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Wochenberliner: Großstädter

Geschichten der Großstädter

Gehetzt

Mittags am Alex. Ich stehe auf dem U2-Bahnsteig. Da ich nicht arbeiten muss, bin ich später hier als sonst. Ich war einkaufen. Der Zug kommt. Es ist voll. Der Zug fährt ein. Ich finde einen Platz. Es klingelt ab. Ein Seniorenpaar hetzt herein. Sie sind froh. Der Glanz der Jugend trifft mich kurz. Sie waren sportlich. Dabei stört es sie nicht, gar nicht zu wissen, ob die Richtung recht ist. Kollegial klären wir es zu ihrer Zufriedenheit. Sie wollen bis Stadtmitte. Er japst nach Luft bis kurz vor dem Ausstieg. 
Das jugendlichere Mitbürger nach dem Zug hetzen und manchmal auch ich, kann ich verstehen. Doch diese Beiden die haben Zeit?! Na ja, vielleicht auch genau nicht. 
Da muss ich mir klar machen, was ich ihnen gerne in einem Gespräch mitgeteilt hätte: Der nächste Zug kommt gewiss…
…außer in Ausnahmefällen, aber das sind nun ja – Ausnahmen.

K.

Gestrandet

Bevor eine neue Windböe mir die Mütze vom Kopf reißt, erreiche ich den Türknauf der Sparkasse. Schnell schließe ich die Tür hinter mir und stehe in einer Menge. „Niklas“ hat viele Menschen Zuflucht suchen lassen. Tropfend und in Grüppchen stehen die Menschen da und schauen nach draußen. Soviel Enge in der Großstadt, freiwillig. Ungewöhnlich! Ich reihe mich in eine Schlange an den Automaten ein. Nach den Geldgeschäften muss ich nun weiter. Ich ziehe meinen Mantel enger um mich und halte die Mütze fest. Nimm mich mit „Niklas“.

Alu
Fast weggepustet von Niklas. Ich.

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