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Ein ganz normaler Chaostag #Vereinbarkeit

Heute war als ganz normaler Tag gedacht. Ich stand früh auf. Im Bad stehend erhielt ich einen Anruf vom Schulbusfahrer. Ihm wurde sein Bus gestohlen. Er müsse einen neuen besorgen, ob ich meinen Sohn fahren könne. Mit Blick auf die Uhr (6:30) sagte ich ja. Als der Knabe endlich wach war und wir uns einen Toast machen wollten, fragte ich mich, wann war eigentlich der Termin zur Physiotherapie im SPZ gewesen? Ups, das war heute, genauer gesagt in 45 Minuten. Kind antreiben, Frau Bescheid geben und schon fuhren wir in Richtung Innenstadt. Unterwegs in der Schule anrufen und trotz allem Berufsverkehr pünktlich sein (Corona Impfcheck inklusive) – allein dafür hätte ich einen Orden verdient. Schnell anmelden am Tresen, da bemerkte die Mitarbeiterin, dass die Kollegin heute nicht im Haus sei. Sie hatte mir den Termin bestätigt, in ihrem Kalender aber den Folgetag vermerkt. Nun gut, so etwas passiert uns auch also schnell zur Schule. Immerhin habe ich in 90 Minuten meine erste Videokonferenz. Auf dem Weg hören wir seine Lieblingsmusik. Er darf ein bisschen Handy spielen. 

Da ruft die Frau an. Sie komme nicht aus der Einfahrt aufgrund von Straßen Bauarbeiten. Schließlich organisiert sie sich mit den Bauarbeitern. Doch währenddessen hatte sich K3 einen Finger in der Autotür geklemmt. Kurz kam Panik auf, doch dann reichte ein Pflaster aus (die helfen bei uns meist am besten). Zu diesem Moment war es noch nicht einmal 8:45 Uhr. Alldieweil brachte ich K2 nun zur Schule, um gleich darauf wieder gen Arbeit aufzubrechen. Die Frau rief später nochmal an, das Kind war an der Kita ausgestiegen, aber ohne Jacke. Diese hatten beide in der ganzen Aufregung heute morgen vergessen, was für ein Anfang.  Aber auch Alu machte sich im Folgenden zurück auf den Weg zum heimischen Schreibtisch. 

Und dann passierte das…

Dort fiel dann erst einmal das Internet aus. Kurz darauf war auch der Strom weg. Wir richteten uns schon darauf ein, dass wir heute quer durch den Tiefkühlschrank zu Abend essen müssten. Zum Glück ging es dann nicht so weit, aber das Internet war eine ganze Weile weg. Der Rest vom Tag war zwar spannend doch nahezu normal. Daher erspare ich euch die Details nur so viel: Zwischen 7:15 und 9:15 bin ich kreuz und quer durch die Stadt gefahren habe allein familiär so viel erlebt wie innerhalb eines Arbeitstages. Die Frau rief ab und zu an und erzählte mir von ihren technischen Schwierigkeiten, ihrer Trauer um die Katze und dem Tanzkurs der Jüngsten. Immerhin hatten sie inzwischen an die Jacke gedacht.

Mein Tag verlief dann aber auch weiterhin spontan:. Darunter war, z.B., die spontane Begegnung auf dem Weg zu einem Termin. Eine uralte Jugend Bekannte sprach mich von der Seite an „Du hier?“ und das war ich dann auch noch – irgendwo in Mitte ergab sich ein nettes Gespräch. Was für ein Tag und was für ein Leben – das Leben eines Vaters. Ein ganz normaler Chaostag eben. Und bei euch so?

Konsti

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