Das Spiel der Zukunft

Zwischen den Jahren waren wir noch einmal auf dem Weihnachtsmarkt, die Fuhr-, Spiel- und Fressgeschäfte hatten zumeist lustige Namen. Diese Titel sollten wohl auf verwegene Weise einen fantasieanregenden Bezug zu dem dargebotenen Spaß herstellen.

 

Schnell drehende Kaffeetassen hießen Commander, die Bratwursthütte nebst Glühweinausschank Winterwunderland und Autoscooter hier Autoscooter. Also es klappt (fast) immer. Die Losbude bei der wir hielten und an der meine Frau ungezügelt eine, mir bisher ungekannte, Suchtgefahr feilbot hieß: Spiel der Zukunft. Das wiederum hat mich, der ich immer auf der Spur nach einer Story bin, dazu bewogen nach zu denken.

Was wird uns die Zukunft bringen? Wie wird 2018?

Für grossekoepfe und unsere Familie sage ich folgendes Voraus: Unser Jahr wird wieder spannend hier und da Verschnaufpausen und viel Leben. Ebenso lehrt mich die Erfahrung, dass wir bis Ostern viel zu viel mit uns zu tun haben werden, kleine Krankheiten, Müdigkeit, Winter eben. Dann befällt Alu und mich Frühlingsaktionismus und der Rest der Jahres wird geplant – wir werden viel erleben zu Fünft. Den Sommer genießen und dies mitbekommen wenn er vergangen ist und es stark vermissen.

Vielleicht wird es uns gelingen ein wenig bewusster und langsamer zu sein, ein oder zwei Wochenende mehr einfach daheim im Schlafanzug rum lungern und Leben. Etwas was wir auch wieder 2018 tun wollen leben. Alu und ich freuen uns auf viele kleine Vorhaben, manche Ausflüge und was das Jahr uns so bringt. Die Kinder werden sich wohl mitfreuen und auf die Feste und Besonderheiten und Tage bei Freunden oder Oma und Opa. 2017 war voll und erfolgreich. 2018 kann etwas ruhiger und ähnlich erfolgreich sein. Nun gebe Gott uns nur noch ausreichend Gesundheit – da hilft wohl nur noch bitten (das tue ich regelmäßig). Und danken denen die da sind und für alles was irgendwie gut war.

Auf dem Weihnachtsmarkt losten wir 40 mal für 15€. Die Frau hatte Lunte gerochen, natürlich gewannen wir nichts außer einem Trostpreis. Die Spielregeln verlangten die Kombination zweier passender Begriffe. Landesname und Hauptstadt mussten passen. Zehnmal Frankreich und zweimal London und Nieten, mehr haben wir nicht errungen. Immerhin nützt eines unser Lose der Familie neben an.

Die Kinder waren sauer und aufgeregt das „rien ne va plus“ blitzte auf in den Augen die Lust und Hoffnung, dass noch mehr kommen könne (wie konnten wir Eltern da abgeben?).

Diese Energie wünsche ich uns für 2018, es möge stets noch etwas Schönes für uns übrig bleiben. Und wenn Dinge auf uns zukommen die uns fordern hoffe ich auf eine Lösung und Gelassenheit

Eines kann ich nicht hinnehmen, dass das Spiel der Zukunft ein leider verloren kennt.

oder?

Konsti