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Wochenberliner: Freie Gentrifizierung im Friedrichshain

Die Gentrifizierung im Friedrichshain seit 2005

Seit 1980 bin ich Berliner, seit 2005 Friedrichshainer. Was
habe ich antigentrifiziert. Doch wenn ich heute in meinen Kiez rund um die
Samariterkirche im Nordfriedrichshain schaue, bin ich vor allem gespannt. Um
uns herum entstehen unzählige Großwohnungsbauprojekte. Natürlich zu Preisen,
die ich mir nicht leisten kann (und nicht will).
So sehr verändert, Foto: Alu
Damit kann man sicher sein, dass andere Menschen hierher kommen, die den „Polygongarden“,
das „Bänschquintett“ oder das „Parkquartier“ in der Dolzigerstr. bewohnen
werden. „Mein Kiez, mein Zuhause“ liest man auf der Homepage für “Rigaer59”. Andere
liebgewonnene Gesichter werden den Kiez verlassen (müssen). Diese Schieflage hätte jedoch die Politik angehen müssen.
Ich merke auch, dass ist Veränderung. Ohne Zuzügler hätte ich viele
Bekannte und Freunde hier nicht gefunden. Ohne geförderten und nun privaten Um-
und Neubau wäre es hier nicht lebenswert. Manches Familienmitglied erzählt noch
heute, dass viele nur hier weg wollten. Gerne auch in die Platte am Stadtrand.
Da will heute keiner mehr hin. Komisch wie Dinge ihre Vorzeichen wechseln. 
Nun
hoffe ich, dass wir solange schritthalten können, wie wir es wollen. Es wird
bunter, die Restaurants werden zunehmen, spannende Geschäfte hoffentlich auch
und sicher hier und da nette Menschen. Die auch nicht auf den Millionen sitzen,
sondern den Neuanfang wagen!
Konsti

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2 Comments

  • muell
    14. Dezember 2012 at 18:42

    Das nenne ich doch mal einen ausgewogenen Kommentar zum Thema. Konstantin ist eben so entspannt unideologisch wie nur wenige. Schreibt nur kurz Burger von der Privatstation Buch.

  • Indre Z.
    23. November 2013 at 20:19

    … gespannt. Das bin ich auch. Ich werde eine der neuen Nachbarinnen sein. Eine von denen, die nicht (annähernd) auf Millionen sitzen und einen Neuanfang wagen – genauso gebannt auf die Veränderungen blickend, die da kommen werden und froh über einen so 'ruhigen' neugierigen Blick.

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