Ich hasse die Schwerkraft – Warum man am Ende der Schwangerschaft am Boden angekommen ist

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Oh man, eben ist mir ein Aprikosenkern heruntergefallen. Lasse ich ihn einfach liegen? Vielleicht fällt er niemanden auf? Ich könnte ihn mit dem Fuß vielleicht unter den Tisch….?!   „Was machst du denn da?“ Mist! Erwischt! Das große Kind steht neben mir.  „Soll ich das mal aufheben, für dich ist das ja gerade schwierig.“  Ich nicke und das Kind zieht mit dem Aprikosenkern von dannen.
Die Schwangerschaft Erdanziehungskraft – immer wieder ein Wunder
Ich hasse, hasse die Schwerkraft. Ich meine, jeder weiß doch, dass wirklich alles immer nach unten fällt und das immer mit der gleichen Fallbeschleunigung Fallgeschwindigkeit von 9, 81 m/s (dank der Erdanziehungskraft), was durch das Erdschwerefeld an der Erdoberfläche bestimmt wird. Beide Kinder haben auch bereits die Schwerkraft genügend getestet. Teller voller Essen wurden von Hochstühlen gen Boden gepfeffert, Bälle und Legosteine zur Genüge fallen gelassen und immer wieder habe ich an
alle appelliert „Es bleiben immer 9,81 m/s hier in diesen Breitengraden.“ Ich habe geredet, erklärt und „Newton und der Apfel“ vorgelesen.  „Würden wir an den Polen, oder dem Äquator leben, dann wären es sogar 9,70 m/s und man könnte die eigenen Reflexe noch mehr trainieren“,  die Familie schaute nur schräg und testete weiter aus diversen Flughöhen.
Alles fällt nach unten: Selbst der Beckenboden
Ich stehe jetzt also hier in dieser Küche mit diesem dicken Bauch und wünschte mir die Erdanziehungskraft wäre verschwunden, denn ehrlich: Ich kenne die Schwerkraft zur Genüge und könnte gerade gut darauf verzichten. In den letzten Tagen fällt mir entweder besonders viel nach unten, oder aber es fällt mir besonders auf!   Ich habe das Gefühl mich ständig n in yogaartigen Verrenkungen bücken zu müssen, um Kleinigkeiten vom Boden aufzuheben.  Auch haben meine Reflexe  stark nachgelassen. Hätte ich früher noch den Löffel des Kleinkindes im Fall aufgefangen, so schaue ich nun nur noch
hinterher und höre das klirrende Geräusch auf den Küchenfliesen.

 

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Es gibt kein Entrinnen für Schwangere

Längst kann man im Kinderzimmer und im Bad nicht mehr sorgenfrei laufen, denn Socken, Legosteine und andere Kleinigkeiten liegen herum und versperren einem die Wege. Die Gravitation ist ein Arsch, denn meine Beine sind schwer wie Blei und meine Füße kleben quasi am Boden fest. Ich trage diese tollen Kompressionsstrümpfe und einen Super BH der versucht die Massen  da oben zu halten. Ich bin am Boden der Tatsachen angekommen.

Am Ende der Schwangerschaft will alles nach unten

Als ich mit meiner Hebamme über dieses Phänomen des erhöhten Schwerepotentials rede, muss sie lachen. „Die Schwerkraft wird dir noch ziemlich nutzen können, nämlich dann wenn das Kind rauskommt und du es zu nutzen weißt“,  und das erste Mal seit einigen Wochen finde ich den Gedanken an Erdanziehungskraft, Beschleunigung und Gravitation gar keinen so doofen Gedanken mehr, denn am Ende will eben alles zum Erdmittelpunkt, und damit nach unten, oder?
*summt „Let it go, let it got* vor sich hin*
Schwerkraft schwanger
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Alu