Zeugnistag - unser Sohn der Tänzer
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Schulkind

Zeugnistag – unser Sohn der Tänzer

Seit dem ich Kinder in der Schule habe denke ich immer wieder an das Lied „Zeugnistag“ von Reinhard Mey. Ein Knabe mit schlechtem Zeugnis fälscht die Unterschriften der Eltern. Diese stehen später vor dem Direktor dazu, dass die mit Buntstiften gemachten Krakelunterschriften von ihnen und nicht von ihrem Sohn, Reinhard, stammen.

Das erste Schuljahr von K2 verlief selbst auf der entschleunigten Montessori-Grundschule nicht so wie erhofft. Heute gab es Zeugnisse. Der Text der verbalen Beurteilung bei unserem Sohn klingt vernichtend. Er tut sich „sehr schwer“ steht dreimal in dem Fließtext.

Auch die positiven Einlassungen werden durch Einschränkungen relativiert. Er zeigt zwar prinzipiell ein gutes Sozialverhalten aber kann nicht mit anderen zusammenarbeiten. Er ist selten konzentriert und gibt zu oft seinen Impulsen nach. Lediglich seine Liebe für Musik in Singen, Takt und Tanz bleibt ohne Gegenpol bestehen. Also: Mein Sohn der Tänzer.

Mein Sohn der Tänzer

Auch wenn jeder Versuch ihn zum Tanzkurs zu bringen bisher fehl schlug, trotzdem: Dieses Bild, ist es was mich die Fassung behalten lässt. Er ist ein Traumtänzer im besten Sinne. Obwohl wir seit dem Halbjahr versuchen gegen zu steuern, ins SPZ gehen uns vielmit den Pädagogen treffen und uns den Kopf zermatern und jede Menge Zeit investieren ist der Knabe noch gut drauf. Doch seine Leichtigkeit schwindet, er merkt, dass etwas los ist. Ich hoffe nur, dass er noch etwas weitertanzt in seinen Welten voller Monster, Lego und Musik.

Zeugnistag_Was Zeugnisse anrichten können

Durch unser Herz und über unsere Nerven

Das in diesem Zeugnistext ist nicht mein Sohn. Vielleicht ist er es auch, doch nicht ganz. Im Ganzen tanzt er durch unser Herz und über unsere Nerven. Allzu oft haben wir ermatteten Eltern gar nicht die Kraft mitzutanzen und uns hineinziehen zu lassen. Wir laufen Gefahr bei diesem Kind weiter außen zu stehen als bei den anderen. Ich will etwas dagegen tun und mich in die Tanzveranstaltung zurück kämpfen. Aber wie richtig fördern wenn man nicht weiß wie genau?

Es wird noch sehr anstrengend und am liebsten will ich alles ignorieren. Doch das Rad hat sich begonnen zu drehen. Es gibt erst wieder eine heile Welt, wenn wir sie wieder geschaffen haben – zur Not auch nur für uns. Der Junge ist nicht dumm, er ist speziell, er ist impulsiv und er ist voller Liebe.

Jetzt weiß ich was Zeugnisse anrichten können und ich bin eigentlich ganz froh, dass ihn das nicht zu interessieren schien, doch er kann es fühlen. Heute habe ich ihn abgeholt kurz nach der Zeugnisausgabe. Er hatte gespuckt und war blass. Zu Hause angekommen ging es nur noch um Ferien, Lego und Tablet. Kein Bauchweh mehr, keine Pläne mehr heute, nur noch freie Zeit für die nächsten Wochen.

Das Förderinstrument dreht sich bereits

Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Weitere Termine stehen an, vielleicht ein Medikament, vielleicht mehr Personal. Das Umfeld muss mitziehen – eine andere Schule irgendwann und ein erneuter Wechsel, vielleicht auch das – Tausend Ansprechpartner gibt es für diese Fälle. Allein vier Stellen berichten wir seit Monaten von unserem Sohn. Während ich diese Zeilen schreibe, sitzt vor mir ein Junge der alle Chancen verdient hat und „sehr schwer“ mag es sein, aber es ist auch „sehr unterstützungswürdig“ – Auf zu neuen Ufern! Was ist schon normal, was ist förderungswürdig? Ich spätestens ab heute nicht mehr.

Hier noch mein Ohrwurm.

Lied zum Liedtext

Mit diesem Text bewerbe ich mich beim  scoyo ELTERN! Blog Award 2018. #scoyoelternblogaward

Konsti

Zeugnistag_Was Zeugnisse anrichten können

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45 Comments

  • M
    5. Juli 2018 at 09:57

    Euch allen viel Kraft und alles Gute mit den richtigen Stellen und den richtigen offenen Ohren. Reinhard Meys Text dazu hat mir, als ich ihn das erste Mal gelesen habe, gezeigt, wie wichtig es als Eltern ist, vor bedingungslos vor seinem Kind zu stehen. Ich finde es traurig, dass ein Kind so ein Zeugnis ausgeteilt bekommt, und vielleicht dann auch noch selbst liest, ohne Begleitung. Ich bin sehr dankbar, dass unsere Schule die Zeugnisse verschickt, und gar nicht an die Kinder austeilt.

  • Kiki
    5. Juli 2018 at 10:51

    Sonst bin ich nur stille Leserin, aber heute möchte ich euch etwas Mut machen. Glaubt an euer Kind und seine Fähigkeiten, was ihr ja sowieso tut. Unser Großer hat sich in der Grundschule auch schwer getan, mit dem Stoff, dem System. Wir hatten manche schlaflose Nacht. Heute macht er seinen Weg so gut, was ihm außer uns Niemand zugetraut hätte. Rückblickend denke ich oft, was hat man uns unnötigerweise für Stress und Druck gemacht. Manchmal braucht es Zeit und Geduld und Vertrauen und am Ende wird alles gut.

  • Maria
    5. Juli 2018 at 11:22

    Danke für diesen offenen Text. Ich wünsche euch allen viel Kraft! Vor allem aber wünsche ich euch schöne Ferien, ohne den Druck der Schule, damit ihr alle euch erholen könnt. Und ich wünsche euch, dass euer Sohn ein Tänzer bleibt!

  • Antje
    5. Juli 2018 at 11:29

    Dein Text bewegt mich vor Allem deshalb so sehr, weil ich meinen Sohn darin wiedererkenne. Ein Traumtänzer, lieb und sensibel und oft völlig eingetaucht in seine eigene Welt. Ich bange vor der Schulzeit, dass seine wundervolle Persönlichkeit Schaden nimmt. Ich wünsche euch in jedem Fall ganz viel Kraft. Und was den Text angeht: zieht daraus das, was wirklich euren Sohn beschreibt und vergesst den Rest! Er ist toll, so wie er ist.

  • jennyimwesten
    5. Juli 2018 at 11:31

    Ach liebe liebe Alu, so viel Liebe, so viele Tränen, so viel Unterstützung. Ich weine ein bisschen mit Euch und wünsche Euch ganz viel Kraft und liebevolle Unterstützung <3

  • Kirsten
    5. Juli 2018 at 11:33

    Da habe ich doch immer gedacht, dass es an Montessori-Schulen und Co. sanfter und humaner zugeht, weil sie das ganze Kind sehen und nicht nur den Schüler. Aber Druck gibt es eben auch hier. Mein Kind war in der Schulzeit (die er gerade mit dem Abitur beendet hat) auch ein besonderes Kind, mit dem Kopf immer woanders, der Körper wollte sich auch in der Schule ständig bewegen, es war für alle Beteiligten Schwerstarbeit, die zeitweise nicht ohne Medikamente ging. Gottseidank hat mein Kind nach einem schweren Schicksalsschlag, und dem damit verbundenen Umzug, in unserer Heimatstadt die Schule gefunden, auf der er die Kurve bekommen hat und wo er gerne hinging. Euch viel Kraft und die Zuversicht, dass bisher aus jedem Kind noch was geworden ist und K2 vielleicht einfach mehr Zeit braucht. Es wird!!!

  • Kathi
    5. Juli 2018 at 12:36

    Danke für diesen Artikel….wir haben eine Traumtänzerin und unsere Prüfung ist es immer wieder uns daran zu erinnern, dass unser Kind selbstbewusst bleibt und vor allem glücklich ist. Manchmal sehr schwer das in dem System Schule auszuhalten, zu erhalten und durchzuhalten. Es gibt bei uns keine klare „Diagnose“ sie ist speziell, braucht mehr Zeit, andere Zugänge und ist trotzdem oder gerade deswegen großartig wie sie ist. Wir haben viel gemacht, aber es gibt auch immer wieder Zeiten wo wir einfach alles mal laufen lassen müssen auch für uns als Familie. Und das Ziel kann nicht sein möglichst angepasste gut funktionierende Kinder groß zu ziehen, oder? Ich wünsch euch viel Kraft und Stärke Schultern…liebe Grüße

  • sina martin
    5. Juli 2018 at 14:09

    Ich wünsche euch alles gute für den weiteren Weg. Wir müssen immer an unsere Kinder glauben egal wie schwierig der Moment zu sein scheint,

  • Michaela
    5. Juli 2018 at 16:47

    ein ganz wunderbarer Text <3 ich drück dir die Daumen für den Award
    Liebste Grüße
    Michaela

  • Frau Niepi
    5. Juli 2018 at 18:33

    Das ganze letzte Schuljahr wanderte ich von einem Schul-, Hort-, Psychologie-, Logopädie-, Ergotherapiegespräch zum nächsten. Das ganze für S1 und auch für S2. Ich hasse es, dabei ein Bild präsentiert zu bekommen, das nicht meinen Kindern entspricht und ich mich dafür rechtfertigen muss, dass ich mit ihren Versuchen die Söhne zu bändigen nicht einverstanden bin. S1 fuhr gestern zur dreitägigen Hortfahrt. S2 wurde bereits im September nach zwei Wochen in der ersten Klasse davon ausgeschlossen. Das sticht und schmerzt. Mich inzwischen mehr als ihn. Beide lassen sich wenig anmerken, aber ab und zu kommt durch, dass sie sie ungerecht behandelt fühlen, nur weil sie nicht lange genug still sitzen können.
    Wir sind inzwischen alle völlig therapiemüde und wollen einfach nur noch unsere Ruhe. Hahaha, du kennst das sicher. Ich wünsche euch schöne Ferien, Zeit zum Kraft tanken und die Seele baumeln lassen. Ihr habt tolle Kinder, egal was jemand anderes sagt. Scheiß auf das Zeugnis. In dem von S2 steht genau ein positives Wort, Kreativität. Was braucht er mehr?

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:49

    Vielen Dank für deinen Kommentar, ja du sprichst mir aus dem Herzen und ja Kreativität steht bei uns auch drin, du hast Recht manchmal sind wiegen Kernworte mehr als alles drumherum. Herzlich Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:50

    Vielen Dank. Award oder nicht, was auf der Seele brennt muss auch mal raus. Herzlich Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:51

    Liebe Sina,
    kurz gesagt: AMEN.
    Konsti

  • Eliane
    5. Juli 2018 at 21:51

    Uff, echt hart so ein Schulstart. Ich frag mich da schon, wo die Orientierung an den Ressourcen, statt an Problemen bleibt Und das bei einer Montessori-Schule, die konsequent den Blick vom einzelnen Kind her wahren sollte. Sehr schade! Ich hoffe, es bessert sich (also das System) und euer Kleiner findet seinen Weg!

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:53

    Hallo Kathi,
    ja starke Schultern braucht es.
    Ich lasse sie mir wachsen und ich merke,
    es gibt viele besondere Kinder.
    Es wird Zeit, dass dies in der Schule (mehr) ankommt.
    Herzlich
    Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:55

    Liebe Kirsten,
    vielen Dank für deinen Text. JA, Kurven wird es viele geben, doch wir bleiben auf unserer Spur.
    Er muss Glück finden, dass ist mir nun klar. Erst einmal nutzen wir die Angebote und dann sehen wir, was unser Elternbauch sagt.
    Dein
    Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:56

    Liebe Antje,
    Danke! Auch dir viel Glück und Erfolg auf der Reise.
    Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:56

    Liebe Maria,
    ich hoffe auch, dass wir genug durch den Sommer tanzen können.
    HG
    Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 21:58

    Hallo Kiki,
    danke für deine laute Meldung. Ich hoffe auch auf die Geduld. Im Kern haben wir diese. Gleichzeitig werden wir den Ratschlägen erst einmal folgen. Doch es gibt immer die Chance zum Stopp. Für uns ist das gerade der Weg. Eines bleibt uns jedoch klar unser Kind lieben wir und wir vertrauen ihm (manchmal mehr als K1 ;-)). Konsti

  • Alu und Konsti
    5. Juli 2018 at 22:00

    Liebe Miriam,
    verschicken von Zeugnissen kenne ich garnicht. Ja unter diesen Umständen würde es weniger bloßstelle.
    Zumal die Kinder ja irgendwann auch vergleichen und das direkt in der Schule.
    LG
    Konsti

  • Kristin
    5. Juli 2018 at 22:27

    Ich lese gerade nur zufällig bei euch rein, frage mich aber, ob das Montessorikonzept für euren Sohn das richtige ist. Die Arbeit mit Wochenplänen usw. erfordert von Kinder sehr viel Selbstorganisation und Selbstverantwortung. Gerade Kinder, die viel träumen und sich nur schlecht konzentrieren, fällt das oft sehr, sehr schwer. Sie brauchen oft mehr „Geländer“, an dem sie sich entlanghangeln können und das projektorientierte Arbeiten macht es Ihnen, meiner Erfahrung nach, sehr schwer. Denn rundherum gibt es so viel zu gucken, zu hören und zu entdecken, dass die eigentliche Arbeit schnell in den Hintergrund tritt. War dieser Aspekt schon einmal im Gespräch?

  • #WMDEDGT am 5. Juli 2018 - RUHE VOR DEM STURM?
    5. Juli 2018 at 22:37

    […] Es bleibt also spannend. Ich bereite noch einige Dinge dafür vor und na ja irgendwie fühl ich mich krank. Vielleicht liegt das auch an den Zeugnissen? […]

  • Jule
    5. Juli 2018 at 23:09

    Das ist wirklich schwere Kost. Es tut mir leid, dass heute solche Zeugnisse ausgeteilt werden an Kinder, die weder dumm noch schwererziehbar sind, sondern einfach nur anders. Kinder, die etwas aus der Art schlagen. Kinder die mit samt ihrer Eltern leider oft daran scheitern, dass das System so aufgestellt ist wie es ist und Erzieher entweder kein Auge oder keine Zeit für diese Bedürfnisse haben. Schöner wäre ein Erkennen der Lage und ein konkretes Angehen, den Traumtänzer in seiner Welt abzuholen. Oder besser noch, in seine Welt abzutauchen. Gemeinsam. Um zu verstehen, was da los ist. Aber dafür gibt es keine Zeit. Kein Personal. Kein Geld. Oder keine Ahnung. Leider. Fühl Dich umarmt.

  • M i MA
    6. Juli 2018 at 05:34

    Ach, Du Liebe, lass uns mal die Köpfe zusammenstecken. Vielleicht kommen wir zusammen auf Ideen. Ich fühle mich gerade verdammt ähnlich wie du. Das einzige, was mich nach vorne blicken lässt, sind mein Großer und ich selbst – manchmal braucht’s ’nen 2. Anlauf ( 2. Bildungsweg). Seid ihr nächste Woche da? LG I.

  • Nadine
    6. Juli 2018 at 09:45

    Oh man, das tut echt weg, zu lesen, wir K2 eingeschätzt wird…
    Kennt ihr den Artikel beim gewünschtesten Wunschkind über die freie Schule von Snowqueens Töchtern? Vielleicht wäre das ja eher was für K2…

    Alles Liebe,
    Nadine

  • Nadja
    6. Juli 2018 at 19:49

    Ihr packt das! Echt traurig zu lesen, wie genormt das Schulsystem und wir dadurch vielleicht alle sind. Bei uns geht’s im September mit der Schule los. Ich bin sehr gespannt. Und Bayern ist da ja eh sehr konservativ.

  • Desiree
    6. Juli 2018 at 22:35

    Ach du ?. Unsere Kinder sind gut so wie sie sind, nur die Gesellschaft sieht das oft anders. Nachdem unser Sohn auf eine Regel Grundschule kam und nach einem Jahr nicht lesen und rechnen konnte wurde endlich eine Testung gemacht. BAM Lernbehindert. Er sollte auf eine Förderschule, nachdem ich sie mir angeschaut hatte stand für mich fest nur über meine Leiche. Ich habe mich rein gekniet und gesucht Nächte im Internet gesucht. Dann fand ich eine Heilpädagogische Waldorf Schule und sprang über meinen Schatten und schaute sie mir an. Sie ist perfekt für unseren Sohn und er hat dort in einem halben Jahr mehr gelernt als auf der vorherigen Schule in einem Jahr. Seid vorgestern haben wir von der Kinder Neurologie die Bestätigung Lernbehinderung mit ADHS. Aber auch er wird mit unserer Unterstützung seinen Weg machen ?. Nur halt anders aber auch das ist in Ordnung.
    Liebe Grüße und Tanzt Mal gemeinsam zu Hause eine Runde das hilft hier auch ganz oft.
    Desiree

  • Die #Freitagslieblinge am 6 Juli 2018 - REISEN
    6. Juli 2018 at 22:58

    […] In dieser Woche gibt es Zeugnisse. Es sind harte Tage für unser Kind und für uns Eltern. Wie viel vom eigenen Kind wird wirklich gesehen und was sagt uns dieses Stück Papier? Eure Kommentare zu Konstis Artikel sind sehr berührend und genau so wie sein Text aus dem Herzen k… […]

  • alex
    7. Juli 2018 at 12:07

    lasst euch nicht unterkriegen bei meinem Sohn hieß es schon mit 3 Jahren zurückgeblieben erhöhter Förderbedarf ( Förderkindergarten usw:) als er in die schule sollte hieß es er muss in die Förderschule ich hab durchgeboxt das er auf die normale Grundschule geht dort hieß es immer kein Sozialverhalten unangepasst stört usw. er ist dann auf die Realschule gekommen dort ging es auf ein mal . In der neunten hat er sogar einen Preis für seinen Einsatz für die Schule bekommen. Rückwirkend gesagt hat er einfach mehr zeit gebraucht um anzukommen und das richtige Umfeld. jetzt hat er gerade seinen Bachelor gemacht und bereitet sich auf den Master vor . In manchen Sachen ist er immer noch anders aber er hat freunde und ein tolles leben das er liebt . lass den Kopf nicht hängen höre auf dein Bauchgefühl und nimm ihn so wie er ist. das ist das wichtigste

  • Steffi
    8. Juli 2018 at 15:34

    Ich kann deine Gedanken verstehen. Mir graust schon vor dem ersten Schuljahr. Wir sind Team Juni. Und ich weiß selber was das bedeutet. Ich hab die vierte Klasse wiederholt, weil ich ein Träumerle war. Naja – wahrscheinlich wäre Vorschule besser gewesen. Ab die gab es damals noch nicht. Ich finde auch unser Schulsystem gehört reformiert. Und damit stehe ich sicher nicht alleine da.

    Alles Gute Steffi

  • Chaoshoch4
    8. Juli 2018 at 19:08

    Hallo,
    nicht jedes Kind passt in die Norm. Und in meinen Augen wäre falsch zu versuchen ihn in diese Form zu pressen. Ihr geht bereits seit einem halben Jahr ins SPZ? Haben die schon irgendwelche Ergebnisse oder Ideen? Ist er tatsächlich „nur“ ein Traumtänzer? Dann ist es doch schon fast schön, wenn er sich das trotz des Drucks der heutzutage auf den Kindern lastet, noch ein wenig bewahren konnte. Hat es vielleicht doch andere Hintergründe? Dann sollte man vielleicht das Umfeld versuchen anzupassen, statt das Kind 🙂 Für uns war es z.B. der richtige Schritt, unseren Sohnemann nach der zweiten Klasse an der Regelschule in einer Klasse speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse für Autisten zu wechseln. Den kleinen Bruder lassen wir nun direkt auf eine Förderschule für geistige Entwicklung einschulen, damit dieser gar nicht in die Normform gepresst werden muss. Kinder sind individuell und das ist gut so <3

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:02

    Hallo, Danke für deine Antwort. Ja es gibt eine Diagnose. Auch Umschulen ist im Kopf. Bisher ist aber nocht die Abstimmungsphase. Es wird ein „heißer“ Sommer für uns. LG Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:04

    Liebe Steffi,
    Danke für deine Gedanken. Mal sehen wohin wir uns noch träumen.
    Herzlich
    Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:07

    Guten Abend Alex,
    vielen Dank für die mut machende Erfolgsgeschichte. Wir werden versuchen einen Zwischenweg zu gehen. Eine Behandlung werden wir nicht ausschlagen, doch dabei unserem Bauch vertrauen und unsere Rechte und vor allem die des Kindes ernst nehmen. LG Konti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:08

    Liebe Desiree,
    vielen Dank für eure Geschichte.
    Ja wir halten tanzend die Augen offen. Klar ist nur: Regeln sind nicht alles oder änderbar.
    So wir es dem Kind nützt.
    HG
    KOnsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:09

    Danke Nadja! Euch viel Erfolg im Freistaat.
    Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:10

    Hallo Nadine,
    danke für den TIPP, Alu meint sie hat die Schule schon im Blick.
    Ich werde gleich noch nachlesen.
    Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:10

    Hi MiMa,
    alu meldet sich.
    LG
    Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:11

    Nabend,
    ja das Bildungssystem ist leider immer noch nicht richtig angekommen in der individuellen Welt.
    Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:13

    Liebe Kristin,
    Danke für deinen Blick.
    Erst klang Montessori richtig gut. Doch da waren uns die Feinheiten und die Eigenschaften des K2 nicht ausreichend bekannt. Man lernt meist erst richtig, wenn man drin steckt. Konsti

  • Alu und Konsti
    8. Juli 2018 at 22:13

    Hallo Eliane,
    Danke für die mutmachenden Worte.
    Dein
    Konsti

  • Auf die einfachsten Ideen muss man erstmal kommen
    10. Juli 2018 at 07:33

    […] Zeugnistag – unser Sohn der Tänzer […]

  • Doro
    14. Juli 2018 at 23:31

    Meine Nichte ist jetzt 19 und hatte in der Grundschule ähnliche Zeugnisse. Mein Bruder und meine Schwägerin haben immer gesagt, dass sie einfach Zeit braucht. Sie hatte Hilfe und Förderung, aber sie hatte vor allem Eltern, die wussten, dass auch die Hauptschule keine Sackgasse sein muss. Unser System ist leider so wie es ist, aber es gibt auch darin gute Chancen für Spätzünder.
    Meine Nichte macht nach der Mittleren Reife jetzt eine Ausbildung mit dem Abitur zusammen. Aus ihr ist eine glückliche sehr selbstbewusste einfühlsame junge Frau geworden. Lasst euch nicht verrückt machen und vertraut eurem Bauchgefühl. Kinder dürfen auch Sachen (noch) nicht können.

  • Spürst du die Liebe?
    4. August 2018 at 22:20

    […] gehen brav zu all diesen Terminen, hören zu, beantworten Fragen und sprechen. Der Schule müssen wir erklären, den Großeltern berichten und dem Kinderarzt erläutern. Ich bin müde und meine Augen sind trocken […]

  • Wie es wohl ist ein Tänzer zu sein? - Wir sind die Tanzpartner unserer Kinder
    22. August 2018 at 05:55

    […] Vermutlich kann der Tänzer dies gar nicht in den Zusammenhang stellen mit seiner steigenden Frustration und der mangelnden Impulskontrolle. (Gerne würde ich weniger technisch klingen, doch das fällt mir derzeit auch schwer). Er wird geliebt. Der Junge kann schnell vergessen und bestimmte Formen des Chaos bedeuten für ihn Sicherheit. […]

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