Dieses Internet – so gefährlich für Vater und Sohn

 …da sitze ich also mit meinem medienaffinen fünfjährigen Sohn. Ich soll google fragen ob es Lego-Superhelden-Bilder gibt. Nun sitze ich am PC und gebe die Begriffe ein (Ich weiß nicht wie ich die Sprachsteuerung einstelle).

 „LEGO SUPERHELDENBILDER“
Familienblog, Lego Figur, Hut des Anstoßes, Kind kauft im Internet ein
Der Hut des Anstoßes.
Wir finden alle möglichen Abbildungen von Lego, Helden und Legohelden. Der Sohn und ich erfreuen uns an den bunten Bildern. „Ich soll welche ausdrucken“, sagt er und ich sichere die Auswahl. Dann klingelt plötzlich das Festnetztelefon und ich suche das Gerät. Als ich wieder ins Zimmer komme, hat das Kind selbsttätig ein Bild geöffnet und ich sehe blaue Buttons eines bekannten Onlinemarktess. Als ich das Ruder übernehme, breche ich alles ab. Dann ermahne ich das Kind,  dass selbsttätiges arbeiten auf „Erwachsenenseiten“ für nicht lesende Kinder Probleme hervorrufen könnte.
Er gibt sich einsichtig. Wir beenden die Heldenschau und nehmen die ausgedruckten Bilder mit.
 3 – 2 – 1 – meins!
 Am nächsten Tag gratuliert man mir per E-Mail zum Kauf eines „Flash-Lego-Helms“. Ich solle doch bitte 4,39 € bezahlen (davon 2€ Verpackung und Versand), am besten so schnell wie möglich. Öhheem okaayyyy… Was kann ich jetzt noch tun. Ich wähle den Yuppie-Weg, spare Zeit und Gedanken und bezahle (zumal ich hoffentlich einen Gewerbetreibenden und somit den Mittelstand stärke).
Sie haben Post.
Wenig später bekomme ich Post. Ein kleiner Luftpolsterumschlag erwartet mich im Briefkasten. Als ich in die Wohnung komme, treffe ich auch auf das jüngere Kind. „Hier du hast Post“, sage ich und das Kind freut sich sichtlich über diesen Umschlag. Mein Sohn: dein erster erfolgreicher Online-Einkauf (denke ich). Der Knabe bedankt sich brav und freut sich überschwänglich, da haben sich die 4,39 € doch gelohnt?! Am Abendbrottisch fragt K2 mich weswegen ich nicht gleich den ganzen Flash gekauft habe. Alu und ich beginnen zu lachen. So recht versteht er uns nicht und wird bockig.
Wie soll ich einem Fünfjährigen nur  all diese Dinge im WWW ausreichend verständlich erklären und was bin ich froh, dass es sich nicht um ein Sammlerstück für 439,00 Euro gehandelt hat.
 MÖP. Konsti
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