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Tagebuchbloggen am 5.2.26 – Was machst du eigentlich den ganzen Tag? #WMDEDGT

Tagebuchbloggen am 5.2.26 – Was machst du eigentlich den ganzen Tag? #WMDEDGT

Hallo Donnerstag. Meine Tage verschwimmen, denn obwohl ich Urlaub habe in dieser Woche ist gerade jeder Tag gleich. Er läuft gleich ab und das schon seit letztem Samstag. Ich habe mich dafür entschieden eine Fortbildung zu belegen, die sich Übungsleiterin für Breitensport/ Reha-Sport nennt, da ich gern unseren Verein für krebserkrankte Menschen in der Wassergymnastik ehrenamtlich unterstützen möchte. Ehrlich gesagt war mir nicht klar wie anstrengend das alles werden würde, denn nach diesem Kurs (mit 120 Stunden) muss ich dann noch einen Orthopädie Kurs belegen und irgendwie hab ich mir das alles mal einfacher vorgestellt, als es jetzt gerade ist. Es geht dabei gar nicht um die Inhalte. Die Inhalte sind sehr interessant und vielseitig, aber es geht darum, dass man sich das alles merken muss und einen wahren Prüfungsmarathon ablegen muss. So schreiben wir einen Test zum Thema biologische Grundlagen und haben eine Lehrprobe im Grundlagenblock. Außerdem 6 Hospitationen, allein in diesem Kurs. Bei der Orthopädie Ende Februar geht es dann so weiter und nun weiß ich auch, warum die meisten Kursteilnehmerinnen mich seltsam anschauen, wenn ich sage, dass ich das als Ehrenamt machen will und die damit alle ihr Geld verdienen. Jedenfalls sitze ich nunmehr jedes Wochenende in Sporthallen rum, lerne Sportsachen und sitze bei Vereinen rum um mir deren Arbeit anzuschauen. Es ist durchaus reizvoll, aber auch anstrengend. Jedenfalls morgen ist Prüfung, schriftlich und Lehrprobe. Ich habe mich für eine Stunde mit Legobausteinen entschieden, zur Kräftigung der Feinmotorik, drückt mir die Daumen (passt ja zum Thema) : )

Heute Morgen gibt es eine Unwetterwarnung und ich muss trotzdem zum Kurs. Dieser ist weit weg, also 55 Minuten Fahrt. Mit Eisregen sind es dann 1.20 Uhr, ich fahre also los und schiebe mich langsam mit 30 km/h durch die Stadt. Gerade noch pünktlich komme ich zum Kurs und wir fangen wieder mit Spielen usw. an. Wer mir vor 5 Jahren gesagt hätte, dass ich mal freiwillig so viel Sport machen werde (ist das nach Krebs eigentlich freiwillig? Man weiß es nicht) den hätte ich ausgelacht. Der Kurs geht sechs Stunden und danach atme ich erstmal im Auto ein und aus.

Beim Kurs heute

Jeden Tag mit 16 anderen fremden Menschen zusammen zu sein ist nicht gerade einfach. Meine Social-Battery ist echt leer. Ich muss heute aber noch zur Blutabnahme und fahre so durch Berlin nach Mitte. Zum Glück darf ich Auto fahren, ich glaub den ÖPNV heute hätte ich echt nicht gepackt. Dort vor Ort laufe ich erstmal in die falsche Etage der Praxis und werde dann weitergeleitet. Man wartet dort immer ein bisschen, alles normal. Zur Blutabnahme klappt alles, aber als ich (nach dem Nachdrücken) auf die Toilette gehe tropft mir leider doch sehr viel Blut den Ärmel hinunter. Na toll. Ich tropfe zurück ins Labor und lasse mich verbinden. Mein Kreislauf ist dadurch auch leider ein wenig durcheinander. Ich bleibe ein wenig und setze mich dann wieder ins Auto. Ab Richtung nach Hause, ich muss ja noch lernen. Jedoch schaue ich vorher nochmal schnell bei too good to go rein (App fürs Essen retten) und ergattere eine Tüte bei uns ums Eck. Das mache ich klassisch oft Donnerstags, so haben wir Brot und Brötchen fürs ganze Wochenende für uns alle und das für sechs Euro. Lohnt sich. Ich fahre also los und telefoniere den ganzen Weg mit meinen Eltern, die ich lange nicht gesehen habe. Beim Bioladen angekommen schnell alles einpacken und ab durch das olle Wetter nach Hause. Dort lege ich mich auch direkt ins Bett und weiche vorher das T-Shirt ein.

Jetzt aber wirklich

Erstmal kurz schlummern. Als ich aufwache gibt es dann Matcha und bis eben habe ich noch gelernt und alles vorbereitet für morgen. Nachher wiederhole ich nochmal und suche noch das Material zusammen und dann ab ins Bett für heute, denn morgen muss ich wieder durch die Stadt.

Mehr bei Frau Bruellen.

Alu

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