Unverhofft kommt oft: Und dann meckert das kleine Kind…

Wenn das dritte Kind mit relativ viel Abstand zu den beiden großen geboren wurde, erinnert man viele Dinge erst dann, wenn sie wieder vor einem sind. Das Schlafen in der Nacht, die vielen lachenden Momente und die Trotzigkeit sind einige wiederentdeckte Beispiele.

Das Trotzen kam heute wieder über uns – ohne ersichtlichen Grund. Keine Chance irgendetwas falsch oder richtig zu machen. So war es auch heute. Nach einem erfüllten Tag und einem fröhlichen Abschluss in der Badewanne stand ich da – im Flur mit dem kleinen Kind. Es plärrte und meckerte und war mit nichts zufrieden, abgesetzt wollte sie nicht werden. Sie rief „Papa Arm“ und wenn sie auf dem Arm war, dann reckte und streckte sie sich so stark, dass ich sie kaum halten konnte.

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Das willensstarke Kind ist da

Das willensstarke kleine Mädchen, das nicht wusste was es wollte. War unsere Herausforderung. Alu und mir war schnell klar, es braucht Ablenkung. Doch weder Abendbrot, noch Nachtisch oder Gummibärchen waren reizvoll genug die unerklärbare Widerständlerin wieder zu dem reizenden Kind werden zu lassen, welches sie noch vor 20 Minuten war.

Überforderung machte sich bei mir breit, denn ich war diejenige Person, die K3 noch am ehesten wollte aber irgendwie eben auch nicht. Mama sollte kommen, Mama sollte wieder gehen. Papa sollte sie hochnehmen und wurde dann wieder mit wütenden Armen weggedrückt. Was sollten wir tun ohne, das die kleine Gefahr lief sich selbst wehzutun? War es Wut, war es Schmerz oder fühlte sich die kleine Dame missverstanden? In unseren Köpfen spielten sich alle möglichen Optionen durch.

Was tun, wenn die Autonomie um die Ecke kommt?

Sie einfach ins Bett legen vielleicht, es war ja schon kurz vor sechs. Oder aber sie zur Not mit Körpereinsatz dazu zu bringen irgendwo sein zu wollen? Alles fühlte sich nicht gut an und egal was wir dachten unsere Erfahrung lehrte uns, es würde vorbei gehen (Es ist immer gut auch in scheinbar unlösbaren Situationen sich klar zu machen es wird irgendwann wieder besser).

Das wurde es dann auch. Die großen Geschwister waren da und ich entschied mich das Tablet anzuwerfen, um Mickey Maus auf den Schirm zu rufen – K3s Star der letzten Tage. Die beiden großen Geschwister waren bei uns. Die ersten Minuten änderten nichts. Dann kam der Bruder auf die Idee ein Video anzumachen, welches sie beide schon geschaut hatten – irgendein Wunderhaus Lied. Die Kleine interessierte sich immer mehr, sie freute sich daran, dass „Mickey“ zu sehen war mit seinen Freunden.

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Mittlerweile saß sie nackt auf meinem Schoß und K1 und 2 waren neben uns. Wir guckten 10 Minuten dieses Lied in Dauerschleife und da war wieder mein Mädchen. Mama kam hinein und K3 fragte schon einmal nach den Gummibärchen, welche zuvor ja schon einmal Teil der Verhandlungsmasse waren. Alu bot diese als Nachtisch an. Gemeinsam gingen wir essen und gemeinsam haben wir fünf auch die Situation zwischen hier und jetzt gelöst.

Gewiss ist: Es kommt wieder!

Was es war? Wir wissen es nicht. Ich erinnere mich nur, dass wir das besonders von der großen Tochter kannten. Kennt ihr diese kindliche Ausraster, diese Überschalt Momente? Wie geht ihr damit um?

Konsti

Trotzzweg