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Wochenberliner

Arbeiten mit Carola #Mentalload

Was ich heute schreibe, ist sicherlich auch ein Luxusproblem. Dennoch möchte ich darüber berichten, wie sich mein Arbeiten seit dem März 2020 verändert. Als ich vor Jahren anfing, war mein Beruf eine gute Mischung aus Büro, Veranstaltungen und Dienstreisen. Nahezu nie nahm ich etwas mental mit nach Hause. Arbeit war Arbeit und Feierabend, Feierabend. Etwas sehr komfortables, das ich seit Beginn an sehr zu schätzen wusste. Mein Job ist es, kurz und unzureichend zusammengefasst: akademische Bildungsangebote und besondere Foren zu schaffen. Viele Jahre waren wir als Team sehr erfolgreich. Wir saßen in unseren Einzelbüros und hätten auch von zu Hause arbeiten können.

Als der erste Lockdown kam, wurde bei uns vieles auf Heimbüro umgestellt. D.h. die technischen Voraussetzungen waren kein Problem. Auch der Austausch mit den Kolleginnen funktionierte trotzdem gut. Doch das gesamte Arbeitsfeld war nun von Corona bedingter Wechselhaftigkeit bestimmt. Veranstaltungen absagen, verschieben umplanen. Darüber hinaus mussten wir lange warten, bis der Datenschutz digitale Videokonferenzsysteme erlaubte. Alle Präsenzveranstaltungen erfüllten nun den Hygienestandard. Nachdem wir herausgefunden hatten, welche Vorgaben auf uns zutreffen. 

Im Sommer habe ich versucht Urlaub zu machen. Ich für meinen Teil war erschöpft und froh Wochen ohne vordringliche Arbeit zu haben. Gleichzeitig war das Programm und unsere unklare Veranstaltung Situation weiter im Kopf. Sicherlich hätte ich mich arbeitstechnisch noch besser auf den langen Herbst und Winter vorbereiten können (hätte, hätte…). 

Arbeiten mit Carola_ arbeiten mit Corona

 

Nun ist der zweite Teil Lockdown da. Ich merke das Eis wird dünner. Denn auch die Ressourcen bei uns sind nicht unendlich. Doch von Müßiggang keine Rede. Das Umplanen und vage konzipieren für die Zukunft fordert viel Aufwand. Umso trauriger, dass niemand den Aufwand sehen kann, auch weil längst nicht alles durchgeführt wird, was angedacht war.

Ich habe einen tollen Job. Doch in Pandemie Zeiten kann ich diesen kaum zufriedenstellend ausfüllen. Viel Zeit geht beispielsweise dafür drauf, digitale Möglichkeiten zu schaffen und am Laufen zu halten. Immerhin lernen wir etwas ganz Neues und improvisieren hier und da.

Wochenende in Bildern_24_251020_grossekoepfe.de

Nun nehme ich die Arbeit mit nach Hause oder besser auch in die freie Zeit. Das fordert keiner aber ich sorge mich, denn ich liebe meine Tätigkeit. Ich hoffe sehr, dass wir sichtbar bleiben, dass die Menschen uns gewogen sind. Und wir irgendwann in ein ertragreiches fröhliches Weiterarbeiten kommen. 

Bis dahin heißt es weiterhin durchhalten und das Beste daraus machen. Wie geht es euch mit eurer Arbeit derzeit?

Euer Konsti

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