer Ansprache) in unser Ehebett um.

Während wir lange versuchten streng durchzugreifen oder auch phasenweise aufgegeben haben, leben wir nun damit. Meiner Meinung nach ist das die authentischste Vorgehensweise. Natürlich teilen wir unseren auch mal Unmut mit.

Sicherlich werden das manche nicht verstehen. Doch wir sind nun einmal so gestrickt. Wir können nicht tagelang Tränen konsequent ertragen und somit agieren wir vermutlich für Einige zu weich und inkonsequent. Für uns aber eben genau passend.

Freunde von uns machen es diesbezüglich viel klarer und haben sichtbaren Erfolg – wir können das nicht. Meine These neben den überspannten Nerven ist darüber hinaus: Unser K3 ist ein Weltwunder und auch eine Naturgewalt. Gut möglich, dass es an dem Nesthäkchen Status liegt. Aber ehrlich gesagt, mir ist der Grund nicht mehr wichtig. Alu und ich sind darüber hinweg. 

Das Baby ist wach.

Trotzdem haben wir Rituale und halten daran fest. Dies fordern wir auch ein. Zum Beispiel regelmäßig gemeinsam zu Abendessen. Zur Not sitzen die Kinder einfach kurz dabei und holen sich später noch etwas, sollten sie keinen Hunger haben. Eine andere Situation ist das ins Bett bringen geblieben. Selten ist dies sofort erfolgreich.

Nichtsdestotrotz ist es den Kindern bewusst, dass es den Abschluss ihres Tages bedeutet. Zwar lassen sie sich dann oft noch einmal blicken, aber sie wissen, viel können sie nun nicht mehr erwarten. Das war früher anders und hat uns noch mehr gestresst. 

Heute kommen sie zu uns herunter und wollen etwas. Dann sage ich: Du bist ins Bett gebracht, jetzt ist Erwachsenenzeit. D.h. jeder Hunger oder andere Wünsche werden selten bedient. “Du hast Durst, hol dir einen Becher und geh zum Wasserhahn.” “Dir gefällt unser Film nicht, du hast es nicht zu entscheiden.”

Mittlerweile ziehen die beiden Jüngsten dann wieder ab. Oftmals gibt es noch ein Küsschen oder ich bringe sie hoch und decke sie zu, mehr nicht. Sicher jeder macht es anders. Das ist unser Weg und wir kommen damit gut klar. Es gibt Rituale doch immer wieder höre ich mich sagen, wenn jemand erneut vor uns steht:

Dieses ins Bett bringen…das wird überbewertet!

Euer Konsti

Wenn das Kind nicht schlafen kann

 

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3 Comments

  • Melanie
    21. Dezember 2021 at 10:13

    Huhu.
    Das ist bei uns aktuell sehr ähnlich. Unser Nesthäkchen (6) hat uns zum Familienbett gebracht, mit kurzen Pausen, schläft er (Vorschulkind) immer bei uns, ab Bettzeitstart. Der mittlere Bruder (noch 7) mag auch nicht alleine im Kinderzimmer schlafen und legt sich dazu. Dabei waren er und der Große (9) mit einem guten Jahr / anderthalb Jahren ohne Probleme in ihre Betten ins Kinderzimmer gezogen. Aber auch wir können, wollen und werden die Kinder nicht verzweifelt weinen lassen.
    Das einzig ungünstige für uns ist daran, dass unsere Schlafecke im Wohnzimmer ist, da wir in einer 3,5 Zimmer Wohnung leben. Aber irgendwas ist ja immer 😉
    LG, Melanie

  • Häcki-Wietlisbach
    21. Dezember 2021 at 12:59

    Eine Nacht-Nanny von Anfang an. Ja, dies war (ist) nicht realisierbar aus privaten und ökonomischen Gründen. Nichtsdestotrotz wünschbar im Elternuniversum.

  • Flo
    22. Dezember 2021 at 09:33

    “Dieses ins Bett bringen…das wird überbewertet!” <- Ein sehr wahrer Satz.

    Ich glaube das Schlafverhalten der Kinder pendelt sich eher entspannt ein, wenn man es ohne Druck oder gar die vielgerühmte "Konsequenz" angeht.

    Ich bin der Überzeugung, dass der Körper sich letztendlich den Schlaf holt, den er braucht. Glücklicherweise habe ich einen Skill, um den mich meine Frau beneidet: Ich kann innerhalb von Sekunden wieder einschlafen, wenn ich mal geweckt werde. Daher konnte man mich einfach mit einer Matratze in das Zimmer der Kinder packen. Alleine meine schnarchende Anwesenheit reichte den Kindern dann um zu wissen, dass alles in Ordnung ist, so dass nächtliches Aufstehen der Kinder alleine schon dadurch reduziert wurde.

    Inzwischen ist es ohnehin extrem selten, dass eines der Kinder in der Nacht noch mal was will. Das Problem ist jetzt eher, sie morgens zu Schule und Kita aus dem Bett zu kriegen.^^

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