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Und nun ich…die Zeit der Väter ist gekommen.

Mit K3 sind unsere Abende endlos. Ein Elternfeierabend rückt in weite Ferne. Die Nacht ist mindestens einmal unterbrochen, dank Dauerzahnung oft mehrmals. Am Morgen schiebt sich mein schwerer Körper aus dem Ehebett. Oft darf die Gattin weiterschlafen, denn K3 tut dies nun endlich auch.

So friedlich liegt sie dann da. Als habe es den Abend zuvor nicht gegeben. An dem die Brust mehrfach gereicht wurde und Vater mindestens einmal gescheitert ist. Ab und an klappt es und ich muss nur den Nuckel geben. Doch diese Erfolge verblassen angesichts der vielen normalen Tage.

Meiner Frau reicht es. Sie möchte Ihre Oberweite nicht mehr so ausgiebig verleihen.

„Nächste Woche sind K1 und 2 nicht da, dann bist du für K3 verantwortlich.“ Auch wenn ich es abstreite, bei diesem Kind habe ich Angst.

Denn alles in Richtung zu Bett bringen oder langes Entfernen von Mama war bisher kompliziert. Bei K1 und K2 reichte einfaches daneben liegen, wenn manchmal auch Stunden lang, dann schliefen sie. Ich war als Schlafbringer akzeptiert. Diesen Ruf habe ich nun eingebüßt.

K3 hat mich in meine Eitelkeitsschranken verwiesen.

In der Ecke des Boxringes stehe ich nun und auch mein Trainer hat mittlerweile aufgegeben. Denn nach einer kurzen Phase des Schlafbereitschaft Vortäuschens, kommt die Phase in der ich vor Wochen noch die Chance hatte durch langwieriges Tragen das Mädchen langsam der verhassten Horizontalen ohne Busen zu zuführen. Mittlerweile höre ich dann alsbald ein Mam-mam. Sobald die Stimme der Mutter ertönt ist da ein suchender Blick. Wenn die dann nicht kommt wird wieder geweint. Meine Chancen sind dann noch schlechter (während ich diese Zeilen schreibe ist meine Gattin abermals beim Baby).

Nun hilft es aber auch nicht mehr meinerseits auf die wunderbare Mutter-Kind3-Bindung hin zu argumentieren.

Meine Frau will es wissen. Ihre Angriffslust hat mir die letzten Wochen  schon madig gemacht. Die Sommerferien in Berlin, beginnen für mich mit einem Schreck. Ja, vielleicht klappt es dann gleich am ersten Abend, doch machen wir uns nichts vor, wie wahrscheinlich ist das? Da macht mich Donald Trump ja eher zu seinem Erziehungsberater für Donald jr.

Also schaue ich heute 4 Abende vor der Stunde Null optimistisch in die Zukunft.

Das Baby und ich dauertanzend in der Wohnung. Dann hoffe ich, dass Sie vor mir einschläft. Ansonsten, vielleicht hat meine Herzdame ja doch noch ein Erbarmen, denn solch eine besondere Beziehung gibt es ja nicht wieder und Geduld mit dem Kind und seinen Bedürfnissen hat ja noch nie geschadet.

Konsti

5 Kommentare

  • Steffen

    Juli 25, 07 2017 02:53:56

    Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Meine Kids sind immer dann krank wenn ihre Mutter zur Arbeit ist (Nachtdienst). Meine erste Urlaubswoche in der letzten Woche geriet zur Farce und ich wünschte mir nichts mehr als meinen Urlaub auf Arbeit fortsetzen zu können. Gute Idee mit den Namen K3. Wir wären dann schon bei K5

  • Isabelle

    Juli 25, 07 2017 11:48:29

    Oh ich drücke die Daumen. Hier ist es immer ähnlich gewesen und der Mann wird einfach nicht akzeptiert…. 14 Tage Abendkampf. Am Ende vor Erschöpfung vom Schreien schlafendes Kind. Aufgegeben. Neuer Versuch hier,denn plötzlich geht Einschlafbegleitung beim Mittagsschlaf mit Papa. Jetzt sind 22 Monate vorbei und ich hoffe,dass es auch abends gelingt. Aber die gefürchteten Worte „mama. Nur mama. Lieber Mama. Nur Mama“ klingen schon voraus.
    Ich halt euch die Daumen. Und uns. Berichte bitte

  • Dirk

    Juli 26, 07 2017 10:17:47

    Ich hab auch schon Sorge vor dem ersten Septemberwochenende. Meine Frau ist 3 Tage weg u Kind2 ist noch nie ohne Mama und ohne Brust eingeschlafen. Und dann stillt sie auch in der Nacht nochmal. Das werden bestimmt zwei witzige Nächte 🙈

  • Alu und Konsti

    Juli 26, 07 2017 10:29:32

    Hallo Dirk,
    ja das wird lustig :-(. Meine Frau hat auch schon weitreichende Abstillpläne für danach. Momentan klappt es ja auch alles gut. Ich habe nur das Gefühl bei K1 und K2 war es weniger aufwendig. Viel Erfolg! Konsti

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