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Wochenberliner: Charles Kettering

Wer war Charles Kettering?

Mensch, der Kettering! Oder sollte man sagen: Mensch, der Coleman? Sei’s drum – beiden gebührt Aufmerksamkeit. Ohne sie gäbe es den elektrischen Anlasser für Automobile nicht. Dann hätte es eben jemand anders erfunden? Die Schweizer vielleicht? Mag ja sein. Führt aber vom Wege ab. Es waren nun mal nicht die Schweizer, sondern die beiden oben erwähnten Amerikaner. Clyde J. Coleman, über den sonst wenig bekannt ist, erfand ihn bereits 1899, funktionsfähig und patentierbar war dann die Version von 1903. Aber erst und eben Charles Kettering brachte das Ding zur Serienreife – belegt zum ersten Mal im Jahr 1913. In Europa war es 1921 als erste die Firma Citroen, die die Technik einsetzte.

Bis dahin hatten die Besitzer von mit Benzin angetriebenen Automobilen meist kurbeln müssen, um den Motor in Schwung zu bringen. Kennt man ja. Basis nicht nur eines abendfüllenden Sketches aus Stummfilmzeiten, wenn das mit dem Ankurbeln nicht klappt. Andere Firmen setzten auf einen kräftigen Pedaltritt, verbunden mit dem Umlegen eines Hebels, wiederum andere versuchten es mit Druckluft. Aber so richtig komfortabel wurde es erst mit dem elektrischen Anlasser.
Warum das so wichtig ist? Man stelle sich vor, die Herren Coleman und Kettering hätten sich anderen Dingen gewidmet! (Bei Kettering war das sogar der Fall: Der Mann gilt als der klassische “Erfinder” und hielt über 300 Patente. 27 Jahre lang leitete er die Forschungsabteilung von GM.) Dann hätte sich das dann weiterhin umständlich anzulassende Benzinauto vielleicht nie durchgesetzt. Die damals schon auf den Straßen fahrenden Elektroautos hätten gesiegt, die Akkumulatorentechnik wäre heutzutage rocket science und wir müssten uns nicht mit der dämlichen Energiewende herumschlagen, die ja auch deshalb schiefgeht, weil keiner weiß, wo den ganzen Ökostrom speichern …
Kettering starb 1958. Da ging es den USA, also der halben Welt, und damit der Erdölautomobilindustrie so richtig gut. Soll froh sein, dass er unsere Zeiten nicht mehr erlebt! Da hätte er sich einiges anzuhören.

Jost Burger

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