Seit Tagen liege ich nun schon wieder im Bett, es ist ätzend, also echt meine Laune ist mittlerweile im Minusbereich angekommen, vielleicht liegen die kleinen Eisblumen am Fenster gar nicht am Wetter sondern an mir, wer weiß.

Ich bin krank, schon wieder oder immer noch das mag ich nicht zu sagen, ich liege jedenfalls mit einer Angina flach die sich anfühlt als würde jemand meine Mandeln zu den Ohren rausziehen wollen, vereinfacht gesagt unschön.

Vom nichts schaffen.

Eigentlich habe ich Uni in dieser Woche und ehrlich, ich liebe die Uni. Ich mag es mit anderen Erwachsenen kluge Dinge zu lernen, mich selbst zu überraschen, mir einen Kaffee in der Mensa zu kaufen.

Eigentlich schreibe ich Weihnachtskarten in dieser Woche. Immerhin schreiben wir diese jedes Jahr, es sind 200 Stück an Freunde, Bekannte fern und nah. Wir schreiben immer persönliches zu unserem Vordruck dazu und schicken an die Verwandten ein Foto der Kinder, ich mag das und fühle mich dann mit allen verbunden.

Eigentlich feiere ich morgen den siebten Geburtstag meines Sohnes. Unseres besonderen Kindes, dem Kind was mir manchmal den Atem raubt und mich staunen lässt über so viel Liebe und Wut in einer kleinen Person.

Nichts müssen und sollen.

Nichts davon mache ich in dieser Woche, denn ich muss mich erholen, mich ausruhen meine Mandeln wieder aus den Ohren an ihren Platz im Hals zurückdrücken und darüber nachdenken diese vielleicht einfach mal entfernen zu lassen.

Ich atme ein und aus und wische das Eigentlich weg.

Uneigentlich schaffe ich es vielleicht heute mal etwas auf Netflix zu gucken, das wäre doch schon mal ein Anfang auf dem Weg zum wollen…

das sollen und müssen schiebt mein Körper noch ein bisschen vor sich her. 

Der Text ist entstanden, nach dem ich mit meiner lieben Kerstin tolle Nachrichten ausgetauscht habe, Teil zwei lest ihr dann bei Chaos2.

Alu

wollen sollen