Mutti gone wild - kein Grünzeug am Weltfrauentag
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Elternleben

Mutti gone wild – Kein Grünzeug am Weltfrauentag.

2018 – ist das erste Jahr in dem ich als Frau und Mutter keine Blume von einem Stand bekommen habe. Obwohl mir sehr viele Stände an diversen S-Bahnhöfen begegnet sind um mir Grünzeug in die Hände zu drücken, bin ich ohne Blume nach Hause gegangen – yeah. Wahrscheinlich liegt der Blumen lose Nachhauseweg an meinem versteinerten Gesicht am heutigen Weltfrauentag.

Ich bemerke seit Jahren, dass ich mich besonders an diesen Feiertagen für Frauen, Mütter und Kinder nicht besonders über vermeintliche Blumen oder Shoppingprozente freuen kann. Ich fühle mich eher wütend, aufgewühlt und radikalisiert.

No Flowers

Seit ich Kinder habe steigt meine Laune in Bezug auf die derzeitigen politischen Gegebenheiten für Familien nicht besonders an. Ich möchte jeden Tag Dinge verändern zu Gunsten der Kinder, zu Gunsten unserer Zukunft.

Ich habe schon oft darüber geschrieben, keine Kitaplätze, zu wenig Aufmerksamkeit und Möglichkeiten für Familie, Vereinbarkeit als Problemthema und Frauen werden immer noch als Ersatz für alles gesehen.

Auf einer Frauenveranstaltung heute wurde immer noch darüber geredet wie schwer Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen ist. Es ist einfach nur ätzend, dass wir immer und immer wieder an diesem Punkt stehen. Ehrlich, ich rolle inzwischen mit meinen Augen bei dem Thema.

Ich habe die Schnauze an manchen Tagen gestrichen voll und sage das meinen Kindern auch. Ich gehe mit ihnen für Europa und Frauenrechte demonstrieren, ich zeige ihnen dass alle Menschen gleich sind in ihrer Würde aber leider nicht in ihren Voraussetzungen.

„Mama wird immer mehr Öko“, sagt das große Kind und meint damit, dass ich mich als Mutter verantwortlich fühle, ich möchte eine Welt schaffen und hinterlassen die lebenswert ist.

Ich will keine Blumen an einem Tag der besonders für Frauen gemacht ist. Ich brauch keine besonderen Angebote für Waxing und Schminke nur weil ich eine Vagina hab.

Isch rege mich auf

Ich rege mich auf über das Schulsystem, die RosahellblauFalle und meinen Arbeitgeber wenn es sein muss. Denn laut sein, die Kinder zu Diskussionen anregen und sie dabei zu begleiten eigene Meinungen stark zu vertreten sehe ich als Eltern als eine unserer Hauptaufgaben an.

Als Familienbloggerin möchte ich Haltung und Meinung vertreten – immer wieder – jeden Tag. Ich möchte mit euch und mit meinen Kindern über das sprechen was passiert da draußen und ihnen zeigen, dass es noch einer Menge Veränderungen bedarf.

Mutti will keine Blumen, Mutti will Perspektiven.

Es braucht Stimmen, Meinungen, starke Frauenvorbilder und Empowerment. Es braucht starke Mütter und Töchter und Söhne. Es braucht Zeit, Liebe und eventuell Koffein.

„I want no flower, i need more Power“ habe ich heute gepostet und das liebe Eltern wird auch mein Leitsatz für alle kommenden Frauen- und Müttertage sein.

Seid ihr dabei?

Alu

„Holen sie bitte ihr Kind ab“ E-Mails aus der Hölle

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3 Comments

  • Katharina Lorber
    9. März 2018 at 06:26

    I am with you.

    Sowas von.

  • Freitagslieblinge am 9. März  - x-mal anders seinx-mal anders sein
    9. März 2018 at 15:01

    […] Ich stimme Alu zu. Scheiß auf die Blumen am Frauentag.  […]

  • #12von12 im März: demnächst im ZDF - Hauptstadtpflanze
    12. März 2018 at 17:38

    […] Zum Glück blüht es zu Hause schon bunt (#8v12), denn der Hauptstadtmann hat mir zum Weltfrauentag Blumen mitgebracht. Ich verstehe den Tag ja vielmehr politisch – und freue mich trotzdem. Denn für uns zwei passt es gut so. Was ich nicht mag sind rote Rosen und leere Versprechungen von Politikern, da bin ich ganz bei Alu (grossekoepfe) und ihrem Blogbeitrag zu diesem Thema „Mutti gone wild.“ […]

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