10 Frauen, ein Ziel – Warum ich  einen Geburtsvorbereitungskurs besucht habe

Irgendwann im Frühjahr dieses Jahres überkam mich der Gedanke, dass es doch ganz cool wäre einen Geburtsvorbereitungskurs für das dritte Kind zu besuchen und ich begab mich auf die Suche.

Beim ersten Kind belegten wir einen wöchentlichen Kurs gemeinsam

Bei K1 hatten der Mann und ich einen gemeinsamen wöchentlichen Kurs belegt, der uns damals viel Sicherheit und nette Kontakte zu anderen Erstgebärenden verschafft hat. (Für  Ersteltern eine tolle Möglichkeit gemeinsam zu entschleunigen).

Beim zweiten Kind war es dann nur noch ein Wochenendkurs gemeinsam

Bei K2 besuchten wir gemeinsam einen Wochenendkurs der wie ein Schnelldurchlauf wirkte, uns aber
die Zeit gab gedanklich eben beim Nachwuchs zu sein und nette Leute kennen zulernen. Kontakte sind uns aus dieser Zeit damals nicht geblieben, aber eben dieses Gefühl von Angstfreiheit (für uns war die Wiederholung nach drei Jahren Pause optimal).

Ein Geburtsvorbreitungskurs nur mit anderen Frauen belegen? Das erscheint mir beim dritten Kind richtig

Nun wollte ich den Kurs allein belegen. Ich schaute mich gezielt nach Mehrgebärenden Kursen um und fand einen Kurs der einmal die Woche stattfinden würde. Als ich mich anmelden wollte waren im (für
mich passenden Kurs) schon alle Plätze voll und so saß ich die letzten Wochen mit neun Frauen zusammen deren Babys in dieser, oder den nächsten vier Wochen kommen werden.

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Die letzten ca. acht Wochen sind da.

Schwangere unter sich – ein tolles Gefühl von Vertrautheit

Am Anfang fühlte sich dieser Zeitunterschied irgendwie unbehaglich an, ich meine diese reizenden Schwangeren waren gedanklich bereits an einem ganz anderen Punkt als ich, aber umso mehr Stunden man miteinander verbrachte (und eben auch die Wochen vergingen) umso weniger fiel das am Ende
ins Gewicht. Zehn Frauen von denen nur noch eine weitere Frau ihr drittes Kind erwartet wie ich. Zehn Frauen die Ängste haben was Geschwisterkonstellationen angeht und vor einer zweiten Geburt. Ich fand mich wieder, sehr sogar. Auch ich habe Respekt vor dieser dritten Geburt und frage mich ebenso wohin mit den Kindern wenn das Abenteuer beginnt? Wie werden die Kinder das erleben und wie werden sie auf ihr kleines Geschwisterkind reagieren. Ich saß da und war eine von ihnen. Wir sprachen viel in diesen
Stunden, berichteten von unseren Geburten (keine Horrorgeschichten für Schwangere), von unseren Wochenbetten und dem Ankommen in der Familie.  

Mit einer Hebamme fühlt man sich geborgen und sicher

Die Hebamme gab uns Tipps und Tricks an die Hand für die Nachwehen (etwas was ich mega verdrängt hatte) und lieferte eine Liste für Dinge die ich unbedingt noch zur Geburtsvorbereitung besorgen muss. Wir sahen eine Frau weinen die Angst vor einer Wochenbettdepression hat und hörten der anderen Frau zu die von ihrer Frühchen Geburt in der 32. Woche berichtete.  Wir gründeten eine WhatsApp Gruppe und schickten eine Frau mit dicken Beinen akut zum Arzt. Wir saßen einen Abend gemeinsam mit allen Männern in einem Raum und sahen die kleine Panik in ihren Augen aufflammen. Die Hebamme erzählte uns von Geburten, Wochenbetten und Geschwisterproblemen, alles in allem hat mich der Kurs dazu gebracht in freudiger Erwartung auf dieses dritte Kind zu sein.

 

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Beim Paarabend in der Praxis Hebammenzeit saßen alle gemütlich zusammen.

Die weibliche Power im Raum war zum Greifen nah

Nun ist der Kurs vorbei, geblieben ist mir diese Liste (mit einem Kaufdatum), eine Whatsapp Gruppe und der Gedanke daran wie  unterschiedlich schön und stark all diese Frauen dort waren. Die weibliche Power in diesem Raum war spürbar, fast greifbar und hat mich darin bestärkt mich immer wieder mal daran zu erinnern wie wahnsinnig viel geballte Energie Frauen haben.Der Kurs hat mir gezeigt, wie wichtig das Zuhören und in sich Hineinhorchen ist. Er hat sich gelohnt, weil Tipps und Tricks ausgetauscht wurden und man einfach das Gefühl hat in dieser Situation nicht allein zu sein.
Während des Kurses habe ich im Übrigen immer wieder das Buch „Das Geheimnis einer schönen Geburt“ von Jana Friedrich (Affliliate Link) zur Hand genommen. Es hilft mir jetzt gerade sehr gut dabei, ganz konkret meine Ziele und Wünsche für dieses letzte Abenteuer zu formulieren. Ich empfehle es gern weiter.Wie ist es Euch ergangen? Welche Kurse habt Ihr besucht?
Alu
Seine Sorgen, kann man HIER nachlesen.
Ihre Sorgen, kann man HIER nachlesen.

Nachtrag: Ich habe meinen Kurs in der Berliner Praxis: Hebammenzeit belegt

Geburtsvorbereitungskurs