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Wochenberliner: Der Zugezogene

Was habe ich in der letzten Zeit an meiner Heimatstadt gelitten.

Die Kakophonie der Stimmen: Berlin habe sich so verändert!
Man weiß kaum noch, wer es wann nicht sagt. Warum ist der Einzelne überhaupt zu solch einer Aussage befähigt?! Ja, auch in meiner Wahrnehmung ist es nicht leichter geworden. Die Stadt ist so beliebt, obwohl sie es von sich aus nicht verdient hat.
Und sie ist teuer geworden und das haben viele Berliner nicht verdient.
Was sich verändert.

Aber heute auf dem Spielplatz.

Als K1, K2 und ich Mondlandung spielten und wir (fast) alleine waren für ganze 30 Minuten.
Da dachte ich (ganz) kurz: Wo wenn nicht hier leben? Das erste Mal fand ich mich als Selbst-Gentrifizierer wieder. Denn, warum sollte ich es, glücklicherweise ein Berlingeborener, den Anderen verübeln, wenn auch sie hierher kommen (mit ihrem Know how, ihrem Geld und ihrem Vorsprung).

Allein auf dem Spielplatz.

Ich freue mich schon, wenn all die Baustellen den Menschen weichen und darunter wird es rein statistisch auch Nette geben müssen. Und wenn die Hundekacke den Menschen weicht, denen die mit ihrer “schwäbischen” Beharrlichkeit, den Ämtern und Hundebesitzern (in meinen Augen manches Mal – quälenden) Druck machen. Wenn die Straßen durch neu aufgeflammtes Bürgerengagement zu Einbahnstraßen werden und der Kiez den Wohnwert bekommt, für den wir schon jetzt bezahlen. Darauf hoffe ich.

Zusammen loslegen

Und dann haben wir Berliner vielleicht Babylon weitergedacht. Dann können wir “´zammen” loslegen. Wir können aufhören uns auf dem Auszuruhen was unsere Trümmer-Großmütter erreicht haben (und auch nur, weil sie sonst in Trümmern hätten leben müssen).
Leben ist immer Leben lassen und gemeinsam aufbauen!
Es wird nie leichter – aber oft doch schöner.
K.

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