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Ist pünktlich sein mit Kindern wirklich so schwer?

Unsere werktäglichen Morgen entspannen sich derzeit. K1 fährt allein zur Schule, gegen 6:30 Uhr verlässt sie das Haus. Sie will auf keinen Fall zu spät kommen. Wenn dies wegen Verspätungen im ÖPNV passiert, dann ist sie sauer. Regulär ist sie fast 30 Minuten zu früh an der Schule. Kurz nach dem Weggehen der großen Tochter erwacht, oder wird geweckt, K2. Hier muss man dranbleiben.

Wir Eltern treiben ihn an.

Sollte er zu viel Zeit haben, dann setzt er sich gerne bei Lego fest. Das sorgt oft für Druck nach hinten raus. Denn der Schulbus, der ihn nun abholt, ist meist 7:30 Uhr da. Offiziell geht es erst um 7:35 Uhr ab Bordsteinkante. Doch, es muss möglich sein diesen Knaben pünktlich dort zu haben. Wie so oft war auch heute wieder ein Gerangel. Er stand nicht auf um sich anzuziehen. Nach etlichen Bitten und Verlängerungen geben wurde ich harsch. Ich zog an seiner Jacke. Er begann zu bocken und nichts drohte mehr zu gehen. Das ist eigentlich der Worstcase. Na ja, irgendwie haben wir es noch hingebogen. Drei Minuten nach halb acht waren wir da und der Bus auch (noch). Ich habe mich verabschiedet, gekuschelt.

Wir haben uns unserer Zuneigung versichert.

Ich gelobte Besserung. Darum bemühe ich mich, ständig. Warum habe ich mich wieder aufregen lassen? Ich muss doch wissen, dass mein mittleres Kind so nicht funktioniert. Ich hoffte wir können am Nachmittag darüber sprechen.

Familienmorgen_Stress am Morgen

 

Nun warte ich darauf die jüngste Tochter zu wecken. Dann wird es kreativ. Mal schauen, wer alles heute mitkommen muss und welche besonderen Regeln am Frühstückstisch gelten. Ich hoffe sehr auf gute Laune. Denn die steckt an und reich meist für den ganzen Tag. Sicherlich werden wir im Auto wieder die ganze Zeit alle Versionen des “Bibi-und-Tina-Titelliedes” hören. Es gibt bei unserem Anbieter vier Stück! Jede dauert ca. 1,5 Minuten, so dass wir oft 2 Durchgänge schaffen. Gleich geht es los. Zum Glück ist Pünktlichkeit hier heute nicht so wichtig, da ich keinen Folgetermin habe. 

Doch jeder, der nach 2-3 Stunden Action, Drama und Morgenblues mit den Lieben am Bürotisch sitzt und das auch noch zur geplanten Zeit, hat absolute Hochachtung verdient. Eltern, Pflegende, Verantwortliche, Menschen, die ihr mit Menschen allmorgendlich zu tun habt –

Ihr seid SUPER (und meist pünktlich)!

Konsti

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4 Comments

  • TAC
    24. Januar 2020 at 08:03

    Oh, ich kenn das nur zu gut.
    Neben dem Mittleren bleibe ich sitzen, sonst wird das nix mit Anziehen.
    Und Leerlauf ist Gift, da fängt er mit was an (Lego, Zeitung, Buch…) und will/kann nicht aufhören. Dann ist bocken und Ärger vorprogrammiert.
    Ich wünsch euch Kraft, jeden Tag aufs Neue. Und dass ihr die Ruhe bewahren könnt.

    LG von TAC

  • Sari
    27. Januar 2020 at 09:53

    Mit dem Kleinen bin ich zeitlich Gott sei Dank etwas flexibler. Hauptsache er ist bis zum Frühstück da, danach wäre eher doof. So müssen wir vor allem mit dem Großen pünktlich sein und der will am liebsten 10 Minuten vorher, also zum ersten Klingeln da sein. Das Hochkommen am Morgen ist bei beiden ein…naja, ich stelle den Wecker immer lieber 15 Minuten früher, damit sie das Gefühl haben noch ein wenig liegen bleiben zu können *lach*

    Ich war wie deine Große: Ich war auch schon immer 30 Minuten früher da. Meist habe ich mit den Schülerlotsen gequatscht, später halt vor der Schule gestanden und auf Freunde gewartet. Ich hasse es zu spät zu kommen. Noch heute bin ich tendenziell immer zu früh da, um eventuelle Hindernisse mit einzuplanen 🙂

  • Julie
    29. Januar 2020 at 16:27

    Wir haben das Thema auch immer wieder. Da werden dann die Nägel lackiert oder man verzettelt sich, weil die Klamotten dann doch nicht so toll in Kombination aussehen oder es fällt einem der vier Großen ein, dass sie doch noch etwas komplett anderes essen, machen, spielen wollen. Manchmal komme ich mir vor, wie eine gesprungene Schallplatte. Aber bisher wurde zumindest kein Bus verpasst und wenn sie doch mal zu spät in der Grundschule ankommen, weil sie auf dem Weg getrödelt haben, werden zwei Augen zugedrückt.

  • Alu und Konsti
    29. Januar 2020 at 22:07

    ich kenne das gefühl so gut.

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