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Elternleben

Daheim, endlich daheim #Coronatagebuch

Nach einer längeren Dienstreise oder wenn die Kinder aus den Ferien kamen, war dort diese große Unruhe und Vorfreude auf zu Hause, die Kinder, die Frau man wollte endlich wieder daheim sein.Diese Tage waren besonders oft auch weil es der Kontrast war zu dem davor. Wenn eine Arbeitswoche zu Ende war, kam da dieses Wochenende, zwei Tage für und mit Familie. Am besten waren die, welche ohne viele Termine waren für mich. Dann gab es völlig freie Gestaltungsmöglichkeiten.

Teilweise waren meine Frau und ich auch unterschiedlicher Meinung. Sie wäre gerne mehr raus gegangen mit den Kinder unterwegs sein, etwas erleben. Ich für meinen Teil fand es wichtig, dass wir gemeinsam unser zu Hause erlebten, denn Pflichten gab es schon genug unter der Woche.

Jetzt ist ein extreeeemmmm langes Wochenende. Kaum noch Termine, da die nahezu unweigerlich Kontakt darstellten. Zu fünft sind wir daheim und das was früher eher eine Ausnahme war, ist nun seit Wochen die Regel.

Endlich daheim

Auch die Sorgen sind etwas geschrumpft, Menschen fügen sich.

Nun ist es so, dass ich die Zeit wirklich gerne hab. Wir verstehen uns immer noch gut. Das Wetter stimmt, gerade sind unbemerkt die Ferien verflossen, damit fiel Heimbeschulung und ein Streßfaktor aus.

Wir haben Abläufe und Rituale und das oberste Gebot ist: Die Stimmung muss auf einem gewissen Niveau bleiben – zumindest die bei den beiden kleinen Kindern.

Das für mich interessante ist die Frage, was geschieht wenn im Leben die Ausnahme in Richtung Regel abwandert? Zu Hause ist nun wirklich der absolute Lebensmittelpunkt und kein wohl dosiertes Privileg mehr. Sicher auch der Grund, warum vielerorts die Dunkelziffer an Gewalt ansteigt.

Wie wird es sein, wenn es wieder heißt: Papa geht ins Büro und arbeitet nicht in der Frühe, in der Mittagszeit und spät am Abend (wenn es der Familienablauf erlaubt), im Arbeitszimmer?

Werden die Kinder wieder problemlos in ihre Bildungseinrichtungen gehen? Gerade bei K3 ist zu befürchten, dass es ein neues Eingewöhnen in der Kita geben wird. Und die Gewöhnung, die wir alle benötigen werden um in der Welt nach dem Shutdown und mit Corona wieder im Gesellschaftsleben anzukommen, ist noch nicht abzusehen. Irgendwann ändern sich die Vorzeichen erneut. Es bleibt abzuwarten wie schwer es uns fallen wird in unbestimmter Zukunft zurückzukehren.

Sicherlich wird unser Daheim dann noch mehr zu Hause sein, endlich.

Konsti

Papa, ist morgen noch Corona? #Coronatagebuch

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