Ich lese gern bei Mamadenkt. Immer wieder zeigt sie mir mit ihren Gedanken und Artikeln zum Thema Nachhaltigkeit. Dinge, die ich nicht kannte aber die mich beschäftigen und die manchmal so Stück für Stück hier einziehen.

Konsti meint dann, dass wir immer mehr öko werden, dabei ist er eigentlich viel nachhaltiger als ich in vielen Dingen erzogen worden, da dies auch mit seiner christlichen Prägung und sehr vorsichtigem Umgang mit seiner Umwelt zusammenhängt.

Wir jedenfalls üben hier schon einige Zeit manche Dinge fest umzusetzen und dazu gehören:

Die Idee der Becher

Wir benutzen jetzt immer unsere Trinkflasche und unsere Trinkbecher.  Wir benutzen egal für welchen Ausflug unsere Trinkflaschen und Trinkbecher, so dass wir keinerlei Coffee to go Becher mehr kaufen müssen. In einem letzten Seminar in meinem Studium habe ich gelernt, dass 32.000 Einwegbecher pro Stunde verbraucht werden. Für die Herstellung werden Tonnen Holz, Kunststoff und Wasser verbraucht, pro Jahr eine Energiemenge einer Kleinstadt. Die Kinder haben Trinkflaschen von earthlust und Konsti und ich haben Thermobecher für alle Fälle. Im Übrigen bekomme ich mit dem Thermobecher sehr oft Rabatt auf mein Heißgetränk, ein toller Nebeneffekt.

thermobecher

Die Idee vom Tausch

Wir sind Fans von Kleidertauschpartys. Schon lange tauschen wir für die Kinder die Kleidung hin und her. Nur einige wenige Teile kaufen wir für die Kinder neu, ansonsten tauschen wir wirklich viel Kleidung. Rahel hat mir mal erklärt, dass Kleidertausch nicht unbedingt nachhaltig ist, weil es immer noch was mit Konsum zu tun hat, aber nun ja, leider passen mir nicht mehr alle Klamotten von vor den Kindern, also brauche ich ab und zu was neues und nähen halte ich auch nicht für weniger nachhaltig, denn Stoffe kaufen ist eben auch Konsum.

Die Idee der Zahnbürsten

Vor einiger Zeit, so vor zwei Jahren, kam Konsti mit Zahnbürsten mit wechselbaren Köpfen nach Hause. Seitdem sind wir als Familie umgestiegen. Wir pflegen unsere Zahnbürsten gut und wechseln eben nur die Köpfe aus. Holzzahnbürsten die ich auch interessant fand, muss man auch wegwerfen und damit auch die Borsten. So gefällt mir persönlich die Idee von nur ausgewechselten Köpfen besser als der ständige Kauf einer neuen Zahnbürste.

Die Idee der Nüsse

Wir waschen seit neustem mit Waschnüssen. Nachdem ich Rahel auf der Westfam über das Waschen mit Kastanien reden gehört habe, hatte ich mich dazu bei meiner Freundin der Umweltpädagogin erkundigt und festgestellt, dass man aus Waschnüssen auch eine Lauge herstellen kann, oder aber Waschnüsse einfach so dosiert einzusetzen sind, dass sie viele Wäsche hintereinander eingesetzt werden können und daher das Waschmittel ersetzen können. Für mich sind sie daher besser handhabbar als Kastanien die eine beschränkte Lebensdauer ausweisen. Ich muss sagen der Umstieg war leicht und mit kleinen Tropfen Lavendel im Weichspüler Fach riecht die Wäsche auch gut. Da wir Allergiker in der Familie haben finde ich die Waschnüsse sehr gut und denke wir behalten sie bei. Übrigens für Weißwäsche sehr gut geeignet.

Die Idee der lokalen Einkäufe

Wir versuchen lokal zu kaufen. Sicher, das gelingt nicht immer und wir verlinken auch in unseren Blogartikel auf Amazon, da wir dort viele Brettspiele usw. kaufen, aber Bücher kaufe ich im Buchladen bei uns um die Ecke. Kindersachen kaufe ich bei Snugata oder Hoppla Charlotte für die Kinder (beide Läden führen biologisch-fair-gehandelte Mode und auch 2hand  und ich gehe ab und zu mit einer Liste hin) . Geschenke kaufe ich viel bei Einfach ein Fach oder im Buchladen und Süßigkeiten versuche ich in kleinen lustigen Läden wie dem Naschhaus zu kaufen.

All diese Entwicklungen sind keine Entscheidungen gewesen bei uns, sondern haben sich so entwickelt. Stück für Stück haben wir neue Routinen für uns entdeckt, probiert und dann behalten. Manche Dinge fallen mir sogar erst nach einiger Zeit auf, bei anderen Entwicklungen merke ich meine erwachte Hartnäckigkeit und fast Verbissenheit die sicherlich auch damit zu tun hat, dass unser Freundeskreis total offline fungiert und sich total im ökologischen Arbeitsbereich tummelt. Unsere Freundinnen sind Waldpädagogen, Umwelterzieherinnen, Produktdesignerinnen, Sozialpädagogen und so weiter. Immer wieder stoßen sie uns an und wenn ich ihnen dann von Blogs wie Mamadenkt oder Ich lebe jetzt! erzähle die solche Nachhaltigkeitsthemen in die Internetwelt bringen, dann freuen sie sich und nehmen sich vor, sich vielleicht doch eines Tages mal einen Internetzugang zu kaufen.

Das ist jedenfalls eine schöne Reihe und auch wenn ich zu dem Thema nicht allzu viel beizutragen habe und das auch niemals ein Schwerpunkthema wird, so werde ich das weiterhin verfolgen und weiter von ihrem Blog erzählen und dazulernen.

Alu

 

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