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Wochenberliner: Weinen in der Öffentlichkeit – ein Tabu?

Weinen in der Öffentlichkeitv – ein Tabu?

Neulich stehe ich in Paderborn am Bahnhof. Plötzlich ein Schluchzen und Heulen. Eine junge Frau ist zusammengesackt und weint. Ehe ich
mich orientieren kann sind zwei Menschen bei ihr. Sie reden und wollen helfen. 
Die junge Frau schickt Sie weg. Sie weint weiter. Beklommen stehen wir
Wartenden in diesem Hintergrund. Soll ich noch einmal hin gehen? Kann ich
helfen? Was wird sie haben?

Kurz überlege ich, ob ich die eine Ersthelferin frage, was denn
los sei. Doch das finde ich pietätlos. 
Dann überlege ich,  ob jetzt noch Hilfe gebraucht wird – die Weinende
schickte sie ja weg. 
So ertragen wir fast 10 Minuten lang mitten in Paderborn, mitten
im Berufsverkehr diese Anspannung, diese Frau.
Wie sehr haben wir noch unsere Tabus. Was bedeutet es vor anderen
zu weinen.
 Klar Peer Steinbrück tut es und manch anderer auch, an prominenter
Stelle. Doch für normal horchen wir auf, wenn wir es mitbekommen. Wir bemühen
uns selbst nicht im Überall zu weinen. 
Diese Konventionen sind sicher sehr
nützlich um Gemeinschaft zu leben. 

Doch wohin, wenn uns so zum Weinen ist? 

Konsti

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