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Ein Ausflug mit Kindern – die Pubertät fährt mit

Ein Vorteil derzeit, man erlebt viele Geschichten mit den Kindern. Eine  Geschichte davon ist vielen Eltern größerer Kinder sicherlich vertraut, das Drama: Ausflüge. Nur vorweg: wir sind wirklich weder eine Wander- noch eine Sportfamilie (so von wegen Rennradfahren oder anderen Leistungsportarten), aber wir sind gern draußen und genießen das auch.

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Nun leben wir mittlerweile im Norden Berlins und drei von vier Himmelsrichtungen führen uns hinaus aus der Stadt. Sie führen zu wunderbaren Naherholungsgebieten, die teilweise erst in den letzten Jahrzehnten entstanden sind. Einmal in der Woche zusammen raus an die frische Luft und das mit dem Rad oder zu Fuß, dass sollte doch drin sein. denken wir Eltern.

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Also planen wir Eltern besonders an den vielen langen Wochenenden, die durch das dauerhafte zu Hause sein noch viel länger scheinen, kleine Routen. Das heißt zum Beispiel, wir rechnen mit 15 oder 30 Minuten Fahrrad fahren für einen Weg. Heute sollte die Strecke mit den Rädern 25 Minuten, 8,3 km und „größtenteils flach“ verlaufen, wie uns das Navi mitteilte.

Wenn die Pubertät Fahrrad fährt

 

Dabei wurden der Mittlere und die Kleine eh im Lastenrad kutschiert. Lediglich die Große 12 (bald 13) Jahre alt, die eigentlich gerne mal mit dem Rad rausfährt, sollte selbsttätig radeln. Und das war das Drama! Alu vorweg mit den Kindern, ich dahinter und kurz nach dem Start ein schleichendes Kind.

Die Jugendliche hatte offensichtlich keinen Bock. Irgendwann wurde es zähflüssig. Zum Glück kam sie ab und an länger in Schwung. Als wir dann die Schönower Heide erreichten, war der Ofen aus. Mein großer Liebling stieg ab. Sie wollte nicht mit mir reden. Sie wollte gar nichts mehr.

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Irgendwann ließ ich sie stehen und fuhr bis zur nächsten Gabelung vor. Es waren noch acht Minuten bis zum Ziel (mit dem Rad). Ehrlich gesagt verstehe ich nicht was ich falsch mache, in diesen Momenten. Alu fragt dann immer: „Womit haben wir das verdient?“ Tja, das weiß ich auch nicht. Irgendwie ist es stets ein Kampf solche Unternehmungen zu machen.

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Dabei sind am Ziel eigentlich alle froh. Dort am alten Getreidespeicher spielten wir auf dem Spielplatz, K3 streichelte Esel und die Eltern ließen Pommes und Getränke springen. Zum Glück wurde die große Tochter dann auch gesprächig (gegenüber der Mutter). Der Rückweg war dann kaum ein Problem, das verwunderte mich noch mehr.

Und das Fazit?

Nun besorge ich der Großen einen bequemeren Sattel und hoffentlich kann dann der nächste Ausflug protestarmer ablaufen. Übrigens, als wir kurz vor der Rückfahrt standen, kam ein Vater mit zwei Jungs auf Rädern an. Die Gesichter der Teens sprachen Bände. Ich wurde Zeuge von Fragen „Was ist das hier?“ „Warum mussten wir hierher?“ Der Vater bemühte sich redlich.

Ich bin also nicht allein!

Wie bekommt es hin eure Kinder zwischen zehn älter zu motivieren?

Konsti

Versperrt die Türen! Die Vorpubertät klopft an!

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6 Comments

  • Kunstliebe
    3. Juni 2020 at 23:15

    Oh wie ich das kenne! Mädchen 12,5, Junge 8, Mädchen 2,5. Das große Mädchen muss oft motiviert werden und dann passt ihr Outfit nicht und sie zieht sich kurz vorher noch um und wir müssen alle warten. Bis sie endlich fertig ist streiten die anderen zwei schon. Ich sag dann jedes Mal zu meinem Mann. Warum ist das bei uns immer so ein Drama😅. Ja die Pubertät klopft schon an. Ich ertappe mich manchmal wie ich die Nachbarn um ihre zwei Mädchen 4 und 7 beneide. Meistens fröhlich zusammenspielend und harmonisch. Aber wer weiß wie sie dann mit 12 sind. Tipps habe ich leider keine! Ihr seid nicht alleine.

  • TAC
    4. Juni 2020 at 13:49

    Da frag ich mich auch… Wenn ihr ein Geheimrezept gefunden habt, lasst es mich wissen 😉
    Gestern früh hatte die 13jährige Schule, grummelte vor sich hin und schnauzte mich an, obwohl ich nun wirklich nicht dafür konnte, dass sie ihr Tuch vergessen hatte.
    In der Schule hatten sie mein Kind anscheinend ausgewechselt.
    Sie kam fröhlich, gut gelaunt, gesprächig wieder nach Hause.
    Vermutlich war ich nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und hab den allgemeinen Frust abbekommen.
    Alles Gute für euch, das wird schon 😉
    LG von TAC

  • Alu und Konsti
    5. Juni 2020 at 10:42

    Vielen Dank für deine Mut machenden Worte,
    zumindest dahingehend, dass es bei euch ähnlich ist.
    Gut zu wissen nicht allein zu sein.
    Dein
    Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juni 2020 at 10:43

    Oh ja, anscheinend bedeutet Pubertät für Eltern immer öfter am falschen Ort sein zu müssen.
    Danke dein Konsti

  • Anni
    5. Juni 2020 at 10:44

    Hallo Konsti! Das ist genau mein Thema. Meine Tochter ist mitten in der lockdown Zeit 11 geworden und gefühlt auf den Tag genau ist die Pubertät bei uns eingezogen. Der kleine Bruder versteht gar nicht so recht, wie ihm geschieht. Ihre Zimmertür ist für ihn zu. Die Tochter liegt mit Kopfhörern im Bett und liest. Oder telefoniert. Schule ist noch ein schwierigeres Thema als zuvor. Und bewegungsfaul ist sie leider auch noch mehr als zuvor. Man kriegt sie nur über die Themen also im Wesentlichen die Bücher, die sie gerade interessieren. Da muss ich dann jede Chance nutzen, um mit ihr ins Gespräch zu kommen oder an sie ran zu kommen. Dazu kommt, dass die körperlichen Veränderungen unübersehrbar werden. Allerdings kann es schon Ausraster geben bei dem Hinweis, ein Deo oder eine Gesichtswaschlotion zu benutzen.
    Für mich ist das auch richtig schwer zur Zeit!
    Ich würde mich über mehr Blogberichte zum Thema Pubertät freuen.
    VG

  • Anna
    23. Juni 2020 at 12:20

    Was bin ich froh, den Beitrag gelesen zu haben. Ich habe wirklich gedacht ich sei allein mit dem Problem (Sohn 11 und Tochter noch 9). 9-jährige kann man noch begeistern, mit 10/11….puh. Am besten geht für ihn im Bett liegen, Rolläden auf Halbmast und “Brawlstars” spielen.

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