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Seine Sicht

Wenn ich eine Frau wäre? #wasanderswäre Ich würde die Hauptrolle in Sex and the City spielen…

Am Telefon sagt mir
meine Frau, Sie habe einen Beitrag darüber geschrieben, wie es wäre ein Mann zu
sein! 
Sie fragt mich, ob ich
nicht auch darüber schreiben wolle. Also gemeint ist darüber zu schreiben, wie
es für mich wäre eine Frau zu sein.
Frage 1: Was wäre wenn ich eine Frau wäre?
Mein erster Gedanke war: Kein Bedarf. Denn ich bemerke
nur allzu oft, dass das Leben was ich führe, für Frauen wesentlich steiniger zu
leben wäre. Unabhängig davon ob Frauen überhaupt generell Männer sein können.
Sämtliche schöpferischen Einfälle Gottes will ich hier auch nicht betrachten.
Wobei dies sicher spannend wäre, wie ich mich als Transsexuelle, als Frau die
homosexuell orientiert ist u.v.m. fühlen würde.
Gleichwie, hier nun meine Eingrenzung: Eine heterosexuelle Frau mit Lust auf Beruf, Familie, fester Beziehung
und Werten.



Ich finde den Namen Konstantia schon mal gut. Für eine Frau
würde ich mir mit meiner Größe und meinem Gewicht weibliche Proportionen
wünschen. Ich wäre also eine 35jährige Konstantia Philippa Michaela.
Geboren wäre ich im Osten Berlins, religiös aufgewachsen
hätte ich viel erlebt. Mit meinem Temperament hätte ich viele Männer
verschreckt [Wir sind nämlich alle ganz schön auf zarte, kleinere und leise
Frauen eingerichtet]
.
In meinem Szenario habe ich einen liebevollen etwas
streng auftretenden Mann, Anton-Luis, er ist 2 Jahre älter als ich und unsere Kinder
sehen aus wie er. Heimlich bin ich stolz darauf, dass ich den ewigen Vorsprung
einer Mutter habe. Ich habe ausgetragen, geboren, gestillt. Wenn ich Glück hatte,
war der Sex dazu gut.
Ich bin schlau und habe bereits vieles erlernt und gemacht
[als Mann bin ich diesbezüglich eher unterdurchschnittlich]
Es ist alles möglich, finden Conchita Wurst und ich.
Frage 2: Durch welche Klischees fühlst du dich besonders beeinträchtigt?
Mit meinen 35
Jahren habe ich bereits viele Kerle beruflich an mir vorbeiziehen sehen. Denn
ihr Machismos und ihre Eitelkeit, ihr sich selbst gerne reden hören, ohne die
Umwelt wahrzunehmen, hat den männlichen Vorgesetzten und auch vielen weiblichen gut gefallen. [viele Frauen in Führungspositionen entwickeln männliche Handlungsmuster].
Doch ich mache weiter, lebe damit, denn ich bin wer! Mein
Mann und meine Familie unterstützen mich, wie ich auch sie unterstütze. Als
Mutter kann ich nicht ganz sorgenfrei sein, denn meine Gefühle gehen schwer mit
den Belastungen meines Alltags zusammen.
Anton und ich wissen aber auch, dass
es nicht anders funktioniert, sonst würde ich nicht MEIN Leben führen. Mit meinem Herzen schaue ich teils skeptisch auf
meine Familien. Mein Gatte kann dabei sachlicher sein, doch genau das macht ihn
manchmal fast kalt und handlungsunfähig. Ich bin stolz auf meinen Körper. Doch Vorsicht, der gehört mir! Wenn
ich abends in der Philharmonie bin, finde ich die schicken Damen wesentlich
sehenswerter und bin froh, dass Anton und ich so gut zusammen passen. Viele
Kerle könnte man mir auf den Bauch binden.
Auf Arbeit ist es schwieriger, denn ich weiß, dass die
theoretisch voll durch gegenderte Arbeitswelt meines Arbeitgebers alles Andere
als genau das ist. 
Kinder, Familie nur dann wenn dir Karriere nicht so wichtig ist,
Baby.
 
Den Vätern wird noch auf die Schulter geklopft. Denn ihre Rolle ist klar: Geld verdienen! Damit haben sie, natürlich, weniger Aufgaben in der
Familie. 
Frage 3: Gibt es Situationen in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?
Wenn ich nach 10 Stunden die Schuhe ausziehe riechen übrigens auch meine Füße. Selbst ich werde manchmal von Flatulenzen heimgesucht. Nur finden das viele Leute
verwunderlich, während die Kerle und mein Mann furzen fast für eine
Kulturrevolution halten. 
Ich fühle mich oft so als müsse ich mich mehr
zusammennehmen, da ich die Frau bin.
Bei unseren Kindern versuchen wir es alles ganz anders zu machen. Kind
1.0 ist jedoch einfach viel verständiger als Kind 2.0, weswegen wir oft auch in
diese Falle tappen.
Gerne flirte ich, auch wenn ich, wie viele Mädchen, die ewige Angst vor der eigenen Schönheit
habe. 
Welch blonde Schönheit. Zum Glück habe ich den passenden Partner schon gefunden.

Ich bekomme es schon mit, wenn mich Männerblicke treffen. Es sind übrigens
nicht immer nur die der erfahrenen Herren, die wissen das auch große Frauen mit
großem Augenabstand toll sind. Nein, auch die jungen
Männer blinzeln ab und an. Aber ich bin vergeben und ich bin treu. Denn Loyalität ist mir wichtig.

Und so schlafe ich über diese Gedanken ein, denn der Familiennachmittag
nebst Haushalt ist erledigt – haben wir Vier uns schön aufgeteilt- und Morgen
ist ein neuer reicher Tag der mich weckt,…
…vielleicht ja diesmal als Mann?.. Gute Nacht Carrie Bradshaw!
Konsti
Ich lade dazu ein:
Die Gegendarstellung von Alu findet ihr GESTERN auf dem Blog.

Dieser Artikel gehört zur Aktion #Wasanderswäre vom Blog “Ich mach mir die Welt”.

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6 Comments

  • Bettina Apelt
    3. Juni 2015 at 12:25

    Heißt es nicht einfach Konstanze? 😉

  • Working Mom
    3. Juni 2015 at 21:46

    Mag ich – dich als Frau. Und braun steht Dir besser als blond! Eindeutig!

  • muell
    4. Juni 2015 at 08:05

    Ja, aber da ich eine Cousine mit diesem Namen habe musste ich in die historische Namenskiste greifen. Eine der Töchter Konstantins des Großen hieß so und das hat mich inspiriert. Da sie 400 n.Chr. bla, bla, bla, blub, bla…. 😉

  • muell
    4. Juni 2015 at 08:06

    Danke, ich denke sogar mit einem aktuellen Foto wäre ich noch weiblicher gelungen.

  • Mein Tag ohne mich, eine Welt ohne Frauen, #meinTagohnemich
    21. Juli 2017 at 00:03

    […] Kaiserinnenreich für den Anstoß.AluWeitere Artikel zum Thema:Du und Ich und Ich und Du #EqualCare Wenn ich eine Frau […]

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    21. Juli 2017 at 00:03

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