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Wochenbuch: Robert Greene

Wenn man aufgeklärte junge Deutsche so richtig ärgern will, dann kommt man ihnen mit Macht. („Macht ist doch was Tolles, oder?“ Grins.) Die BANKEN zum Beispiel, oder die KAPITALISTEN, oder die GENTRIFIZIERER – die haben alle Macht über uns, und deshalb sind sie bös. Und überhaupt war Hitler schließlich auch ein Machthaber. Wie Stalin, oder Gaddafi.
OK, Merkel oder Hollande oder Obama gar, die haben allerdings auch Macht.
Komisch. Unsere Kinder sollen sich „durchsetzen“ können, wir wollen unser Leben selbstbestimmt gestalten, und, hey, wär das nicht schön, könnten wir den Kurzen morgens einfach befehlen, sich mit dem Anziehen gefälligst zu beeilen? Komisch: Wir wollen auch Macht.
Man muss ja nicht finden, dass die Maxime „Vernichte deinen Gegner vollständig“ sich besonders nett anhört, oder dass der Rat „Schaffe einen Personenkult um dich“ noch für andere als Steve Jobs gilt. Aber es lohnt sich, „Power. Die 48 Gesetze der Macht“ von Robert Greene zu lesen. Wer intelligent genug ist, wird das Werk schon zu nutzen verstehen, Mechanismen der Machterlangung zu erkennen. Und sei’s – OK, wir wollen die weichgespülten Zeitgenossen ja nicht überfordern – um sich der Machtstrategien anderer erwehren zu können.
Übrigens: Dreijährigen einfach zu BEFEHLEN, ihre Mütze anzuziehen, klappt prima. Dann sind sie schon mal auf drauf vorbereitet, dass sie später angewiesen werden, sich bei Tisch ordentlich zu benehmen (NICHT schmatzen, NICHT schlürfen!) und Bitte und Danke zu sagen. Großartige Sache, das.
Jost Burger

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