#Wochenberliner: Neulich, am Notausgang! - Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Grossekoepfe.de | Ein Elternblog mit Ihrer und Seiner Sicht aus Berlin!
Elternleben Kulturleben Wochenberliner

#Wochenberliner: Neulich, am Notausgang!

Immer wieder einmal ist unsereins in Räumen, wo es die von der Brandschutzordnung vorgeschriebenen Zweitausgänge, oder Fluchtmöglichkeiten gibt. Das kann eine Kinderarzt-Praxis sein (denn wer dort warten muss sucht keinen Arzt in eigener Sache mehr auf), oder ein Veranstaltungsort bis hin zum ÖPNV mit seinen Gummifensterdichtungen und Hämmern.
Doch neulich war ich an einem nahezu mystischen Ort. Es war eine Praxis. Dort gelangt man durch eine Tür in eine Vier-Raum-Wohnung. Vom Flur gehen die Behandlungsräume ab, ein Büro, ein Bad, eine kleine Teeküche. Im Flur wartet man und ab und zu, damit der Therapeut nicht die Sitzung unterbricht. Und während ich dort so sitze, schaue ich nicht nur aus dem Fenster in die spannend unsortierte Berlin-Mitte-Hinterhof-Landschaft, die einem das Gefühl von Kreuzberg 1985 vermittelt, sondern, man guckt auch mal nach rechts. Dort sehe ich die Eingangstür und gleich rechts daneben, eine zweite Tür. Diese sah ich noch nie offen, doch darüber das beliebte Schild weiß auf grün mit dem ikonografischen Männlein und der weißen Tür. Doch wo um alles in der Welt führt diese Tür hin? So, wie ich den Grundriss rekonstruiere, müsste dort das Nachbarbüro sein (wer weiß?). Denn tritt man durch die offizielle Tür auf den Flur, folgt rechts ein beschilderter Büroeingang. Nun hoffe ich beim nächsten Besuch einmal schmulen zu dürfen. Vielleicht ein Abgrund, oder einfach eine Wand? Zumal wenn ich Notausgänge habe, sollten diese nicht in zwei verschiedenen Ecken der Wohnung sein?

Da hilft wohl nur Daniel
Wenn ich mir diese Frage nach den Notausgängen so recht bedenke, dann stoße ich immer wieder auf spannend-lustige Optionen. In der Musikschule z.B. ist im 1. Stock ein Schild am Fenster, dort ist der (oben genannte ikonografische) Mann der dann eine ebenso einfach gestaltete Feuerwehrleiter hinabsteigt.
Oder, im sonst wirklich schnöden Institutsgebäude der Kunsthistoriker der Humboldt-Universität, wo man aus Brandschutz Kunst macht, das ist ja wenigstens mal was.
Kunst
Auch auf meiner Arbeit wäre die Flucht aus dem obersten Geschoß vor allem eine Sightseeingtour über den Dächern von Berlin-Mitte. Als Belohnung könnte man dann eine Stahlbrücke überqueren, um dann eine Leiter zu nutzen, die einen auf einen wunderbaren Friedhof führen würde.
Doppeltür?

Oh Mann, jetzt weiß ich was noch schöner gewesen wäre! Noch besser als Feuerwehrmann wäre wohl Notausgangtester gewesen. Ich sollte umschulen?!

Konsti

You Might Also Like...

No Comments

    Leave a Reply