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Kindergartenkind

Wie ich meinem Kind die Kirche zeigen wollte

Wie ich dem Kind die Kirche zeigen wollte

Gestern war ich mit meinem 2,5jährigen Sohn in unserem Kiez
spazieren. Beides ist leider selten. Er zeigte großes Interesse an der
evangelischen Kirche, nach der unser Kiez benannt ist, der Samariterkirche.
Jedes Tor im Zaun lief er ab. Er wollte hinein zu Jesus. Ich sagte komm wir
gehen zur Hauptpforte. Dort angekommen kamen gerade zwei Frauen heraus. Ich
sagte so etwas wie, schade das heutzutage die Kirchen immer zu sind, ob sie uns
nicht hineinlassen könnten. Eine sagte ohne auf meinen zweiten Teil zu
reagieren aber Samstag und Sonntag sei hier offen. Ich erwiderte, wir sind im
Urlaub. Sie: Na dann ein anderes Wochenende.
Was macht mich nun so nachdenklich? Ich bin schon immer Berliner
und kirchennah. Wenn ich von der Schule kam lag meine katholische Pfarrkirche
auf dem Weg nach Hause. Oft ging ich hinein. Später in den Neunzigern kam ich
zumindest immer in den Vorraum. Oft war auch der Seiteneingang auf. Ich
erinnere mich an eine Zeit da kam man zumindest soweit in die Kirchen Berlins
um einen Blick auf den Innenraum, das Allerheiligste, zu erhaschen, um das
Gebäude wirken zu lassen.


Mehr offene Kirchen wäre schön

Nun, wo fast alle Kirchen durchsaniert sind, machen wir
diese zu. Sicher, es könnte was passieren. Aber das kann es immer. Konnte es
auch vor 20 Jahren. Außerdem, der der die vermeintlichen Wertsachen mit einer
Flex aus dem Stahlschrank holt, den stört die verschlossene Tür kaum.
Doch dann kommen diese Penner und kampieren im Vorraum. Wir brauchen Aufsichten
um aufzupassen und die Kirche zu erklären. Die müssten etwas verdienen.
Tja, ein Versuch wäre es wert einfach auf die Leute zu vertrauen, dass nicht
gleich alles ramponiert wird und selbst wenn, es gäbe sicher einige, Penner
oder nicht, die die Kirche genutzt hätten, um runterzukommen, sich zu besinnen.
Und erklärt kriegen will nicht jeder gleich alles. Wäre ja wie diese
aufdringlichen Verkäufer, die auf einen zu springen oder einen noch mehr an der
Kasse andrehen müssen.
Klar ich könnte ins Pfarrbüro fragengehen (wenn dort jemand wäre), doch dann
ist der Zauber bei meinem Sohn verflogen, ich müsste mich erklären und gleich
ein Gespräch vielleicht sogar mit dem Pfarrer beginnen. Wo ist da die Niederschwelligkeit.
Wir Christen trauen der Macht unserer Räume nichts mehr zu. Auch wenige „Besucher“
sind „Besucher“ – zumal in einem zentralen Stadtteil.
Welche Berechtigung hat solch ein Gebäude dann? Bald wenig
mehr als der alte Zentralviehhof? Wie man merkt bei mir bleibt Bitterkeit.
Glaubensvermittlung ist nicht leicht. Da würde eine geöffnete Kirche helfen.
ALSO: ÖFFNET DIE KIRCHEN, wenigstens die Vorräume, zu GOTT.
Konsti

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