Liebe Mitfamilien, liebe Mitmenschen, liebe alle, die ihr eine Toilette nutzt. Vielleicht kennen Sie ja das Grundproblem aller Familien: die Toilettenpapierrolle ist immer alle.

DerHalter

Egal ob die nächste Rolle erreichbar ist oder nicht (ich wünsche jedem, dass sie es immer sein wird). Sie ist alle.

Etwas kleinteiliger ist das folgend beschriebene Phänomen, die Frage wie wechselt man die Rolle und wer tut dies. Oft ist es (gefühlt) so, dass ICH der Einzige bin, der die Rolle dann auf den Abroller fummelt (natürlich richtig herum). Alle anderen lassen die weiße Rolle natürlich einfach greifbar auf einem Badmöbel stehen, doch neulich wurde ich Zeuge der Evolution in der Familie.

Es trug sich zu:

Ich war nachts auf dem Lokus. Das Papier war alle (was sonst) mich lachte die leere Papprolle an. Ich hatte keine Lust und zog eine neue Rolle aus dem Reservepapierhalter gegenüber und in Griffweite die neue Rolle und parkte sie ab, um anschließend einfach ins Bett zu gehen.

Am folgenden Morgen war der Papierhalter in Einzelteile verlegt. Ich blickte bewundernd auf das Setting und beließ es dabei – vor mir war nämlich K1 in der Keramikabteilung unserer Wohnung gewesen. Die weiße, bereits leicht abgewickelte, Rolle stand neben der Klosett bereit.

Als ich Stunden später erneut das hauseigene 00 besuchte war die Rolle bereits auf den Zylinder gesteckt und lag nun auf dem Wickeltisch über der Waschmaschine nebenan.

DieMittäter

Was dann geschah:

Das musste doch Alu gewesen sein. Kurz darauf war eines der Kinder, ich denke unser Sohn K2 auf dem WC. Ich folgte ihm mit dem Kleinkind zum Wickeln.

Nun war der Zylinder mit aufgezogener Papierrolle in die Wandhalterung eingeführt und ich ließ mich von diesem magischen Moment verzaubern. (Auch wenn Alu mir gleich sagen sollte, dass sie zwischendurch noch einmal am Werk war, bleibe wir mal auf der eingeschlagenen Fährte.)

MitKern

Wir meckern. Wir Eltern ärgern uns. Wir beten die Regeln für ein gemeinsames Leben auf die Kinder herunter: Helft mit, sonst schaffen wir es nicht und wir leben und nutzen alle diesen Haushalt.

Bei diesem Mal haben irgendwie mehr als nur wir Eltern mitgeholfen den Austausch der Reinigungspapiere abzuwickeln (ein Wortwitz!). In all unserer Betriebsblindheit entgehen uns oft die kleinen Hinweise die uns zeigen, dass unsere Kinder lernen, groß werden und auch bereit sind  viele Dinge etwas beizutragen, irgendwo hatte ich schon mal was von kooperieren gelesen.

Sehen wir doch als Eltern manchmal mehr die Erfolge denn die Makel!

(Mantra mäßig trage ich es für jeden Tag in meinen Kalender 2018 ein!)

Konsti

Toilettenpapier