Warum das Wort MÖP mir zu oft auf der Zunge liegt #Vereinbarkeit
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Warum das Wort „Möp“ mir zu oft auf der Zunge liegt #Vereinbarkeit

Das Vorstellungsgespräch und Ich. MÖP

Sitze im Vorstellungsgespräch, nach Palaber, Palaber dann die Frage:

„Was sind ihre Schwächen?“

Denke an Flecken kleiner Hände auf meinem Jackett, die ich bis eben noch verzweifelt rausgerubbelt habe. Denke an wache Nächte. Denke an Legosteine, die sich in meine Füße bohren. Denke an „Meine Kinder“ und antworte „Meine Ungeduld.“  „Meine Ungeduld“, führe ich dann aus, „die bekämpf ich jetzt aber mit Yoga und das ist sowieso schon alles viel besser geworden, denn ich bin ja Mutter von zwei Kindern und was die einem alles über Geduld beibringen, ja da würden sie staunen.“
Starre in die Gesichter von zwei Männern über 50 und zwei Frauen über 60.  Denke: vielleicht Ansprache verfehlt, wer weiß?
Man soll ja in Bewerbungsgesprächen immer Schwächen benennen, die eigentlich keine wirklichen
Schwächen sind. Sowas wie „Manchmal bin ich überambitioniert“, oder so einen Quatsch. Ich kann das irgendwie nicht. Ich schau mich an, ich hör mir zu und dann merk ich eben, dass meine Ungeduld mich manchmal bremst und dass auch das Yoga und die Kinder diesen Wesenszug wohl nicht komplett ändern können.

Mein MÖP ist freundlich

Ich möchte auf viele dieser Fragen einfach nur noch Möp antworten. Gespräche (jeglicher Art), würden aus meiner Sicht, viel besser laufen. Statt auf: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
„Voll und ganz hier und glücklich und Pustekuchen“ antworten zu wollen, einfach
Möp.  Statt auf: Ist ihre Familienplanung abgeschlossen?
„Ja, natürlich denn diese kleinen Dreckschleudern kosten mich ja schon 500.000 Euro bis sie ausziehen“ antworten zu wollen, einfach „Möp“. Wo sind ihre Stärken? Möp Was haben sie für
Schwächen? Möp. Benennen sie markante Punkte in ihrem Lebenslauf MöpMöp, Möp!
Mein Möp ist freundlich.
Hach, das wäre ein Spaß! Endlich mal wieder Freude an Vorstellungsgesprächen. Ich weiß ja, standardisiert und so, aber hey lieber zukünftiger (weiterhin unbekannter) neuer Chef:
Du kannst mit mir reden, dich mit mir unterhalten. Ich bewerbe mich aus Interesse bei dir, ich hab wirklich Bock auf den Job und das kannst du an meinen Unterlagen, meinem Auftreten und meinem Können sehen. Echt jetzt!
Ich wünschte, ich könnte Möp sagen, in gaaaanz vielen Momenten in meinem Leben.
Könnte ich das?
 Aber ich weiß ja, welche Antwort ich auf diese Frage von Euch bekomme:
 MöpMöpMöpMöpMöp.
 Alu

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3 Comments

  • Suse-Ichlebejetzt
    7. November 2014 at 07:06

    Diese Fragen….
    Mich fragte mal jemand: "Wie wollen Sie denn diesen anspruchsvollen Job schaffen mit drei Kindern?"
    Ich hätte am liebsten gesagt: Die drei Kinder haben meines Wissens auch noch einen Vater Sie Mööp Mööp!" Die letzten beiden Worte ließ ich weg. Dennoch fand die ältere Dame meine Antwort äußerst seltsam…
    Für mehr Mööps im Leben!
    Suse

  • Mama notes Blog
    7. November 2014 at 08:38

    Diese Fragen sind SO bekloppt und halten sich so hartnäckig. Mittlerweile ist ja bekannt, wie und was man darauf antworten soll, also was genau können Antworten darauf noch vermitteln?! Dass man sich schlau gemacht hat, welche Doof-Fragen kommen können und genau was man darauf antwortet. Ist doch bestusst.
    Ich bin mal gespannt, wie es bei mir nächste Woche laufen wird. Ist ja nur eine Stelle als Freelancer, aber dennoch… Bestimmt ist es auch total schockierend, daß ich als 42jährige Frau Kinder habe. 😉 Mal gucken, wie sie darauf reagieren…

  • Frische Brise
    7. November 2014 at 19:15

    Ich hatte mich gar nicht schlau gemacht, was so an Fragen kommen könnte.

    Auf die Frage nach meinen Schwächen habe ich geantwortet: "Schokolade." und damit die Frauen um die 50 auf meiner Seite gehabt.

    Und den Job habe ich auch bekommen 🙂

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