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Wenn sich alles verändert #GenerationOmaOpa

Ich öffne das Fenster und lasse die Zeit hinein und die Vergänglichkeit.

Heute vor sieben Jahren starb meine Großmutter. Ich hatte damals schon mal über meine Begegnung mit dem Tod geschrieben,

Als der Tod unsere Familie besuchen kam

aber als mich meine Mutter heute telefonisch an den Todestag erinnerte, da fiel mir etwas ganz anderes auf:  Damals starb die letzte Person unser beider Großelterngeneration.

Das ist der Lauf der Dinge – unaufhaltsam

Seit diesem Tag haben unsere Eltern den Platz der Großelterngeneration, ihren Sitzplatz im Rat der Ältesten eingenommen und erst jetzt sieben Jahre später beginne ich darüber nachzudenken. Unsere Eltern sind also die Ältesten, die Zeit vergeht und bedeutet: Wir sind bereits in der Mitte.

Unseren Platz als Kindergeneration haben wir, laut dem Lauf der Dinge, schon lange verwirkt.

Trotzdem bleiben wir wohl immer die Kinder unserer Eltern. Wenn wir krank sind, dann rufen wir unsere Eltern an, wenn wir Sorgen haben ebenfalls. Sie unterstützen uns in unseren derzeitigen Ausbildungswegen und auch in den Fragen des Vereinbarkeitswahnsinns, der vielen Familien so oft die Ruhe nimmt.

Ich schätze mich glücklich darüber diese Großelterngeneration für unsere Kinder da zu wissen, ich hatte ja bereits mal darüber geschrieben was MIR mein Opa bedeutet hat.

Ein Brief an meinen Opa Walter

Ich wünsche mir für unsere Kinder so sehr, dass sie noch viele Jahre mit diesen fitten und klugen Menschen verbringen dürfen. Ich drücke ihnen die Daumen für Erlebnisse und gemeinsame Momente, die sie prägen und von denen sie auch im Erwachsenenalter noch zehren können.

Ich habe diese Momente mit meinen Großeltern sehr fest in meinem Herzen verankert.

Seien es die Fahrradversuche vor dem Haus meines Großvaters in Adlershof, oder meine rauchende Großtante deren Stimme mich immer erschreckte. Seien es die schnarchenden Nächte mit meiner Großmutter und ihren Faible für Sportsendungen inmitten der Hochhaussiedlung am Lübars.

Ich trage diese Momente in mir und mische sie längst mit wichtigen Umarmungen und Momenten mit dieser neuen, dieser nun ältesten Großelterngeneration. Ich möchte die Zeiten festhalten, ihnen in die Augen schauen und kann ihnen einfach nicht oft genug sagen: Ich bin sehr dankbar für euch. Jeden Tag! Ich bin so froh noch so viele tolle Momente mit meinen Eltern und Schwiegereltern und den Großeltern der Kinder verbringen zu können. Ich freue mich für unsere Kinder die in euch Verbündete haben und denen ihr ebenfalls so wichtig seid. Ich sehe euch älter werden und darf  eure Schultern dabei berühren und ich empfinde das als Geschenk!

Ich schließe das Fenster, der letzte Hauch meiner Großmutter fliegt aus dem Zimmer. Sieben Jahre sind es nun schon und mir ist wie heute, wie jetzt, als ich sie so friedlich und ohne zaudern in unserer Mitte lag. Vielleicht können sich meine Kinder nicht mehr daran erinnern, aber ICH kann mich erinnern und ihnen davon erzählen, jedes Jahr aufs Neue, bis ich eines Tages den Platz im Ältestenrat einnehmen muss.

Alu

Was denken Ihre Kinder wohl eines Tages über diese Geschichten im Internet?

Tod in der Familie

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