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Wochenberliner: Paul Gerhardt

Wer war Paul Gerhardt?

Heute war ich den ganzen Tag unterwegs. Eine meiner Stationen war das Paul-Gerhardt-Stift im Berliner Wedding. Diese evangelische Institution macht sich gerade wieder auf den Weg diesen Ehrentitel mit Leben zu füllen.

Doch wer war Paul Gerhardt?
Geboren in Gräfenhainichen in Sachsen 1607 verstarb er nach vielen Stationen in Lübben im Spreewald im Jahre 1676. Er hatte kein einfaches Leben. Kinder starben, er erhielt nach dem Theologiestudium nicht gleich eine ordentliche Stelle und wurde auch in den Auseinandersetzungen der reformatorischen Bekenntnisse als Lutheraner aus Berlin entlassen. Doch was er der Welt hinterlässt ist, ein im deutschsprachigen Raum selbst bei kirchlich ungeprägten Menschen, bekannte Liedgut. Dessen Vertonungen zu seiner Zeit Persönlichkeiten wie J.S. Bach, J. Crüger oder J.G. Ebeling übernahmen.
Als vierjährig seine 1. Tochter starb, so wird tradiert, habe er seiner Frau ein Trostlied geschrieben. Mit „Geh aus mein Herz uns suche Freud“ ist so ein evangelischer „Hit“ entstanden. Weitere sind „Ich steh an deiner Krippe hier“ oder „Oh Haupt voll Blut und Wunden“. Lieder mit denen ich nicht nur dank Gerhard Schöne bekannt wurde sondern die auch im katholischen Gottesdienst zum herzerweichenden Schlager geworden sind.
Gott und Paul sei Dank, dass es nicht nur in unserer Redaktion, sondern auch in den Gesangsbüchern Ökumene gibt. Ein “Ö“ das hinaus wirkt.
„Hilf nur und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe!
Gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seelen früh und spat
viel Glaubensfrücht erziehe“
(13. Strophe von „Geh aus mein Herz uns suche Freud“, von 1653, als ein geistliches Sommerlied bezeichnet)
Konsti

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