Wer im Internet lebt und liest begegnet irgendwann auch Frau Haessy. Ihr Blog ist „Frau Haessy schreibt“ ist weniger ein Elternblog als ein Rundumschlag, ganzheitlich, aktuell und immer direkt.

Überhaupt finde ich, dass das Wort direkt Claudia Haessy und auch ihren Roman  „Wenn ich die Wahl habe zwischen Kind und Karriere, nehme ich das Sofa“, sehr gut beschreibt.

Niemals weichherzig, weichgespült oder seufzend sind ihre Zeilen über das Kinderkriegen und das Haben von Kindern geschrieben, eher burschikos, manchmal böse und ja eben sehr direkt.

Die Stimme der Vernunft

Ich habe mir beim Lesen der Geschichte über Claudia, ihren Internetmann und den im Bauch wachsenden Antichristen immer mal wieder ihre Stimme vorgestellt die das Buch liest und seltsamerweise höre ich eine etwas dunklere, dreckige Stimme in meinem Kopf wenn ich an Frau Haessy denke, vielleicht ist das auch der Tatsache geschuldet, dass sie bei Men’s Health arbeitet und ich da immer an testerongebeutelte männliche Redakteure denken muss (warum die noch nie Konsti interviewt haben ist mir übrigens ein Rätsel ZAUNPFAHL).

Schwanger? Das ist doch dieser seltsame Zustand in dem man Torte isst, oder?

Im Buch zieht Claudia, schwanger von einem Internetflirt von Berlin nach Bonn und erlebt alle Höhen und Tiefen der Schwangerschaft. Selbstbewusst entscheidet sie sich für einen Kaiserschnitt und gegen das Stillen und versucht erst gar nicht Frauenfreundschaften zu schließen.

Muschi, Kotze, Pimmel und Hamburg Bonn

Ich muss sagen, dass ich an einigen Stellen gedacht habe dass die Autorin etwas wütend ist, ja sogar traurig. Traurig darüber wie einiges für die Hauptfigur gelaufen ist, immer wieder verloren und innen drin unstet. Liebe in den Zeiten der Schwangerschaft kann eben auch ne komplizierte Nummer sein. Es scheint so, als ob sich die Hauptfigur wirklich versucht mit alle dem zu versöhnen, dem Baby, dem Kerl, der Familie und den Umzügen. An einigen Stellen sieht man so einen leichten Schimmer am Horizont für die junge Mutter im Roman um im selben Moment zu denken „Ach ja kacke, genauso war das alles, wie ätzend.“ Ich denke das Buch ist für Frauen geeignet die gerne auch mal Muschi, Kotze und Pimmel sagen. Frauen mit (jetzt kommt es wieder) direkter Sprache und einer Prise Humor.

Geeignet für Frauen und Männer die über sich und andere lachen können.

Ich jedenfalls habe es erstmal meiner Freundin mit den dicken Füssen aus dem Geburtsvorbereitungskurs geschickt mit den Worten „Siehste, is nicht immer alles rosarot und das ist auch okay“ und vielleicht versende ich noch ein paar mehr Exemplare.

Das Buch hat Euch neugierig gemacht, dann gewinnt zwei signierte Exemplare JETZT HIER!

Hinterlasst einen Kommentar unter dem Artikel bis zum 4. August 20 Uhr und nehmt diese kurzweilige Lektüre vielleicht noch mit in den Urlaub?! Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Ihr erklärt Euch mit dem Kommentar mit der Weiterleitung Eurer Daten an den Versand einverstanden.

Viel Erfolg.

Alu

Die Bücher haben die Autorin und der Verlag zur Verfügung gestellt. DANKE