Und mal eben so viel mehr zu tun..Verantwortung in der Partnerschaft
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Und mal eben so viel mehr zu tun…Verantwortung in der Partnerschaft

Sonnabend, kurz vor 8. Es war ein gut durchgeplanter Tag und ich rufe nun die Hotline des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes an. Meine Frau ist krank. So krank, dass nichts mehr geht und ich habe einen dieser Diensttermine wo es keinen doppelten Boden gibt.

NachtlichtImKrankenzimmer

Glücklicherweise hatten wir eh die Großeltern zur Tagesbetreuung gebeten, denn Alu wollte auf die blogst. Der Arzt kommt zeitnah und es gibt schnell Antibiotikum. Eine ordentliche Angina hat Einzug gehalten und Anne ist gleich in ein Kinderzimmer gezogen.

Der Samstag liegt hinter uns und nun bin ich derzeit allein verantwortlich mit drei! Meine stille Hoffnung, dass es schnell besser wird erfüllt sich nicht. Auf Arbeit ist der Teufel los überall scheint es zu brennen. Doch nun bin ich zu Hause und ich werde hier gebraucht. Tee kochen für die Frau, Kinder fertig machen für die Schule, und das kleine Kind bespielen und seine erkältungsbedingten Grimmigkeiten ausgleichen. Die Kinder kommen wieder und wir versuchen durch den Tag zu kommen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein aktiver Vater bin und nichts von Rollenbildern halte.

versuchteOrdnung

Ich koche, putze und spiele mit den Kindern.

Gerne kümmere ich mich um die Kinder, spiele, putze und koche. Doch meist sind wir zu zweit oder bei geplanten Ausfällen gut vorbereitet und dieses Mal hat es uns trotz Erkältungssaison die regelmäßig kommt wie Ostern, Geburtstage, Weihnachten, Sylvester und der Sommer.

Irgendwann am dritten Abend sitze ich am Krankenbett meiner Liebsten. Nach einigen Fruststreitigkeiten* gebe ich zu, dass es viel ist (mehr als der Druck regelmäßig etwas für die Arbeit zu schaffen oder einen Text zu produzieren). Wir wissen beide: bange machen gilt nicht und es wäre nie eine Option.

SpielteppichK3

Früher war das irgendwie einfacher.

Es muss diese Fälle bereits früher gegeben haben, aber jedes Mal wenn man es erneut durchlebt wirkt es intensiver. Tage voller Gedanken und meine Liebste mit einer Fremden im Bett und ich bin nur am rumwirbeln. Und dann kommt die nüchterne Erkenntnis.

Das ganze spielt sich ein, irgendwie bekomme ich die Oberhand und es wird mir egal was andere denken könnten, wenn ich zwei Tage wegen der Pflege des kranken Kindes und auch der kranken Frau nicht arbeiten kann. Ich bin Vater von drei ziemlich gesunden Kindern und dankbar und nun bin ich eben einmal zu Hause. Die Welt dreht sich heute weiter, ohne mich, und wenn sie das tut, dann bin ich doch am liebsten bei der Familie – so einfach. Alles andere muss ich finden. Nun hoffe ich einfach auf  Gesundung und Normalität in absehbarer Zeit!

* Nach dem Motto: wer was wann besser macht als der andere und dass ich der bessere Krankenpfleger bin usw. usf.

Konsti

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3 Comments

  • Hanna Konik
    16. November 2017 at 13:48

    ….ähnliche Szenarien spielen sich aktuell bei uns ab….

    Weiterhin Gute Besserung und eine extra Ladung Nerven in die Big City

    H

  • Die Freitagslieblinge am 17.November 2017 - Krankenstille
    17. November 2017 at 19:23

    […] im Bett, bin zu schwach zum lesen und schlafe viel. Die großen Kinder sind in ihren Einrichtungen, die Kleine ist selbst krank und wird vom Papa gepflegt. Ab 15 Uhr ist jedoch die Ruhe vorbei, ich bekomme eigentlich jeden Tag was durch K2 geboten, […]

  • SilkeAusL
    17. November 2017 at 20:00

    Lieber Konsti,

    „Ich bin Vater von drei ziemlich gesunden Kindern und dankbar und nun bin ich eben einmal zu Hause. Die Welt dreht sich heute weiter, ohne mich, und wenn sie das tut, dann bin ich doch am liebsten bei der Familie – so einfach.“

    Eine sehr gesunde Einstellung. Sollten ALLE haben. Aber leider ist es oft noch so: erst die Arbeit, dann das Privatleben.

    Ich krank zu Hause? Sorry, kann ich zusehen, wie ich klar komme. Arbeit geht vor(oder ist vorgeschoben…). Aber das es mich komplett umgehauen hat, sodass ich „bettlägerig“ war, hatte ich gsd lange nicht mehr. 2015 im November war ich im Krankenhaus, das war das Einzige, was wirklich als „krank“zählte.

    Alles Gute Euch allen und gute Besserung!

    LG Silke

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