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Wochenberliner: Von Interface und Büstenhaltern in Brezelform


Entwicklung zur Brezel im ÖPNV

Bahnstreik, och ne! Alles klebt an mir! Meine Jacke, meine Tasche, meine Laune! Bereits drei U-Bahnen habe ich vorbeifahren lassen, bevor ich mich in diese hier hineinschiebe. Es ist so eng. Whaaa! (stummer innerer Schrei) Ich stelle mein eines Bein weit nach vorne ausgestreckt und das andere Bein hebe ich vorsorglich an. Vielleicht entwickelt sich mein Körper ja durch den Bahnstreik zu einer Brezelform, wer weiß? Ich brauche doppelt so lange zur Arbeit an diesem Morgen und das Schlimme ist, ich kann nicht mal Jemandem böse sein. Wer das Eine will, muss das Andere mögen! Hätte ja auch das Rad nehmen können, denke ich mir, während mir ganz warm wird. Ächz! Stöhn! Heute mal nicht #weilwirdichlieben Lieblingsstadt, ok?
Deine Alu
Trotz Brezelform kann ich noch Bilder machen, z. Bsp von Frau Nuf die jetzt Werbefigur ist. : )


Interface und Büstenhalter:

In meinen Ohren klingt das Lied von Keimzeit, das sich mit Generalstreik befasst. Die U-Bahnsteige sind voll, die U2 erst recht. In meiner Ecke an der Tür, die ich durch das Zurückfahren bis Senefelder Platz ergattern konnte, finden sich am Alex zwei junge Damen neben mir ein. Eine blond, eine brünett – Beide sind adrett. Sie reden über Schule oder so “Hast du die Aufgaben gemacht?” “Nö, welche denn?” “Ach diiiie,  das Interface das habe ich doch schon zig mal getan und außerdem finde ich die Gestaltung der Apps sehr unterschiedlich.” Ich schalte mich gedanklich aus. Plötzlich: “Ich würde ja momentan am liebsten ohne Unterwäsche herumlaufen.” 

Ist das ein Test in meine Richtung? 

Schließlich trennen uns nur 30cm. Ich werde vorsorglich rot. Weg kann ich eh nicht. Kurz blinzeln braune Augen aus einem fröhlichen Gesicht zu mir herüber. Doch, ich scheine nicht zu stören. “Ich war gestern BHs kaufen mit Mama. Ich mag die (ich hab glatt die Marken vergessen) und die von dort und dort. Erst zu spät habe ich mitbekommen, das beim Kauf von zweien der dritte umsonst wäre. Aber ich habe eh schon alle drei Farben.” Ich erwische mich dabei, wie ich die Frau mustere. Dann verbiete ich mir das Kopfkino. Die Andere berichtet nun von den Unterhosen, die sie immer kauft. Dann kommt die Brünette darauf, welche Sorte Slips sie bevorzugt. “Ich mag es lieber einfach und ohne Spitze. Für die Breiten ist mein Arsch zu klein”. Sie deutet einen Blick nach unten an. Ich kann es nicht einschätzen, dafür ist es zu eng. Kurz denke ich über einen Kommentar nach. Doch dann sind sie bereits bei Kosmetiktaschen für einen Euro. Die Blonde meint “Davon kann man nicht genug haben, mir läuft auch immer das Puder darin aus”. Ihre Freundin bestätigt das. Es kommt ihre Station. Sie überlegen, wie sie durchkommen durch die Menge. Die Blonde schaut mich an. Ich zucke leicht mit den Achseln. Beide kämpfen sich durch.

Und ich kann nur denken: Was für Themen die Menschen in der Bahn so haben?  
Meine Damen, solltet ihr dieses Blog lesen, dann merkt ihr nun, das am anderen Ende sich noch Jemand Gedanken macht über Interface und Büstenhalter.
Konsti

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