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Wochenkind

Die Vorweihnachtszeit bringt meine größten Schwächen ans (Kerzen-)Licht. #Gastpost „Chaos2“

Die Vorweihnachtszeit und ich


Als ich ein Kind war, habe ich die Vorweihnachtszeit geliebt. Wie die meisten von uns sicherlich.
Alles duftete, alles schmeckte so zuckersüß. Es wurde gebastelt und gesungen, Plätzchen gebacken und genascht. Die ganze Familie kam zusammen. Alles war bunt dekoriert, leuchtete, glitzerte und war so festlich. Wir gingen in die Kirche und sangen Lieder, packten Geschenke aus und sahen im Schlafanzug die Weihnachtsmärchen im Fernsehen. Es war ein Kindertraum.



Als ich erwachsen wurde, schuf ich mir meine eigene perfekte Weihnachtszeit. Ich bastelte liebevoll Adventskalender und zauberte Jahr für Jahr die tollsten Adventsgestecke. 

Alles musste funkeln und glitzern

Überall stellte ich Kerzen auf und hing Lichter in die Fenster. Alles musste funkeln und glitzern; selbstverständlich jedes Jahr in einer neuen Farbpalette, harmonisch aufeinander abgestimmt. Ich buk mindestens zehn Sorten Plätzchen, verpackte gebrannte Mandeln in kleine Geschenktüten und lud Freunde zum Glühweintrinken ein. Ich besuchte Weihnachtsmärkte, schlenderte durch die Geschäfte und suchte mit viel Sorgfalt all die vielen Geschenke aus. Ich strickte Schals, häkelte Mützen und verpackte alles kunstvoll. Es war wunderschön und absolut perfekt. 


Als Mutter ist es kompliziert

Als ich Mutter wurde, wurde es kompliziert. Meine Kinder sollten mindestens genauso schöne Weihnachten haben, wie ich als Kind. Ich hatte ja auch schon bewiesen, dass ich sowas „leisten“ konnte. Irgendwie ist der Stress ausgebrochen und der Advent bringt mich völlig aus dem Takt.

Ich würde so wahnsinnig gerne ein wunderschön geschmücktes Haus haben; an den Fenstern selbstgebastelte Sternchen, ein schönes Gesteck auf dem Tisch, überall Kerzen und Lichter, alles erfüllt vom Duft nach Tannengrün und frischen Plätzchen. Ich würde gerne Zuckerguss auf Zimtsterne streichen, über den Weihnachtsmarkt schlendern und mit meiner Familie diese besondere Zeit genießen. Aber in meinem Kopf ist so viel! Soviel Gefühl vom Müssen.

Ich kriege das nicht raus, ich kriege es nicht sortiert, ich kriege es nicht reduziert. Aber mit Baby und zwei Kleinkindern kann ich einfach nicht mehr einen Nachmittag lang Tannengrün kunstvoll stecken und ich bin viel zu müde, abends bei Kerzenschein noch fix drei Sorten Plätzchen zu backen. Ich stecke in einer Zwickmühle und setze mich selber unter Druck. 

Fotos von Kerstin von chaos2.

Nein, ich muss nicht schmücken, basteln, backen, vorlesen und singen. 

Aber ich würde so gerne. Alles. Das komplette Programm. Für mich macht das einen großen Teil der Vorfreude aus. Ich habe soviele Ideen für ganz tolle DIY-Geschenke. Ich möchte mit den Zwillingen Kekse verzieren und ihnen bei Kerzenlicht die Weihnachtsgeschichte vorlesen. Achja… *seufz

So richtig habe ich noch keine Lösung. Denn wenn ich gar nichts davon mache, dann würde mir wirklich etwas fehlen. Es wäre so schade. Es wird mein drittes Weihnachtsfest als Mutter. Und ich muss Wege für mich finden, dass mich die wunderschöne Vorweihnachtszeit nicht aufreibt.

Deswegen grüßt in diesem Jahr von den Adventskalendern auch eine freche, lila Kuh. (Für mich ein großer Schritt!) Und den Rest, den kriege ich auch auf ein gesundes Maß reduziert. 

Ganz bestimmt.

Eure Kerstin von Chaos2

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