Eltern versus Paar; Der Alien versus Predator Kampf? #Vereinbarkeit - Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Elternleben Wochenkind

Eltern versus Paar; Der Alien versus Predator Kampf? #Vereinbarkeit

Eltern sein – Paar bleiben?!

Eigentlich ist zu diesem Thema in allen gängigen
Elternzeitschriften und auf vielen Blogs schon alles gesagt worden. „Nehmt euch
Zeit“, „Macht auch mal was ohne die Kinder“, „Schafft euch Freiräume“, „Redet
über eure Hobbys“ blablabla.  

Ich kann diese Artikel nicht mehr lesen! 

Für mich klingt das
immer so, als ob Eltern keine normalen Menschen mehr wären. Als ob sich der
gesamte Zustand transformiert hat. Weg mit der Paarmaske und her mit der
Elternmaske! 
Eine Maske die anscheinend immer unbequem sitzt?


Ich will und kann euch da nicht anlügen:

Fakt ist: Ihr seid Eltern und das bedeutet eben auch, dass
ihr EURE eigenen Bedürfnisse für die nächsten Jahre nach hinten stellen
werdet! Ihr werdet nie mehr allein sein! Ihr werdet weniger Zeit haben für euch,
eure Freunde, euren Körper! Ihr werdet anders aussehen nach den Kindern! Ihr
werdet Schmerzen erfahren und Ängste durchleben, die ihr niemals
erwartet hättet! Ihr werdet nie wieder richtig schlafen können! 


Aber: Dafür
habt ihr eben Kinder, reißt euch zusammen!

Eltern sein versus Paar
bleiben, ist doch kein Alien versus Predator Kampf!

Elternpaar von K1
Ein Paar, bleibt doch nie das gleiche Paar wie am Anfang!  Man entwickelt sich doch immer als Paar
weiter. Von verknallt zu verliebt, von fremd zu nah, von neu zu vertraut. Wer
will denn wirklich diesen kompletten Zustand vom Anfang beibehalten? Hormongesteuert
und vom Haaransatz bis zum kleinen Zeh total verknallt? Immer auf der Gefühlsachterbahn
hoch und runter, immer am Limit!

Achtsamkeit sollte immer eine Rolle spielen. Egal ob Eltern, oder nicht.

Eltern werden, Paar bleiben: Das schließt sich für mich
nicht aus. Vielleicht wäre ich ja kein
Paar geblieben, ohne Eltern zu sein? Wer kann das sagen? Wer stellt mir diese
Fragen?
Ich möchte eigentlich keine Ratschläge mehr lesen, in denen
es immer nur klingt als wären Kinder irgendwie bedrohlich für
die Paarbeziehung. Es heißt doch Elternpaar, oder nicht?
Ich will lieber lesen, wie man sich als Paar zusammen
entwickelt hat, ob als Elternpaar, oder als kinderloses Paar, als Erziehungspa(a)rtner, als Geschäftspa(a)rtner, oder als
Freundespa(a)r. Die Geschichten die dann entstehen, das sind die Geschichten die
mich fesseln und im Übrigen auch die Geschichten vieler großer Autoren. 
Der
Satz: „Alle wollen wissen, wie es nach dem Happy End weitergeht“, ist meistens
der Beginn von wirklich richtig guten Büchern. Lest nach bei: Hustvedt, Allende,
Brett, Auster, Zeh,  usw.
Von mir werdet Ihr jedenfalls keine Tipps bekommen, wie ihr
Eltern werdet und Paar bleibt. Ihr seid ein Elternpaar, egal wie die Nummer
ausgeht. Ihr werdet immer verbunden sein. 

Wir können uns aber gern darüber unterhalten, wie ihr euch selbst nicht vergesst. 

Wie ihr den Blick für euch offen haltet. Dafür bin ich immer zu haben! Schreibt mir eine Mail.

Tipps, wie man wirklich seine
Beziehung am Laufen hält, könnt ihr aber hier bei meine geschätzten Kolleginnen nachlesen. Sie reden über die wichtigen Dinge, viel besser als doofe Ratgeber: Berlinmittemom, LittleYears.
Alu
Ein Beitrag zur Blogparade von Top-Elternblogs.

You Might Also Like...

4 Comments

  • Mama notes Blog
    26. November 2014 at 11:34

    Ha! Supertext! Finde ich auch! Es geht um Achtsamkeit, um Liebe, auch um Liebe zu sich selbst. Theoretisch ist damit alles gesagt, dann kommt niemand zu kurz. Aber bei jungen Eltern kommt das Zeit-zu-Zweit-verbingen nunmal zu kurz. Es sollte nicht wirklich so überraschen. Aber trotzdem ist ein Tag allein zu zweit ganz schön. Hin und wieder 🙂

  • Suse / Ichlebejetzt
    1. Dezember 2014 at 20:55

    "Dafür habt ihr eben Kinder, reißt euch zusammen!"
    Jawoll! machen wir!
    Es sind alles nur Phasen. Und ich kann auch prima einen Abend auf dem Sofa mit dem Weltbesten genießen. KOmmt ja immer darauf an, was man aus dem bißchen Zeit, was so bleibt macht 😉
    Liebe Grüße
    Suse

  • Anne
    16. Dezember 2014 at 11:28

    Sehr richtig. Ähnliche Überlegungen habe ich auch angestellt: Wo wäre ich jetzt ohne meine Kinder? -Wahrscheinlich längst nicht mehr mit ihrem Vater zusammen. Irgendwann ebbt die Liebe an – und dann? -Trennung? Das verliebte Paar von ehedem wären wir ohnehin nicht geblieben. So aber hatten wir die Chance, uns zusammen weiterzuentwickeln, weil unsere Kinder auf die Welt kamen.
    Vielen lieben Dank für deine Teilnahme an meiner Blogparade und – äh – graue Grüße aus Berlin,
    Anne!!!

  • nochnemuddi
    26. November 2015 at 10:29

    Ja, diese Tipps nerven manchmal. Ich denke immer, dass eine Beziehung auch Phasen durchläuft. Es kann nicht immer top sein. Ich bin aber auch nicht der Typ, der in der Talsohle direkt abspringt. Es wird oft suggeriert, dass es immer super laufen muss. Das muss und das wird es nicht. Manchmal muss man kämpfen und manchmal auch wissen, wann es sich nicht mehr lohnt. Als Paar mit Kind ist es doch auch so. Die Umstände verändern sich und man braucht Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Hat man mit seinem Partner vor dem Kind schon viel unternommen, dann wird man auch mit Kind irgendwann wieder die Zeit finden. War man vorher schon eher ne Couchpotato, dann mutiert man wohl nicht zum Power-Party-Couple. Es kann manchmal nichts schöneres geben als morgens mit Mann und Kind im Bett zu liegen und sich im Arm zu halten. Das ist auch Paarzeit. Denn das Kind gehört zum Paar ja jetzt dazu. Es gibt da für mich keine Trennung. Wir sind dann ja keine anderen Menschen, wenn wir zu zweit nen Gin Tonic trinken gehen.

Leave a Reply