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Die Liebe der Enkelkinder zu ihren Großeltern – Was Enkelkinder brauchen

Die Liebe der Enkelkinder zu ihren Großeltern

Ihr habt es sicher schon bemerkt: Unsere Kinder fahren recht
häufig allein weg. Natürlich setzen wir sie nicht in den Zug mit einer
Fahrtkarte und einem angekreuzten Ziel, oder sowas. Nein, sie fahren sehr gern
zu ihren Großeltern und verbringen dort ihre Wochenenden, oder Ferienzeiten.
Das tun die Beiden schon eine ganze Weile. Genauer gesagt seit nunmehr sieben
Jahren. 

Opa und Enkel
Wer rechnen kann erkennt schnell, dass zumindest die Große seit ihrem
ersten Lebensjahr somit allein Urlaub mit den Großeltern macht. Sicher, am
Anfang waren es immer nur ein, oder zwei Nächte, aber sie genoss es sehr und
fühlte sich dort immer sehr geborgen. Seitdem sie ca. zweieinhalb ist, fährt
sie auch längere Zeit mit ihnen weg. Mal fünf Tage aufs Dorf, oder ein langes
Wochenende zu ihnen. Der kleine Bruder startete ebenfalls mit knapp einem Jahr.
Wo seine Schwester war wollte er auch sein, ganz einfach! 

Merkwürdigerweise vermitteln mir manche Eltern das Gefühl, dass
es irgendwie unüblich sei, dass 
Großeltern und Enkelkinder gern zusammen Zeit verbringen und das es
schlecht sei die Kinder fremd übernachten zu lassen.

Ich wurde sogar schon mehrmals offen gefragt: 


Warum wollt ihr
die Kinder nicht bei Euch haben? Warum gebt ihr sie ab?

Ich muss sagen, ich verstehe die Fragen nicht.  Unsere Kinder lieben ihre Großeltern. Für sie
ist ein Besuch fernab vom Alltag der elterlichen Aufsicht ein Traum. Bei den
Großelternpaaren geht es nur nach ihnen. Es wird sich angepasst und komplett
entschleunigt, mit Zeit und Zuneigung wird auf ihre Wünsche eingegangen.

Könnte ich
ihnen das mit meinen 30 Tagen Urlaub bieten? Wäre die Hortbetreuung und die Notfall
Kita die bessere Wahl? Warum sollte ich ihnen das verwehren? 

Wir haben unter den Kindern häufig Streit wenn nur eines
der Kinder zu einem der Großeltern fahren darf und haben im letzten Sommer
sogar Eines zu den einen Großeltern und das Andere zu den anderen Großeltern
gebracht. Warum sollte ich mich mit damit schlecht fühlen, wenn sich unsere
Kinder woanders so wohl fühlen? Wenn sie andere tolle Dinge ohne mich erleben
können? Wenn sie anrufen und fragen ob sie länger bleiben können? Wenn Sie sich eigene Erinnerungen mit den Menschen schaffen die uns aufgezogen haben?

Leider haben unsere Kinder nur wenige enge Freunde bei denen sie ansonsten übernachten können.
Gerade in der Kita von K2 ist das eher nicht üblich, obwohl er sehr gern viel
mehr bei Freunden wäre. Wenn man ihn fragt wer seine besten Freunde sind, kommt
Opa an erster Stelle, dann erst kommen seine Kitafreunde.

Sicher, ich mache mir
auch Sorgen, dass die Kinder bei den Oma und Opas zu viel Süßes essen und viel
mehr Fernsehen dürfen als daheim, aber unsere Kinder sind clever und wir
vertrauen ihnen. 


Unsere Regeln sind nicht die der Großeltern und umgekehrt. 

Wenn
ich die Kinder wieder abhole, dann bekomme ich meist strahlende, glückliche und
wohlgenährte Kinder zurück. Begeistert berichten sie mir von Ausflügen und
Begegnungen. Sie bringen sich Energie für den drögen Alltag mit zwei stetig arbeitenden
Eltern, anstrengenden Schulwochen und dem Kitaalltag mit. Noch sind alle Parteien rüstig und beweglich genug für diese Reisen, wer weiß wie lange unseren Kindern dieses Glück noch bleiben wird. Ich fühle mich also
nicht schlecht wenn unsere Kinder auf Reisen sind, ich bin stolz auf sie und
dankbar für ihre großen Herzen.
Sicher, ich vermisse sie und das fühlt sich schrecklich an.
Aber ich vermisse sie auch, wenn ich auf Reisen bin und sie daheim sind, oder in den Mittagspausen im Büro. So what?
Und: Wenn Eure Kinder nicht woanders
übernachten wollen, dann würde ich Euch auch nie die Frage stellen: 

Warum wollt Ihr sie immer nur für Euch haben? Ist das nicht sehr egoistisch?
sondern Euren Weg von Elternschaft ganz einfach respektieren.
Alu

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11 Comments

  • Isa
    2. Februar 2016 at 07:10

    Hey Alu, das ist doch eine super Einstellung: wenn die Kinder gerne woanders übernachten, dann stellt sich die Frage doch gar nicht. Wir haben unser Große auch schon mit 1 Jahr 3 Tage bei den Großeltern schlafen lassen und sind nach Paris. Danach hat sie immer mal 1 Nacht dort geschlafen. Sie hat das immer gerne gemacht. Und mit Kind Nr. 2 haben wir das beibehalten. Sie waren im Sommer 6 Tage bei Oma und Opa – 600 km entfernt. Dort werden sie verwöhnt und bekommen die volle Aufmerksamkeit. Und es ist eine Auszeit, ein gemeinsamer Urlaub, für beide. Wenn die Kids das toll finden, warum also nicht?Liebe GrüßeIsa

  • Ichlebejetzt.com
    2. Februar 2016 at 10:08

    Ich hätte soo gerne Großeltern, zu denen die Kinder regelmäßig könnten. Aber leider sind sie zu weit von uns weg.Ihr macht das ganz prima so. Solche Fragereien haben leider oft nur einen Grund: Neid.Liebe GrüßeSuse

  • Astrid
    2. Februar 2016 at 10:34

    Danke für diesen tollen Beitrag. Ich hatte auch immer diese Fragen im Hinterkopf und wir haben lange gewartet bevor der Große das erste Mal bei Oma schlafen durfte. ich hatte da einfach Hemmungen und wollte nicht dass er sich abgeschoben fühlt. Nach der ersten Nacht wollte er allerdings gar nicht mehr nach Hause und fragte wann er wieder bei Oma übernachten kann. Sie hat eine Badewanne, tolle Kinderbücher und jede Menge Zeit. Perfekt also! Der Kleine darf sicher auch bald mal mit zu Oma.

  • Lotte
    2. Februar 2016 at 18:59

    Zum Glück hat mich noch nie jemand schräg angeguckt, weil wir unsere Tochter regelmäßig zu den beiden Großeltern geben… unsere Tochter war von Geburt an gerade beiden Omas sehr nahe und hat mit etwas mehr als einem Jahr das erste Mal bei der Oma geschlafen (wir legen 1-2 unserer Nachtschichten im Monat bewusst zusammen um so mehr Zeit als Familie haben zu können) und mit 1 1/2 Jahren einige Tage bei meinen Eltern (3 Stunden Zugfahrt) verbracht. Ich bin über meine Kindheit sehr glücklich und freue mich, dass ihr so vielleicht auch ein Stück der Kindheit, so wie ich sie erlebt habe, mitgegeben wird.

  • Beate Platl
    2. Februar 2016 at 19:21

    Unser Sohn wurde eh schon von Anfang an öfter von den Großeltern betreut – erst stundenweise (da ich regelmäßig zu meinen Untersuchungen muss und ich es nicht gut fand, ihn da immer "mitzuschleppen") und später (1 Jahr alt) auch mal über Nacht, weil wir zu einem Konzert wollten.Das ist kein Thema, da er seine Großeltern liebt – und sie ihn natürlich auch 🙂 Ihr macht das prima! Jeder sollte es sowieso so machen, wie es ins Lebenskonzept passt und für die Familie gut ist – nix anderes. 🙂

  • Anonym
    2. Februar 2016 at 22:02

    Gibt es wirklich Leute, die so einen Quatsch fragen?? So etwas erstaunt mich immer wieder. Etwas mehr leben und leben lassen würde unserer Zeit mal ganz gut tun. Es ist doch ganz normal, dass Großeltern und Enkel Zeit miteinander verbringen! Wir haben die Großeltern leider weit entfernt bzw. teilweise auch schon zu betagt, um so etwas zu machen. Aber mein Kleiner hat mit ca. 1,5 Jahren sich einfach selbst darum gekümmert und die rüstigen Rentner Nachbarn als Ersatzgrosseltern adoptiert. Was soll ich sagen: große Liebe auf beiden Seiten und ein riesiges Win-Win. Die Nachbarn haben wieder Leben in der Bude und ich kann die Zeit in der er dort ist für einkaufen, staubsaugen oder Fernsehen nutzen. Ein Traum! Und ein Hoch auf alle Großeltern, die sich Zeit für ihre Enkel nehmen (selbst wenn's nicht die eigenen sind)!

  • Kiwimama
    3. Februar 2016 at 17:29

    Echt seltsam, was man sich manchmal als Eltern so anhören muss. Ich bin immer wahnsinnig froh, wenn unsere Tochter Zeit mit ihrer Oma verbringt, weil ich sehe, wie sehr die beiden das genießen. Sie ist gerade 7 Monate alt und freut sich wie eine Schneekönigin, wenn sie ihre Oma sieht. Übernachten wird sie dort auch wohl, wenn sie noch älter ist (momentan ist das mit dem Einschlafen so eine Sache). Meine jüngste Nichte (9 Jahre alt) äußert auch immer wieder bei ihrer Oma zu übernachten (obwohl diese nur ein paar Straßen weiter weg wohnt) und hat das auch schon sehr früh getan. Warum sollte man ihr das verwehren? Drittes Beispiel: Mein Mann erzählt mir heute noch von den supertollen Sommerferien, die er oft größtenteils bei seinen Großeltern im Harz verbrachte, Omas Kuchen aß und mit Opa Flitzebogen im Wald baute. Daran erinnert er sich immer wieder und hat – trotz Entfernung – eine sehr enge Beziehung zu seinen Großeltern aufgebaut. Natürlich ist es etwas anderes, wenn die Kinder nicht so den Draht zu den Großeltern haben und dort gar nicht übernachten möchten. Aber wenn das so wunderbar funktioniert wie bei euch, warum sollte man den Kindern dann etwas wegnehmen, was sie so genießen?

  • Janka Schubert
    3. Februar 2016 at 21:01

    Werdet ihr wirklich dafür "verurteilt", dass ihr eure Kinder an die Großeltern "abgebt"? Ich habe eher die gegenteilige Erfahrung gemacht – mir kommt es so vor, als würde man mich komisch anschauen, weil ich meine Tochter sehr selten "abgebe"…Ich hatte mir vorgenommen, meine Tochter erst dann bei den Großeltern übernachten zu lassen, wenn sie es selbst möchte. Das war das erste Mal mit ca. 2,5 Jahren…Ich würde niemals jemanden verurteilen, wenn er seine Kinder früher und öfter abgibt. Im Gegenteil – ich bewundere alle, die besser loslassen können…mir fällt das sehr schwer und manchmal habe ich deswegen auch ein schlechtes Gewissen.Ich finde es am Wichtigsten, dass alle Beteiligten – vor allem die Kinder – dabei glücklich sind! Wenn das passt, dann bitte kein schlechtes Gewissen einreden lassen! Ich finde es klasse, wenn man seinen Kindern die Freiheit lässt und ihnen diese Erlebnisse gönnt! Macht einfach weiter so!

  • stickmurmel62
    3. Februar 2016 at 21:17

    Meine beiden Jungs – heute 34 und 32, waren jede Ferien bei Oma und Opa. Erstens hätten wir mit 24 Tagen Jahresurlaub und 3 Wochen Winter- und 8 Wochen Sommerferien das gar nicht wuppen können und ausserdem hatten Oma und Opa genauso ein Recht auf ihre Enkelkinder wie umgekehrt. Ferienbetreuung in der Schule war nicht wirklich eine Alternative und 2 Wochen Sommerurlaub mit der gesamten Familie wollten wir alle machen und nicht die Urlaube aufteilen. Meine Kinder sind gerne zu ihren Großeltern gefahren. In den 3 Wochen Winterferien ging es zu Oma und Opa in den Harz und im Sommer ging es 4 Wochen zu Oma und Opa an die Mecklenburger Seenplatte und noch 1 Woche zu Oma und Opa in den Harz. Dazwischen lagen 2 Wochen Familienurlaub. Die Kinder haben es so sehr genossen. Besonders groß war die Freude als sie die Strecke dann alleine fahren durften und nicht mehr von uns begleitet wurden. Noch heute schwärmen die "Großen" Jungs davon und meine Eltern auch. Wir wußten, dass unsere Kinder eine tolle Zeit hatten. Allerdings wurden wir nie merkwürdig angequatscht, sondern eher um diese Möglichkeit beneidet. Laß Dich von nix und niemanden verrückt machen,LG Viola

  • Jule
    2. Februar 2017 at 11:15

    Hallo Alu,ich finde es toll, dass die Geoßeltern noch so fit sind und die Kinder dort gern Zeit verbringen. Bei uns geht es jetzt erdt los, dass mein Sohn dort auch mal ohne much bleibt. Zum ersten Mal war er mit 2 Jahren dort für 2 Nächte, jetzt mit 2 Jahren und 8 Monaten für 3 Nächte. Er hat das vorher einfach nicht zugelassen, weil er so sehr an mir hängt. Trennungskind. Auch jetzt hätte er Mama lieber mit dabei in der Nacht aber es wird besser und er hat Spaß dort. Leider ist der Opa nicht mehr gesund und so kümmert sich hauptsächlich die Oma. Seine Berliner Omi hingegen kommt von Geburt an wöchentlich und kümmert sich um ihn für ein paar Stunden, auch mal Nachts, aber immer bei uns oder beim Papa Daheim. Da ist das gar kein Problem. Vielleicht klappt das irgendwann bei uns auch so gut mit dem Urlaub bei den Großeltern.Ich würde es mir wünschen. Liebe Grüße

  • Anonym
    27. Februar 2017 at 18:26

    Ich werde eher gefragt, warum die Kinder nicht allein bei den Omas sind. Schwiegermutter kommt für mich gar nicht in Frage – völlig unfähig und die Kinder haben nach maximal 2 Stunden Langeweile. Meine Mutter wohnt leider zu weot weg und würde sich das auch nicht mehr zutrauen für eine längere Zeit. Schade, aber nicht zu ändern.Interessant finde ich immer die Leute, die die Großeltern vor Ort haben, die Kinder regelmäßig dort abgeben, auch über's Wochenende, und dann meinen, sie hätten ein stressiges Leben…Und sich noch über die sogenannte Fremdbetreuung echauffieren – dabei ist zumindest die eine Oma durchaus fremder als die Erzieherinnen und Erzieher.

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