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Der neue Alltag #Coronaeltern

Nun gut 12 Wochen nach dem Shutdown für unsere Familie ist bereits einiges wieder in Bewegung gekommen. Diese Tage sind aber ebenfalls Zwischenzeiten. Natürlich ist es wunderbar, dass wir auf dem Weg zur neuen Normalität sind. Auch geht es uns im Gesamtblick gut. Dennoch, die derzeitige Lage macht das Leben lange nicht so routiniert wie die ganz entschleunigte Routine im Alltag vor Covid. Bis auf K3 sind die großen Kinder derzeit gerade in der Schule. Bei K2 sogar bis zum regulären Ferienbeginn, aber K1 nur diese Woche. Doch in beiden Schulen herrscht Notbetrieb. Die Dreijährige ist die ganze Zeit um uns, soll heißen zu Hause. Hingegen arbeitet Alu mittlerweile wieder deutlich mehr fürs Vereinswesen und auch bei mir fährt es an. Tägliches Büro ist in dieser Konstellation schwer möglich. 

Gartenfee

Da Zahlen es ja veranschaulichen, mache ich es einmal an durchschnittlichen Zeitfenstern fest. Damit kann ich aufzeigen, wie die volkswirtschaftlichen Erträge der #CoronaEltern, die einfach der Gesellschaft als Bonus geschenkt werden, sich so zusammensetzen. Unsere Kinder sind derzeit so 20% ihrer normalen Zeit beschult und somit betreut. Wir Eltern arbeiten momentan im Durchschnitt 80% der Zeit vor dem Shutdown (zwar ergeben beide Zahlen 100 in Summe, doch dies ist wirklich nur ein flacher Gag meinerseits).

Daraus ergibt sich derzeit eine deutliche Überlastung der Eltern.

Die dann noch steigt wenn die Kurzbeschulungen aufhören sollten, z.B. in den Ferien. Waren in den ersten Wochen die Kinder 0% betreut, hatten wir zusammen maximal 50% Arbeitsleistung zu erbringen, also weniger Stress alles unter einen Hut zu bekommen und sich dabei noch an die Corona-Verordnungen zu halten. Um das klar zu machen: unsere Arbeits- bzw Auftraggeber sind sehr tolerant und flexibel. Doch auch 12 Wochen nach dem Beginn gibt es für Familien keine Lösung, die spürbar hilft.

CoronaEltern

Wenn es um die Belastung von Eltern (und Kindern) geht. Eine traurige Bilanz, auch obwohl alles ein neues Szenario darstellt. Zumindest die Fragen bleiben:

Wie danken wir es den Familien?

Wie denken wir an die Kinder?

Was brauchen wir?

Kaufprämien für neue Familienauto, so die Familien noch Geld übrig haben, werden es ja nun nicht (ich finde zum Glück). 

Nach wie vor müssen hier die Staatsorgane als Bündelung des demokratisch legitimierten Volkswillens eine Möglichkeit schaffen. Mehr Familie möglich machen. Damit können gleich andere Ideal-Ziele des Corona-Wandels mit eingelöst werden. Beispielsweise: Weniger Kapitalismus und mehr Ökologie: kurzum weniger Leistungsgesellschaft mit immer neuen Bestmarken, denen dann Eltern selten genügen können, wenn sie ihre Pflichten und Verantwortungen ernst nehmen und da richte ich mich explizit an alle Familienmitglieder.

Da ist also viel zu tun, für uns alle.

Mummymag haben eine Petition ins Leben gerufen, sie ist ein Baustein in derzeitigen Diskussionen.

Konsti

Eltern in der Krise_CoronaEltern

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