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Wochenbuch

Wochenbuch: Von klugen Männern und klügeren Frauen

Viel Liegezeit haben, heißt auch viel Lesezeit haben. Hier eine Auswahl vom Februar

Isabell Allende: Der japanische Liebhaber: Roman
Ich bin bekennender Allende Fan und doch haben mich die letzten Bücher nicht mehr wirklich so mitgerissen. Es ist fast so als würde I.A. immer ein Quäntchen zu viel wollen, sich zu sehr bemühen.

Ihr neuer Roman hat ein wunderbarer Setting, Altersheim, die Internierung der japanischen Mitbürger der USA und die Liebe. Es ist alles da für eine gute Geschichte die
dann am Ende aber eben doch nur eine gute und keine hervorragende Geschichte
von Allende ist. Aber auch gute Geschichten kann man gut verschenken.
Empfehlenswert für Mütter, Freundinnen mit Hang zum Kitsch
und Menschen mit historischem Interesse.



 
Isabel Bogdan: Der Pfau: Roman
Gerade erst neu erschienen wurde mir der kurzweilige Roman
über eine schottische Ferienanlage und einen blauverrückten Pfau zugespielt.
Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert und die pointierte Sprache von Frau
Bogdan sehr genossen. Ihr Humor erinnert ein wenig an den finnischen Autor Arto
Passilinna und zieht sich durchgängig durch das Buch. Gerade die Chefin der
Banker würde sich, nach meiner Einschätzung, für eine wiederkehrende Rolle
eignen. Das Buch hat sehr gut gefallen, ich habe es gleich mal verliehen.
Empfehlenswert für Freunde mit Humor, Menschen aus dem
Finanzsektor, Schottenliebhaber
Zum Geburtstag gewünscht und erhalten habe ich das letzte
Buch von Roger Willemsen. Da ich bereits sehr viele andere Bücher gelesen habe,
wurde sich auch auf dieses Buch etwas vorbereitet. So gelingt es mir nie ein Willemsen
Buch an einem Stück zu lesen. Ich muss es mehrfach weglegen, sich setzen lassen
und dann wieder zur Hand nehmen. Sicherlich ist das der Sprache und den
Gedankenschlingen von Willemsen geschuldet die ich immer erst ein wenig
entwirren muss. Das Buch jedoch ist großes Kino. Sätze wie „Es herrscht ein
Halblicht, ein Streulicht, ein Zwielicht.“ brennen sich ein und tragen die
protokollarischen Teile des Buches. Wunderbar.
Empfehlenswert für Freunde, Menschen mit politischem
Interesse, Sprachliebende
Genazino Bücher sind scheinbar so eine Glückssache. Ich habe
schon etliche Romane gelesen die mir sehr gut gefallen haben und die ich quasi
in „Partien“ bestellt habe um sie zu verschenken. Auch den neuen Roman habe ich
bereits doppelt erworben, wollte ihn aber vor dem Verschenken noch lesen. Nun
ja, ich werde das Buch verschenken, aber nicht an die vorher angedachte Person,
denn das Buch ist düster, einsam und etwas Altherrenfrivol. Ständig spricht der
Protagonist von seiner Mutter und denkt an die Möse seiner Freundin, gähn!
Während ich bei anderen Genazino Büchern gern einige Zeilen laut vorgelesen
habe, wollte ich dieses Mal eher den Mund halten.
Empfehlenswert für Literaturfreunde, Menschen die gerade in
einer sehr guten Lebensphase sind
Artikel enthält Affiliate Links.

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1 Comment

  • Karina Stier
    1. Juni 2019 at 23:04

    Wir würden uns über das Paket eins entscheiden. Die Jungs sind noch zu klein um selbst zu lesen.

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